Perkovac: «Ein kapitales Spiel»

Kriens-Luzern will sich mit einem Auswärtssieg gegen GC Amicitia (heute 18 Uhr, Saalsporthalle) vom Tabellenende lösen. Aufgepasst: In den Reihen der Zürcher wirbeln zwei Altbekannte.

Roland Bucher
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Fordernd: HCK-Trainer Goran Perkovac (Mitte). (Bild: Philipp Schmidli (Kriens, 8. September 2018))

Fordernd: HCK-Trainer Goran Perkovac (Mitte). (Bild: Philipp Schmidli (Kriens, 8. September 2018))

Von einem «ausserordentlichen Druck» zu reden, der auf seinem Team laste – nein, Goran Perkovac (56) entschärft: «Das Spiel gegen Amicitia ist wichtig, vielleicht sogar ein kapitaler Match. Wer siegt, blinzelt nach oben, wer verliert, sieht das Tabellenende ganz nahe. Aber: der Kampf um die Finalrundenplätze wird nicht am Samstag entschieden.»

Den Beweis, den sechs besten Mannschaften der Liga anzugehören, hat Kriens bisher noch nicht angetreten. Dem starken und gut belohnten Auftritt gegen Suhr folgte die Ernüchterung gegen Schaffhausen. Perkovac legte in der zweiwöchigen Meisterschaftspause das Schwergewicht auf eine optimalere Abstimmung in der Defensive. «Dass unsere Goalies eine mässige Abwehrquote vorzeigen müssen, das hat auch mit den Fehldispositionen der Vorderleute zu tun. Daran haben wir kräftig gefeilt», sagt der neue Trainer des HC Kriens.

«Auf Albin Alili müssen wir gut aufpassen.»
Goran Perkovac, Trainer HC Kriens-Luzern

Hinter vorgehaltener Hand wird kolportiert, dass Spieler sich beschweren, Perkovac führe ein überhartes Regime. Das zwingt dem kroatischen Olympiasieger indes nur ein müdes Lächeln ab: «Ich war mir als Spieler gewohnt, nach dem Training so richtig müde zu sein, zu spüren, dass _ich etwas geleistet habe. Das will ich meinen Jungs verinnerlichen.»

Scharfschütze Albin Alili

Amicitia ist ebenfalls noch nicht ganz wunschgemäss in die Gänge gekommen, hat aber immerhin Thun ein Remis abgetrotzt. «Ich habe mir alle Spieler des Gegners auf Video angeschaut», erklärt Perkovac, «da kommt eine ganz schwere Aufgabe auf uns zu.» Zu den schnittigen Angriffswaffen der Zürcher zählen auch zwei Ex-Krienser. Einerseits Jost Brücker, der Urner, der nach einem Zwischenhalt in der zweiten Bundesliga (Eintracht Hildesheim) bei Amicitia angeheuert hat und nach wie vor zu den durchschlagskräftigsten Linksflügeln zählt.

Dann auch Albin Alili, der schwermütig wirkende Mittelaufbauer. «Auf ihn müssen wir gut aufpassen», warnt Perkovac, «Albin ist in Form, wirft aus der Distanz sehr gefährlich.»

Bleibt zu hoffen, dass die Sonderschulung des Trainers mit seinen Defensivleuten entsprechende Wirkung zeigt. Sonst beginnt’s im HCK-Gebälke zu knirschen.

NLA

Samstag, 18.00 (Saalsporthalle): GC Amicitia Zürich – Kriens-Luzern. 


1. Wacker Thun 5/8  
2. Kadetten Schaffhausen 5/8  
3. Pfadi Winterthur 5/8  
4. BSV Bern 5/7  
5. St. Otmar St. Gallen 5/6  
6. Suhr Aarau 5/4  
7. RTV Basel 5/3  
8. Kriens-Luzern 4/2  
9. GC Amicitia Zürich 4/1  
10. Fortitudo Gossau5/1