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Die Peruaner sorgen für ein Fussballfest in St.Gallen

Es ist für St. Gallens zehnjähriges Stadion ein denkwürdiger Abend. 18 053 Peruaner feiern ein südländisches Volksfest. Das Nationalteam belohnt sein Publikum und gewinnt das Testspiel gegen Saudi-Arabien 3:0. Paolo Guerrero trifft zweimal.
Patricia Loher
Paolo Guerrero (links) ist der Mann des Spiels. (Bild: Ralph Ribi)

Paolo Guerrero (links) ist der Mann des Spiels. (Bild: Ralph Ribi)

Schon am frühen Nachmittag versammelten sich die Fangruppen in St. Gallens Innenstadt. Im schmucken Zeughausgässlein standen sie zusammen, um sich von peruanischen Journalisten interviewen und filmen zu lassen. Jefferson Farfan sei für die WM ihr Hoffnungsträger, sagte einer. Ein anderer grüsste die Heimat am anderen Ende der Welt.

«Klein-Peru» in der Altstadt

Die Euphorie der Südamerikaner war ansteckend. Im Verlauf des Tages nahmen die Peruaner St. Gallen ein, sie fotografierten den Stiftsbezirk und tanzten in den Gassen. Schon um die Mittagszeit kam das Fussballfest in Gang. Winkeln verwandelte sich in ein «Klein-Peru». Tausende zeigten den eher reservierten Schweizern auf, was es heisst, ein südländisches Fussballfest zu feiern. Aus allen Teilen Europas waren Exil-Peruaner nach St. Gallen gereist. 120 Busse brachten die Anhänger in die Ostschweiz, die meisten kamen aus Italien, selbst aus Rom hatte sich ein Reiseveranstalter angemeldet.

Die Peruaner überraschen St. Gallen

Seit sich die Nationalmannschaft im Herbst als letztes Team und erstmals seit 1982 wieder für eine WM qualifiziert hat, sind die Peruaner auf der ganzen Welt aus dem Häuschen. Das bekamen die Veranstalter in St. Gallen nun auch zu spüren. Sie hatten mit 2000 Zuschauern gerechnet für dieses Spiel, schon bald einmal aber wurde der Ansturm grösser und grösser. Mit 18 053 Zuschauern war der Kybunpark ausverkauft. Weil gleich gegenüber im Gründenmoos der Pferdesportanlass CSIO durchgeführt wurde, war das Wochenende für Veranstalter und Stadtpolizei ein logistischer Lupf. Lukas Schmucki, Mediensprecher der Stadtpolizei, sagte in der Pause: «Die Bilanz fällt positiv aus. Es gab keine Zwischenfälle. Die Peruaner sind ja bekannt als friedliches Volk. Es war ein Fest.» Verkehrsbehinderungen traten wenig auf, man habe alle Parkmöglichkeiten in der weiteren Umgebung des Stadions genutzt. «Und es gab keine Probleme mit dem CSIO.»

Ein Nationalheld names Guerrero

Es wäre schade gewesen, hätte St. Gallen dieses Spiel nicht austragen können. Noch selten war die Stimmung in diesem Stadion so heissblütig, noch nie wurde ein Team im Kybunpark während zweier Stunden dauerbesungen. Als Paolo Guerrero, Perus zwischenzeitlich gesperrt gewesener Rekordtorschütze, den Rasen betrat, trauten die Schweizer Zuschauer ihren Ohren kaum. Es wurde lauter und lauter. Einmal aber übertraf das Publikum den Lärmpegel doch noch. Und noch einmal hatte das mit Captain Guerrero zu tun. Der ehemalige Stürmer von Bayern München erzielte in der 41. Minute das 2:0, in der 64. Minute erhöhte er auf 3:0. Es war nicht unbedingt eine gute Partie zwischen den beiden WM-Teilnehmern, aber das spielte keine Rolle. Peru feierte gestern das wohl grösste Volksfest ausserhalb des Andenstaates.

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