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RAD: Vorfreude auf den Heimaufritt

Die Zentralschweizer Profis begehen die neue Saison unter veränderten Vorzeichen, aber guter Dinge. Ein Highlight ist für sie die Tour de Suisse, die in der Region gastiert.
Tom Mustroph
Die Zentralschweizer Mathias Frank und Martin Elmiger sowie der Walliser Kilian Frankiny (von rechts) bei der Oman-Rundfahrt. (Bild: Tim de Waele/Getty (Jabal Al Akhdhar, 18. Februar 2017))

Die Zentralschweizer Mathias Frank und Martin Elmiger sowie der Walliser Kilian Frankiny (von rechts) bei der Oman-Rundfahrt. (Bild: Tim de Waele/Getty (Jabal Al Akhdhar, 18. Februar 2017))

Tom Mustroph

sport@luzernerzeitung.ch

Zufriedene Gesichter in der Wüstensonne: Der Zuger Martin Elmiger (38) und der Geuenseer Michael Schär (30) klatschen ihren BMC-Teamkollegen Ben Hermans als Sieger der Tour of Oman ab. «Ben hat hier sicherlich einen starken Eindruck hinterlassen. Aber das ganze Team hat ein gutes Niveau. Und Ben hat sicherlich auch wegen uns sieben Helfern gewonnen», lautete das Rundfahrtfazit von Schär.

Der Luzerner Mathias Frank (30) konnte sich über seinen neuen Captain beim neuen Arbeitgeber AG2R zwar ergebnismässig nicht so freuen. Ein Sturz auf der Königsetappe zum Green Mountain beeinträchtigte den Tourzweiten Romain Bardet. So überquerte denn auch der nominelle Helfer noch vor seinem Chef die Ziellinie. Dennoch überwogen auch für den Roggliswiler die positiven Aspekte. «Das Rennen war wichtig, damit Romain und ich uns besser kennen lernen», meinte er.

Frank darf wieder attackieren

Die Zusammenarbeit liess sich auch schon gut an. Am Green Mountain testeten sie, was bei der Tour de France an Spektakel möglich sein könnte. «Auf der Rampe 2 km vor dem Ziel sagte mir Romain, dass ich das Tempo verschärfen solle. Das habe ich dann auch gemacht, wir waren da etwa sieben, acht Fahrer», erzählt Frank. «Dann hat Romain attackiert, und eine Vierergruppe mit Hermans und Aru hat sich gelöst. Leider konnte er das Tempo auf dem letzten Kilometer nicht mehr durchhalten. 50 m vor dem Ziel bin ich dann noch auf ihn aufgefahren.»

Aber das Spiel «Frank forciert – Bardet nutzt dies als Absprungrampe» funktioniert in den Grundzügen. Und Frank macht es sichtlich Spass. Er wirkt erleichtert, ja geradezu aufgeblüht in der Helferrolle. Die Last, Ergebnisse liefern zu müssen, ist von seinen Schultern genommen. Weil er für das Gesamtklassement nie der Topkandidat war, musste er sich ein Verbleiben in den vorderen Positionen immer mit einer möglichst defensiven Fahrweise erkaufen. Bloss keine Fehler machen, bloss keine Zeit verlieren, lautete das Motto des einstigen IAM-Captains. An der Seite Bardets aber darf er wieder attackieren.

An der Tour de Suisse in der Leaderrolle

Dass diese neuen Freuden mit einer Zurückstufung im Rang verbunden sind, betrübt Frank nicht. «Das war schon bei der Vertragsunterzeichnung klar. Und ich wollte es auch. Romain war Zweiter bei der letzten Tour. Er ist noch so jung. Er kann die Tour gewinnen. Es macht Spass, ihm zur Hand zu gehen», versichert er – und auch jetzt verschwindet das Lächeln nicht aus seinem Gesicht.

Eigene Freiheiten wird Frank im Laufe der Saison auch haben. «Bei der Tour de Romandie, der Tour de Suisse und vielleicht auch in Kalifornien, aber das ist noch nicht ganz klar, werde ich auch meine Karten ausspielen können», blickt Frank voraus. Absolutes Highlight ist für ihn die Tour de Suisse (siehe Box). Hier wird er die eindeutige Leaderrolle haben.

Für Elmiger schliesst sich ein Kreis

Auf die Tour de Suisse freut sich auch Martin Elmiger. Die Rundfahrt ist überhaupt der Grund, warum er seine Laufbahn noch um ein Jahr verlängert hat. «Zum Auftakt in Cham geht es über genau die Strassen, auf denen ich als 13-Jähriger mit dem Sport begonnen habe. Mein Heimatclub Cham-Hagendorn organisiert das Wochenende. Da schliesst sich einfach ein Kreis für mich», meint er. Auch ihm scheint der Absprung vom aufgelösten Rennstall IAM in eine neue Truppe zu behagen. «Hier bei BMC ist doch vieles auf einem höheren Niveau. Nicht das Material, aber die Fahrerqualität ist eine andere», sagt er. «Es geht jetzt nicht mehr um einen Achtungserfolg, sondern darum, Rennen zu gewinnen. Da hat man mehr Arbeit und mehr Verantwortung.» Die eine oder andere Chance auf eine Fluchtgruppe wird er dennoch haben. Für ihn stehen jetzt die belgischen Klassiker an. Bei Omloop Het Nieuwsblad und Kuurne– Brüssel–Kuurne geht er demnächst an den Start.

Ähnlich sieht es beim neuen Teamkollegen Schär aus. Der hat Het Nieuwsblad im Kalender und freut sich schon auf die Monumente Flandernrundfahrt und Paris–Roubaix. Und natürlich auch auf die Tour de Suisse. «Die wird wohl nicht direkt bei mir zu Hause vorbeiführen. Aber ich kenne die Strassen in Cham gut vom Training mit Martin Elmiger und Gregory Rast.»

Rast hat echten Heimvorteil

Der 37-jährige Ebikoner Rast wird dabei – wie Elmiger – echten Heimvorteil haben. Die Prologstrecke führt 500 m an seinem Haus vorbei. Rast muss bei seinem Rennstall Trek zwar das Fehlen seines zurückgetretenen Captains Fabian Cancellara verkraften. Weil aber auch der neue Mann in der Ergebnispflicht, der Bayer John Degenkolb, seinen ersten Saisonerfolg in Dubai einfuhr, begann auch für Rast die Saison gut.

Frank, Rast und Schär werden im Juli wohl im Tour-Aufgebot ihrer Teams stehen, während Elmiger den Giro im Visier hat.

Wichtige Radtermine

Paris - Roubaix: 9. April.
Tour de Romandie: 25 . bis 30 . April.
Giro d’Italia: 6. bis 28 . Mai.
Tour de Suisse: 10. bis 18. Juni (Start in Cham).
Tour de France: 1. bis 23 . Juli.
Vuelta: 19. August bis 10. September.
Strassen- WM in Bergen (NOR): 16. bis 24 . September

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