PROLOG IN LUZERN: Russische Dominanz am Grand Prix Tell

Alexei Kunschin ist Träger des gelben Leadertrikots. Die Innerschweizer fuhren noch hinterher.

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Vor der Altstadtkulisse startet Tobias Eggli zum GP-Tell-Prolog. (Bild Beat Bättler/Neue LZ)

Vor der Altstadtkulisse startet Tobias Eggli zum GP-Tell-Prolog. (Bild Beat Bättler/Neue LZ)

Am Mittwochabend vor dem Luzerner Theater mussten dem Tell-Direktor Guido Graf zwiespältige Gedanken durch den Kopf gegangen sein, als er den Sieger des Prologs, den Russen Alexei Kunshin, ins gelbe Leadertrikot einkleidete. 

Dass der Tell heuer nicht mehr zum viel umworbenen U-23-Nationencup zählt, hat nämlich mit dem russischen Verband zu tun. Der letztjährige Tell-Winner, Reschetnikov, konnte vor Jahresfrist mit dem russischen Nationalteam an den Tell reisen, obwohl er kurz vorher in einer Dopingkontrolle hängen blieb. 

Da sich der internationale Verband bis heute über diesen Fall bei den Tell-Organisatoren nicht äusserte, stiegen die Luzerner aus dem Nationencup. Die russische Equipe bewies ihre Stärke, sind doch drei Fahrer unter den ersten sechs platziert. Bester Zentralschweizer war der Oberägerer Daniel Henggeler (35.).

Beat Blättler / Neue LZ