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Playoff-Auftakt: Ein missglücktes Gastspiel für St.Otmar in Bern

Die St.Galler NLA-Handballer sind nach dem ersten Viertelfinalspiel in Rücklage. Sie verlieren auswärts gegen den BSV Bern 28:33. Die Fehlerquote der St.Galler ist deutlich zu hoch.
Daniel Good, Bern
Benjamin Geisser und St.Otmar konnten sich in Bern nicht durchsetzen.(Bild: Michel Canonica/TAGBLATT)

Benjamin Geisser und St.Otmar konnten sich in Bern nicht durchsetzen.
(Bild: Michel Canonica/TAGBLATT)

Der BSV Bern, dessen Equipe eher schwächer besetzt ist als jene aus der Ostschweiz, wäre gestern zu besiegen gewesen. Aber St.Otmar leistete sich zu viele Aussetzer und steht nach der 28:33-Auswärtsniederlage schon ordentlich unter Druck. Denn wenn die St.Galler auch im morgigen Heimspiel scheitern, stehen sie vor dem Ausscheiden. Die Viertelfinalserie geht über maximal fünf Spiele.

St.Otmar verlor in erster Linie, weil es zu viele Torchancen ausliess. Spielertrainer Bo Spellerberg war mit sieben Treffern zwar der erfolgreichste Torschütze der St.Galler, aber der dänische Altmeister blieb auch mit sieben Versuchen ohne Erfolg. Der frühere Champion mag die Angriffsvariante mit sieben Feldspielern – dafür ohne Goalie – für innovativ halten. Aber auch in Bern brachte diese Strategie den Ostschweizern mehr Gegentreffer als Ertrag ein. Das lag freilich auch daran, das Bern den besseren Goalie hatte. Edin Tatar, Nationaltorhüter aus Bosnien-Herzegowina, stach Aurel Bringolf aus. Bringolf, der zur Schweizer Nationalmannschaft gehört, spielte im bislang wichtigsten Saisonspiel St.Otmars durchschnittlich, Tatar wuchs über sich hinaus und wehrte 16 Schüsse ab, Bringolf wartete mit 10 Paraden auf.

Der beste Spieler kommt erst vor der Pause

Zu reden gab auch Spellerbergs Entscheid, den lange verletzt gewesenen Ramon Hörler für die Startformation zu nominieren. Dem rechten Flügel fehlte spürbar der Rhythmus, einmal scheiterte er aus einer sehr aussichtsreichen Position. Nach der Pause kam der Österreicher Julian Rauch für Hörler. Erst in der 25. Minute zum ersten Mal zum Einsatz kam der Thurgauer Dominik Jurilj. Der wurfstarke Rückraumspieler aus dem eigenen Nachwuchs fügte sich sofort gut ein und wurde nach der Partie zum besten Spieler St.Otmars gewählt. Das ist gut für Jurilj, spricht aber nicht für die Transferpolitik St.Otmars. Jurilj kam auf vier Treffer.

Lange Zeit auf Tuchfühlung

St.Otmar machte die Defizite aber fast wett. Der Teamgeist scheint intakt zu sein. Die St.Galler lagen zwar fast immer im Rückstand, hatten aber durchaus die Möglichkeit, die Partie in der Schlussphase für sich zu entscheiden. Mit reichlich Moral und Kampfgeist bewerkstelligten die Ostschweizer in der 54. Minute durch Spellerberg – und trotz Unterzahl – den Anschlusstreffer zum 27:28. Aber der St.Galler Mannschaft fehlte die Stilsicherheit, um daraus Profit zu ziehen. Vielmehr zog Bern innerhalb einer Minute wieder auf 30:27 davon. Damit war die Partie entschieden. Wie hoch eine Niederlage ausfällt, spielt im Playoff im Prinzip keine Rolle. Wichtig ist jedoch, dass St.Otmar die Lehren aus dem gestrigen Spiel zieht. Sonst drohen bald Ferien.

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