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PLAYOFF-FINAL: Zug landet Meister-Coup

Der LK Zug schafft die Wende und ist Schweizer Meister. Bei Spono Nottwil gabs Tränen des Frusts.
Freude der Zuger Spielerinnen über dem Schweizermeistertitel. (Bild Roger Zbinden/Neue LZ)

Freude der Zuger Spielerinnen über dem Schweizermeistertitel. (Bild Roger Zbinden/Neue LZ)

Um 20.55 Uhr brachen bei den Zugerinnen alle Dämme. Mit 24:22 hatten sie Spono Nottwil im fünften und letzten Finalspiel auswärts niedergerungen, der erste Titel der Vereinsgeschichte war Tatsache geworden. «Ich kann es gar nicht richtig glauben», sagte Zugs Trainer Damian Gwerder, der unmittelbar nach dem Schlusspfiff zunächst Manager Peter Stutz und dann auch noch Goalietrainer Rolf Zehnder innig umarmte. Sein Team krönte damit eine Saison, die Anfang Jahr bereits verloren schien.

Zwar überwinterte Zug als Qualifikationssieger. Doch dann verlor man mit Topskorerin Jacqueline Petrig (schwanger) und Offensivverteidigerin Ariane Geissmann (Wechsel nach Dänemark) zwei der wichtigsten Spielerinnen, und kurz darauf verletzte sich auch noch die hoch talentierte Nadja Wälti.

Zug scheiterte nach einem miserablen Auftritt im Cuphalbfinal an B-Ligist Basel, und auch in der Finalrunde setzte es gegen Yellow Winterhur eine peinliche Niederlage ab.

Überragende Miriam Eckenfels
Das ist alles Vergangenheit. Am Samstg hatte Eckenfels keine Tränen im Gesicht. Die 25-Jährige strahlte grosse Genugtuung aus. Mit elf Toren war die linke Rückraumspielerin die überragende Figur. «Das war meine beste Saison», schwärmte die Baslerin, die am Rheinknie Jura studiert und jeweils lange Anfahrtswege für das Training in Zug in Kauf nimmt.

Doch nicht nur sie wuchs über sich hinaus, sondern das ganze Team zeigte innert wenigen Monaten eine schier unfassbare Wandlung. «Tiefer nach unten ging es nicht mehr. Vielleicht hat es das gebraucht, um wieder nach oben zu kommen. Am Ende trug uns die Euphorie», erklärte Eckenfels.

Fantastische Kulisse
Überschäumende Freude auf der einen Seite, Tränen des Frusts auf der anderen. Spono Nottwil verlor zum vierten Mal hintereinander den Playoff-Final. Es war als grosser Favorit in diese Endrunde gestiegen. Doch mit diesem Druck kam das Team nicht zurecht.

Auch am Samstag, vor 1200 Zuschauern in einer randvollen SPZ-Halle und in begeisternder Atmosphäre vergaben die Luzernerinnen wieder reihenweise beste Chancen, darunter zwei Penalties. «Das ist eine riesige Enttäuschung. Wir sind an unseren Nerven gescheitert. Jetzt feiere ich halt nur meinen Geburtstag», bedauerte Sponos Spielmacherin Silvia Häfliger, die 24 Jahre alt wurde. Untröstlich war auch Abwehrchefin Martina Gisler, die vor vier Jahren mit dem LKZ den Final gegen Spono verloren hatte. Und nun mit Nottwil gegen Zug wieder auf der Verliererseite stand.

Den Schnauz geopfert
Spono hatte das breitere und auch ausgeglichenere Kader, doch gegen die Lockerheit der Zugerinnen war in den letzten beiden Partien kein Kraut mehr gewachsen. Apropos wachsen: Der Schnauz von Zugs Trainer Gwerder überstand die Feierlichkeiten nicht, die Haarpracht muss neu gedeihen. «Diese Wette bin ich vor vielen Wochen eingegangen, als ich nicht mit dem Meistertitel rechnete», erklärt er. Doch das schien nun sehr, sehr lange her zu sein.

Stephan Santschi

Spono Nottwil - LK Zug 22:24 (13:11)

SPZ-Halle. - 1200 Zuschauer. - SR Boskoski/Stalder.

Torfolge: 3:0, 4:1, 4:3, 6:3, 8:4, 9:5, 9:7, 11:7, 11:10, 13:10, 13:11; 13:12, 15:12 (33.), 15:17 (41.), 16:17, 16:19, 18:19, 18:21, 20:21, 20:23, 21:24, 22:24.

Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Spono, 5-mal 2 Minuten gegen Zug.

Spono Nottwil: Huber/Hammans (für 3 Penalties); Gaby Kottmann, Furrer (6/2), Häfliger (8/1), Dervisaj (2), Nicole Willimann, Andrea Willimann (2), Ineichen (2), Gisler (2).

LK Zug: Lanz/Hoenig (für 1 Penalty); Cavallari (2), Claudia Bär (2), Schwander (2), Eckenfels (11/6), Nötzli (1), Oberli (1), Sandra Bär (3), Wälti (1); Stücheli (1).

Bemerkung: Lanz hält Penalties von Häfliger (40./15:16) und Furrer (47./16:19).

Playoff-Final (best-of-5). 5. Spiel: Spono Nottwil - LK Zug 22:24 (13:11). - Schlussstand: 2:3.


Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.

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