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PROMOTION LEAGUE: Dieses Talent will der Nächste sein

Jérôme Bühler (21) verstärkt die Offensive des SC Kriens. Den Traum vom Profi lebt der ehemalige Spieler des FC Luzern U 21 weiter.
René Barmettler
Jérôme Bühler (rechts) im Testspiel vom letzten Mittwoch gegen seine ehemaligen Kollegen des FC Luzern U 21. Kriens gewinnt 2:1. (Bild Pius Amrein)

Jérôme Bühler (rechts) im Testspiel vom letzten Mittwoch gegen seine ehemaligen Kollegen des FC Luzern U 21. Kriens gewinnt 2:1. (Bild Pius Amrein)

René Barmettler

«Man wird älter und ist gut mit dabei. Dann, gegen 20, wächst der Druck. Er hat mich etwas gehemmt, weil ich mir sagte, jetzt muss etwas gehen.» Das war die Situation, in der sich Jérôme Bühler vor rund zwei Jahren befand. Er absolvierte das Sportler-KV, spielte beim FC Luzern U 21: «Die Richtung war vorgegeben.» Nur entwickelten sich die Dinge nicht so, wie sich das der in Hergiswil NW aufgewachsene gebürtige Surseer vorgestellt hatte. Die Lehre hat er zwar inzwischen abgeschlossen, vor Jahresfrist führte er den FCL U 21 als einer der Leistungsträger an: Doch die guten Vorzeichen trogen. Nie erhielt Bühler einen Hinweis darauf, dass er dereinst eine Chance auf eine Rolle im Super-League-Team erhalten könnte. Er, der fast auf allen Altersstufen zu den Besten gehörte, bekam nie eine Gelegenheit, sich in der ersten Mannschaft zu präsentieren.

So blieb ihm nichts anderes übrig, als der Juniorenvertrag mit dem FCL in diesem Frühjahr ausgelaufen war, sich nach einem neuen Klub umzusehen. Denn Bühler hatte noch nicht vor, seinen Traum vom Profifussball aufzugeben. Zu fest ist er von seinen Fähigkeiten überzeugt. «Es hat mich sehr getroffen. Andere konnten mit der ersten Mannschaft mittrainieren. Ich dagegen nicht. Damit hatte ich zu kämpfen.» Aber nicht sehr lange: «Ich will nicht weiter jammern, das geht vielen anderen auch so. So ist halt der Fussball.»

Zivildienst in Betagtenzentrum

Bereits im Verlauf der Rückrunde streckte der SC Kriens seine Fühler nach Bühler aus. Zu seinem Bewerbungsschreiben gehörten auch die zuletzt neun erzielten Saisontore. «Die Promotion League ist eine Steigerung für mich. Ausserdem ist der SC Kriens ein Verein mit Perspektiven, der mit Jungen etwas vorhat.» Die jüngsten Transfers sind auch ihm nicht entgangen: Innerhalb von eineinhalb Jahren schafften es mit Ridge Munsy und Dejan Sorgic zwei Stürmer des SCK in die Super League zum FC Thun, Munsy spielt inzwischen sogar bei den Grasshoppers. In diese Liga möchte er auch hin und will deshalb der Nächste beim SCK sein, der dies schafft. Zunächst aber hat der 21-Jährige die Offensive der Krienser zu beleben. Dort kann Bühler, der seit einem Jahr in Horw wohnt, polyvalent eingesetzt werden. Seine Lieblingsposition ist der Flügel, da kann er seine Schnelligkeit besonders ausspielen.

Dass er weiterhin wie ein Profi trainieren kann, ist einem glücklichen Umstand geschuldet. Im Rahmen des Zivildienstes arbeitet er seit rund vier Monaten im Betagtenzentrum Emmenfeld in Emmen. Dort betreut Bühler dessen Bewohner. Die Anteilnahme an seiner Fussballkarriere sei gross bei den Betagten. Diese jedenfalls haben Freude am jungen Mann, der ihnen den Alltag erleichtert. «Es ist eine schöne Aufgabe. Und dank den guten Chefs darf ich jedes Training besuchen.» Dies wäre im Militärdienst kaum möglich. Eine Sportler-RS darf nur besuchen, wer einen Status als Profi hat. Freude wird Bühler auch dem SC Kriens bringen, davon ist Trainer Marinko Jurendic überzeugt. «Ich kenne ihn, seit er 14 Jahre alt ist. Er hat sich kontinuierlich, auch in der Persönlichkeit, entwickelt. Deshalb ist er ja auch für einige Spiele Captain beim FCL U 21 geworden. Er ist unbekümmert, ein guter Arbeiter, zeigt die nötige Leidenschaft: Er passt perfekt in mein Team.»

Saisonstart mit Derby

Das sind doch schon mal schöne Vorschusslorbeeren. «Ich bin vom Team sehr gut aufgenommen worden, kannte vorher schon viele. Es ist ein sehr familiäres Umfeld hier», gibt auch Bühler Komplimente zurück.

Beim SC Kriens weiss Jérôme Bühler nun also, woran er ist. Ab morgen Mittwoch im Derby gegen den SC Cham (19.30) kann er auf dem Kleinfeld der Welt beweisen, dass er für höhere Aufgaben gewachsen ist. Und er der Nächste sein kann, der es in die Super League schafft.

Eine vertrauensvolle Brüder-Beziehung: Nicholas (links) und sein jüngerer Bruder Tobias Walker. (Bild Stefan Kaiser)

Eine vertrauensvolle Brüder-Beziehung: Nicholas (links) und sein jüngerer Bruder Tobias Walker. (Bild Stefan Kaiser)

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