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RAD: Matthias Frank in überraschender Frühform

Vor wenigen Tagen lancierte der Luzerner Mathias Frank seine elfte Profisaison. Nach vielen Trainingstagen in der Wärme gelang der Auftakt in Südfrankreich erstaunlich gut.
Thomas Winterberg
Mathias Frank an der Tour de Provence. (Bild: Stefano Sirotti/Imago (Col de Espigoulier, 18. Februar 2018))

Mathias Frank an der Tour de Provence. (Bild: Stefano Sirotti/Imago (Col de Espigoulier, 18. Februar 2018))

Thomas Winterberg

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Bei der viertägigen Tour Cycliste International La Provence hatten Mathias Frank und seine Teamkollegen von AG2R La Mondiale einiges zu feiern: Alexandre Geniez und Tony Gallopin feierten für die französische Mannschaft einen Doppelsieg in der Gesamtwertung, und Frank beendete die Mini-Rundfahrt auf dem starken siebten Gesamtrang. Damit war auch der Sieg in der Mannschaftswertung in der Tasche. «Ich war überrascht, dass es gleich zu Beginn der Saison so gut lief», erzählte der 31-jährige Frank. «Wir hatten uns bereits im Prolog eine gute Ausgangslage geschaffen und konnten diese in ein tolles Endergebnis ummünzen.»

Das 6 Kilometer lange Auftaktzeitfahren wurde auf dem Circuit Paul Ricard in Castellet ausgetragen. Dort, wo dieses Jahr erstmals seit 1990 wieder ein Formel-1-Rennen stattfinden wird. «Auf den restlichen drei Etappen konnte ich meine Teamkollegen wirklich gut unterstützen, und auch die Bergankunft am Col de l’Espigoulier lief richtig gut.»

Vor allem Grundlagen trainiert

«Als ich im Schlussanstieg das Tempo hochhielt, konnte ich richtig tiefgehen und unseren Leader Geniez so vor Attacken schützen.» Dass es direkt so gut laufen würde, hatte der gebürti­-ge Roggliswiler nicht erwartet. Denn im Gegensatz zum Vorjahr investierte er bei der Saisonvorbereitung vor allem ins Grundlagentraining und trainierte vor dem Saisonstart weniger an der Schwelle. Das Wintertraining absolvierte Mathias Frank zu einem grossen Teil in Spanien. Während er im Dezember und Januar zweimal mit dem Team auf dem Festland unterwegs war, trainierte er zuletzt auf Gran Canaria.

Speziell war für Frank vor allem das zweite Trainingslager mit dem Team, welches im Januar bei Castellón in Spanien stattfand. Denn an diese Gegend hat der 31-Jährige besondere Erinnerungen. Am 7. September 2016 startete in Castellón die 17. Etappe der Vuelta a España, die er nach 178 Kilometern und einer Bergankunft in Llucena Camins del Penygolosa gewinnen konnte. Es ist der bisher letzte Sieg des Luzerners. «Während der Trainingsfahrten mit dem Team erinnerte ich mich immer wieder an verschiedene Streckenabschnitte und hatte Bilder der damaligen Etappe im Kopf. Speziell war auch, als wir diesen Schlussanstieg im Training noch einmal gefahren sind.» Nach dem Auftakt will Frank auch die nächsten Wettbewerbe dazu nutzen, den Rennrhythmus wiederzufinden und Abläufe mit dem Team zu festigen.

Die nächste Gelegenheit gibt’s bereits ab Mittwoch in der Wüste bei der Abu-Dhabi-Tour, die bis am Sonntag dauert. Bis am Freitag ist das Terrain praktisch flach. Und auch für das Einzelzeitfahren vom Samstag stehen nicht viele Höhenmeter auf dem Programm. Diese gibt’s dann zum Abschluss bei der Berg­ankunft am Jebel Hafeet nahe der Grenze zu Oman.

Nach dem Rennen in der Wüste geht es für Frank Schlag auf Schlag weiter. Bis im Sommer wartet ein interessantes Rennprogramm auf ihn. Die Rundfahrten Tirreno–Adriatico, Katalonien-Rundfahrt, Tour de Romandie und Kalifornien-Rundfahrt sowie einzelne Eintagesrennen sollen dafür sorgen, dass er bis im Sommer seine Form laufend steigern kann und bei der Tour de Suisse in der Lage ist, ganz vorne mitzufahren. Ebenso hat Frank die Schweizer Meisterschaften und auch die Weltmeisterschaften im Blickfeld. Die WM findet Ende September im österreichischen Innsbruck statt und ist mit knapp 5000 Höhenmetern definitiv etwas für Rennfahrer mit guten Kletterqualitäten.

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