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RAD: Bern fiebert der Tour entgegen - Erste Fans schon am Streckenrand

Bern ist bereit für die Tour de France: Mit einem Velofest stimmten sich die Bernerinnen und Berner am Sonntag auf das Grossereignis ein. Vor den Toren der Stadt liessen sich schon die ersten Fans am Streckenrand nieder.
Velofest am Sonntag in der Berner Innenstadt. (Bild: Keystone / Peter Schneider)

Velofest am Sonntag in der Berner Innenstadt. (Bild: Keystone / Peter Schneider)

Radsport-Begeisterte aus Frankreich, Deutschland und der Innerschweiz waren die ersten, die am Sonntagnachmittag oberhalb von Mühleberg ihre Camper abstellten. Am Strassenrand richteten sie sich häuslich ein, wie ein sda-Reporter vor Ort feststellte.

Die lange Wartezeit dürfte sich auszahlen: Am Montag haben die Camper beste Sicht auf die Fahrer, die nach dem "Gümmenen-Stutz" dem Heggidorn entgegenstreben.

Ansonsten deutete am Sonntag zwischen Neuenburg und Bern noch nicht allzu viel auf die baldige Ankunft der Tour hin - von den reich beflaggten Dörfern und den vielen bereitstehenden Absperrgittern einmal abgesehen.

Das wird sich rasch ändern. Bereits in der Nacht auf Montag erreichen 130 Lastwagen mit Material die Stadt Bern. Der eigentliche Tour-Tross, angeführt von einer schier endlosen Werbekarawane, wird am Montagnachmittag die Schweizer Grenze überqueren.

Dann führt die Etappe über das Val de Travers nach Neuenburg und von dort weiter durchs Seeland in Richtung Bern. Der Sprint vor dem Stade de Suisse wird zwischen 17 und 18 Uhr erwartet.

Tschäppät kündigt Zeichen an

Getrübt wird die Vorfreude durch den Anschlag von Nizza. Die Stadt Bern werde ein gut sichtbares Zeichen der Solidarität mit der südfranzösischen Stadt setzen, sagte Berns Stadtpräsident Alexander Tschäppät am Sonntag der Nachrichtenagentur sda.

"Die Anspannung ist grösser, als das unter völlig normalen Vorzeichen der Fall gewesen wäre", räumte Sicherheitsdirektor Reto Nause in einem Interview mit der "Schweiz am Sonntag" ein.

Die Sicherheitsfrage stellt Organisatoren und Behörden vor einige Herausforderungen. Denn die Tour geht ja - anders als etwa ein Fussballmatch - nicht in einer abgeschlossenen Stätte über die Bühne, sondern im öffentlichen Raum. Es gibt keine Einlasskontrollen, jedermann kann den Weg säumen.

Diese Konstellation sei der grosse Trumpf der Tour, schrieb die "Süddeutsche Zeitung" am Wochenende. Sie erzeuge eine besondere Atmosphäre. Umgekehrt sei sie auch "ein besonders leichtes Ziel für Terroristen oder andere Irre". Die Verwundbarkeit fahre immer mit.

Nause warnt vor Störaktionen

Sicherheitsdirektor Nause sagte im Zeitungsinterview, im Moment gebe es keine konkreten Gefahren-Hinweise. Er will aber Kenntnis von Aufrufen linksautonomer Kreise zu Protestaktionen haben. "Ich hoffe, dass derartige Aktionen im Sinne des Mitgefühls mit den Opfern von Nizza unterbleiben."

Dass sich viele Bernerinnen und Berner auf das erste Gastspiel der Tour in der Bundesstadt freuen, zeigte das sonntägliche Velofest: Der Anlass in der Innenstadt zog Tausende an. Die Live-Übertragung der Tour auf dem Bundesplatz war dabei eher eine Randerscheinung.

Auf regen Zuspruch stiess dagegen die "Tour de Berne": Vier Kilometer Original-Rennstrecke konnten mit Velo, Trottinett, Skateboard oder zu Fuss erkundet werden.

Familienfest und Wetterglück

Der Circuit führte vom Bundesplatz ins Marzili, von dort weiter ins Mattequartier und via Altstadt zurück vor das Bundeshaus. Attraktionen aller Art sorgten entlang der Strecke für Kurzweil. Stadtpräsident Tschäppät freute sich über das "Fest für die ganze Familie" - und über das Wetterglück, das Bern auch am Montag beschieden sein wird.

Damit alles reibungslos über die Bühne geht, stehen am Montag nebst Kantonspolizei und Zivilschutz gut 200 Armeeangehörige und über 1100 Freiwillige im Einsatz. Der Tour-Tross legt am Dienstag einen Ruhetag in Bern an, ehe am Mittwoch die nächste Etappe ins Wallis führt.

sda

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