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RAD: Nach 30 Jahren wiederbelebt

In Rickenbach wurden die Innerschweizer Meisterschaften im Strassenrennen durchgeführt. Bei der Frauen-Elite triumphierte die Steinhauserin Désirée Ehrler vom RMV Cham-Hagendorn.
Michael Wyss
Désirée Ehrler auf dem Weg zum Innerschweizer-Meister-Titel. (Bild: Michael Wyss (Rickenbach, 26. August 2017))

Désirée Ehrler auf dem Weg zum Innerschweizer-Meister-Titel. (Bild: Michael Wyss (Rickenbach, 26. August 2017))

Michael Wyss

regionalsport@luzernerzeitung.ch

«Wir sind zufrieden mit der ersten Austragung der Veranstaltung nach einem Unterbruch von rund 30 Jahren», sagte Adrian Ruch, Kantonal-Verbandspräsident von Swiss Cycling Luzern (Veranstalter). Die Innerschweizer Meisterschaften im Strassenrennen im luzernischen Rickenbach vom letzten Samstag waren ein Erfolg: «Aus organisatorischer Hinsicht und vom Wetter her war das perfekt», so der 35-jährige Ruch. 6 Begleitfahrzeuge, 8 Töfffahrer, 30 Streckenposten sowie viele Helfer von verschiedenen örtlichen Radsportvereinen standen im Einsatz. «Die Bereitschaft, hier etwas zu realisieren und wieder ins Leben zu rufen, war gross.»

Enttäuschend dagegen war das teils mangelhafte Interesse (vor allem bei der Männer-Elite), wie Ruch bestätigte: «Wir haben uns generell schon mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhofft. Doch es braucht einfach seine Zeit, bis dieser Anlass wieder bekannt ist. Vor allem liegt es auch an den Vereinen, Werbung zu machen.» Die Männer-Elite konnte erst gar nicht starten. «Es gibt viele Talente in der Region Zentralschweiz, die wollen sich aber nicht mehr wettkampfmässig duellieren», weiss Ruch auch.

Ehrler ist auch international erfolgreich

Die Feedbacks von Fahrerinnen und Fahrern zeigten aber, dass diese Innerschweizer Meisterschaften in Strassenrennen eine Zukunft haben können. «Wir werden das im Vorstand analysieren und auswerten. Schön wäre es, wenn dieser Event in einem regelmässigen Turnus vielleicht von zwei, drei Jahren und immer in einem anderen Kanton der Zentralschweiz ausgetragen würde.» Die Innerschweizer Meisterschaften boten auch dem Nachwuchs (Jugendliche, Schüler und Kids) eine Plattform.

Zum Sportlichen: Die Strecke (5 Runden; total 53 Kilometer; 160 Höhenmeter) führte über Rickenbach–Saffental–Holdere–Hunzikon–Krumbach–Wetzwil–Rickenbach. Am schnellsten bei der Frauen-Elite meisterte diese Distanz die Profi-Rennfahrerin Désirée Ehrler vom RMV Cham-Hagendorn. In einer Zeit von 1:34:40 erreichte sie das Ziel (33,59 km/h). Die 26-Jährige, die seit 2005 im Strassenrennen aktiv ist, war erfreut: «Dass ich diese Innerschweizer Meisterschaft gewinnen konnte, ist schön. Vor allem auch deshalb, weil dieser Event letztmals vor rund 30 Jahren stattfand. Damals war ich noch gar nicht auf der Welt», lachte die Steinhauserin mit Heimatort Steinen SZ. Ehrler stand einst für das renommierte Schweizer Frauen-Bigla-Cycling-Team im Einsatz. Nach einem Wechsel zu einem deutschen Team gründete sie mit einer Teamkollegin 2015 ein eigenes Team, wo sie Samsung als Hauptsponsor gewinnen konnte. Die Steinhauserin, die täglich bis zu zwei Stunden im Sattel sitzt, hat in den letzten Jahren schon fünf Mal die Gesamtwertung von Swiss Cycling gewonnen und nimmt auch international erfolgreich an Strassenrennen (Belgien, Holland) teil.

Gutes Training für Radquer-Saison

Auf dem zweiten Rang folgte Rita Wicki (38, Römerswil) vom VC Rain, die vor allem bekannt ist mit Teilnahmen an Teamevents von Ausdaueranlässen (24-Stunden-Mountainbike-Rennen Schötz; Gigathlon) mit ihrer Zwillingsschwester (Name: «doppeltes Lottchen, Power-Twins»). «Ich wollte einfach so lange wie möglich mit dem Feld mitfahren. Dass es aufs Podest reichte, ist umso schöner.» Auf den dritten Rang schaffte es Jasmin Egger (27) vom RMV Hochdorf. Die in Gunzwil wohnhafte aktuelle und mehrfache Schweizer Meisterin (6 Titel in Serie zwischen 2008 und 2013) der Radquer-Elite: «Ich habe mir hier in Rickenbach kein Ziel gesetzt. Für mich war es ein gutes Training und eine ideale Vorbereitung auf die bald beginnende Radquer-Saison. Aber ich finde es super, dass dieser Anlass wieder durchgeführt wurde.»

Hinweis

Komplette Ranglisten unter www.swisscycling.ch

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