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PROMOTION LEAGUE: «Freundin teilen wir nicht miteinander»

Die Brüder Tobias (23) und Nicholas (21) Walker spielen in Cham erstmals im selben Team. Sie stehen mit dem Klub vor einer heiklen Aufgabe.
Raphael Biermayr
Haben eine vertrauensvolle Brüder-Beziehung: Nicholas (links) und sein jüngerer Bruder Tobias Walker. (Bild Stefan Kaiser)

Haben eine vertrauensvolle Brüder-Beziehung: Nicholas (links) und sein jüngerer Bruder Tobias Walker. (Bild Stefan Kaiser)

Raphael Biermayr

Nein, ähnlich sehen sich die beiden wirklich nicht. «Das Aussehen gehört zum wenigen, das wir nicht gemeinsam haben», sagt Tobias Walker während des Gesprächs auf der Chamer Fussballanlage Eizmoos. Er ist mit 23 Jahren der Ältere der Brüder, Nicholas ist zwei Jahre jünger. «Wir mussten schon unsere ID zeigen als Beweis, dass wir Brüder sind», führt Tobias Walker aus. Doch abgesehen davon verbindet sie einiges: die Faszination für das gleiche Auto beispielsweise, oder die Zuneigung zum FC Bayern München. «Der grosse Bruder hat es vorgemacht, und ich bin ihm gefolgt», verdeutlicht Nicholas Walker die vertrauensvolle Beziehung der beiden. Diese ist jetzt noch intensiver geworden: Sie sind zum ersten Mal Teil derselben Mannschaft.

Kurzeinsätze bei Profiklub

Als Kinder spielten die Hagendorner ihrem Alter entsprechend in den Juniorenteams des SC Cham, ehe sie in die U 15 respektive die U 13 des Team Zugerland wechselten. Später trennten sich die Wege: Nicholas Walker ging in die U 14 des SC Kriens und später in die U 17 des FC Luzern. Beim Profiklub brachte er es bis zu Kurzeinsätzen in Testspielen des Super-League-Teams. Doch der Durchbruch blieb dem Verteidiger verwehrt. Er kam in der U-21-Equipe zum Einsatz und spielte in den letzten beiden Saisons für den SC Kriens, den ersten Gegner der Chamer in der morgen beginnenden Meisterschaft (19.30, Kleinfeld). «Jetzt darf er auch mal ein Derby gewinnen», sagt sein Bruder lachend. Der Hintergrund: In den vier Begegnungen mit seinem neuen Verein holte Nicholas Walker als Krienser keinen Punkt.

Für den Jüngeren wirds schwer

Auf dem Platz direkt gegeneinander hätten die Brüder in all den Jahren kaum je gespielt. Nicholas Walker kramt in seinen Erinnerungen: «In einem Vorbereitungsmatch trafen wir auf derselben Seite aufeinander. Nach zehn Minuten setzte der Trainer Tobi auf der anderen ein – wir beide hatten gehemmt gespielt.» Tobias Walker wechselte nach seiner Zeit im Team Zugerland zum FC Baar und anschliessend zu Zug 94, wo er in der 1. Liga spielte. In der vergangenen Spielzeit war er in Cham Ergänzungsspieler in der Promotion League. Er wird es auch in den kommenden Monaten schwer haben, im linken Mittelfeld an Cyrill Gasser vorbeizukommen. Sein Bruder hingegen ist voraussichtlich von Anfang an eine Stammkraft als linker Aussenverteidiger; nicht nur, weil die Konkurrenten Pascal Nussbaumer (Flitterwochen) und Lucas Thöni (RS) fehlen. «Angesichts der letzten Saison ist es sehr wahrscheinlich, dass er spielt und ich am Anfang Ersatz bin», sagt Tobias Walker, nicht gleichgültig, aber doch gelassen. Pragmatismus ist eine Eigenschaft, die sich im Gespräch mit dem Webmaster einer Bank immer wieder offenbart.

Grossartige letzte Saison bestätigen

Diese Haltung ist auch gefragt, wenn es um den Ausblick auf die kommende Saison geht. Nach dem zweiten Platz als Aufsteiger in der grossartigen Vorsaison wird die anstehende Kampagne enorm herausfordernd. Die Erwartungen von aussen sind automatisch gestiegen. Doch der Klassenverbleib, wie von Sportchef Marcel Werder kürzlich gegenüber unserer Zeitung erwähnt, scheint die realistischere Vorgabe zu sein als die Verbesserung in der Tabelle. Tobias Walker sagt es so: «Wir wollen die letzte Saison natürlich bestätigen. Aber wenn jemand das Gefühl hat, dass wir der Favorit sein werden, muss ich ihn enttäuschen.» Nicholas Walker, der als Buchhalter arbeitet, pflichtet ihm bei. Diese Realitätsbezogenheit ist eine weitere Gemeinsamkeit der Brüder. Was unterscheidet sie denn neben dem Aussehen noch? Nicholas Walker grinst und sagt: «Die Freundin teilen wir nicht miteinander.»

Teams Promotion League: SC Kriens, SC Cham, BSC Old Boys, FC Bavois (Aufsteiger), FC Stade Nyonnais, FC Köniz, FC Breitenrain, SC YF Juventus, FC United Zürich (Aufsteiger), FC Tuggen, FC Rapperswil-Jona, SC Brühl, FC Basel U 21, FC Sion U 21, FC Zürich U 21, FC La Chaux-de-Fonds (Aufsteiger).

SC Cham. Zuzüge: Jan Elvedi (Winterthur, leihweise), Nicholas Walker (Kriens), Jan Studerus (Luzern U 21).

Abgänge: Dominic Schilling (Buochs), Michael Keller (Goldau), Petar Ugljesic (Rapperswil-Jona).

Jérôme Bühler im Testspiel vom letzten Mittwoch gegen seine ehemaligen Kollegen des FC Luzern U 21. Kriens gewinnt 2:1. (Bild Pius Amreint)

Jérôme Bühler im Testspiel vom letzten Mittwoch gegen seine ehemaligen Kollegen des FC Luzern U 21. Kriens gewinnt 2:1. (Bild Pius Amreint)

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