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Präsident Hüppi lobt St. Galler Fussball-Begeisterung im Vergleich zum FCL

Obwohl der FC St. Gallen nicht besonders erfolgreich spielt, haben die Ostschweizer viele Zuschauer. Der FC Luzern darf sich am Samstag (19 Uhr) zum Saisonstart wieder auf eine tolle Stimmung im Kybunpark freuen.
Daniel Wyrsch
Die beiden Führungsköpfe des FC St. Gallen: Präsident Matthias Hüppi (links) und Sportchef Alain Sutter. (Bild: Christian Merz/Keystone, Rüti, 30. Juni 2018).

Die beiden Führungsköpfe des FC St. Gallen: Präsident Matthias Hüppi (links) und Sportchef Alain Sutter. (Bild: Christian Merz/Keystone, Rüti, 30. Juni 2018).

«Espen on Tour» heisst ein Projekt des FC St. Gallen. Der Verein geht mit seinen Profis hinaus aufs Land, lässt die Mannschaft im grossen Ostschweizer Einzugsgebiet des FCSG spielen und auf die Menschen zugehen. Zweifellos eine gute Idee des Präsidenten Matthias Hüppi. Seit etwas mehr als anderthalb Jahren führt der ehemalige Sport-Anchorman des Schweizer Fernsehens seinen Herzensverein.

Offensichtlich kommt Hüppi, der Neffe des einstigen Bundesrats Kurt Furgler, bei den Fans gut an. Der FC St. Gallen steigerte unter seiner Leitung die Zuschauerzahlen, obwohl die Mannschaft nicht besonders erfolgreich spielt. Auf Platz 6 verpasste Grünweiss das internationale Geschäft.

Rund 12'700 Zuschauer pro Match im Kybunpark

Aber eben, die Besucherzahlen und die Stimmung im Kybunpark sind für Schweizer Verhältnisse sehr erfreulich: 12692 Leute waren letzte Saison durchschnittlich pro Heimspiel im Stadion. Das ist Platz 3 der Super League – und es sind 3328 Menschen mehr als der FCL im Schnitt zu den Heimspielen letzte Saison (9364) begrüssen konnte.

Hüppi nutzte den Vorteil in der Publikumsgunst in einem Interview mit dem «Blick» zu einem Vergleich: «Vergangene Saison haben wir 8000 Saisonkarten verkauft, dieses Jahr hoffen wir auf ähnlich viele. Das ist die dritthöchste Zahl nach Basel und YB. Und das sind etwa doppelt so viele wie der FC Luzern, den man immer mit uns vergleicht von der Begeisterung und dem Einzugsgebiet her.»

Beim FCL ärgert man sich über Hüppis Worte, gibt aber die Zahl der verkauften Saisonkarten nicht bekannt. Dem Vernehmen nach sollen die Luzerner Abozahlen eher wieder zunehmen – reduzierte Preise in einzelnen Sektoren helfen dabei (siehe Infobox unten).

Elementar für den FC St. Gallen ist, dass Sportchef Alain Sutter (51) dem Verein die Treue gehalten hat. Der Ex-Internationale hätte beim Verband Direktor der Nationalteams werden können. Er entschied sich für Kontinuität – im Sinn von Hüppi und St. Gallen.

Suche nach der lange vermissten Konstanz

Beim ältesten Fussballverein des Landes – vor 140 Jahren 1879 gegründet – heisst das Zauberwort sowieso Kontinuität. Mit dem umtriebigen, energetischen und taktisch meist sehr risikofreudigen Trainer Peter Zeidler (56) hat der FCSG im Sommer vorzeitig um ein Jahr bis 2022 verlängert. Die Leihspieler Vincent Sierro (zu YB) und Majeed Ashimeru (zurück zu RB Salzburg) sind gegangen, Tranquillo Barnetta trat zurück. Dafür wurden Rückkehrer Moreno Costanzo (von Thun) sowie der Brasilianer Fabiano Alves (von Septemvri Sofia) und der Deutsche Lukas Görtler (von Utrecht) sowie der US-Deutsche Jonathan Klinsmann (von Hertha BSC) fest übernommen.

Zum Start muss Zeidler einen Weg finden, endlich gegen Luzern zu punkten. Letzte Saison gewann der FCL alle vier Vergleiche mit St. Gallen.

Tiefere Eintrittspreise auf der Luzerner Gegentribüne

Wie bereits in der letzten Rückrunde angekündigt, reduziert der FC Luzern Eintrittspreise in der neuen Saison. In den Sektoren C1–C5 (ohne C1-Kurve und C5 rechter Teil) gibt es erstmals einen Einheitspreis. Die Saisonkarte «Abo-Card» ist sektorübergreifend für 695 Franken erhältlich. Das Einzelticket gibt es für 58 Franken. Seit Eröffnung der Arena hatte der Sitzplatz auf der Gegentribüne stets mindestens 68 Franken gekostet.

Den günstigsten Sitzplatz für Erwachsene gibt es in den Kurven (B1, B4, D1) für 33 Franken. Im Family Corner können Eltern als Begleiter der Kinder für 30 Franken sitzen (Jugendliche 22, Kinder unter 16 Jahre 14 Franken). Ein Stehplatz ist für 28 Franken erhältlich. (dw)

Bierpreis bleibt im Vergleich beim FCL günstig

Gute Nachrichten für FCL-Fans auch in Sachen Verpflegung: Im Vergleich zum FC St. Gallen gibt es an den Foodständen keine Preisanpassungen, sagt Luzerns Medienchef Markus Krienbühl. Während im St. Galler Kybunpark ein 0,4-Liter-Becher Bier neu 6 Franken kostet, zahlt man dafür beim FCL immer noch 5.50 Franken – das drittgünstigste Bier der Liga. Nur bei Xamax (5.00) und in Sion (4.00) kostet der Gerstensaft pro 4 Deziliter weniger. (dw)

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