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RADBALL: Härtetest für Urner Teams

Das Weltcupturnier in Altdorf ist so gut besetzt wie noch nie. Vor heimischer Kulisse bekommt es das Fanionteam von Radsport Altdorf unter anderen mit dem aktuellen Weltmeister zu tun.
Urs Hanhart
Dominik Planzer (links) und Roman Schneider sind heute Samstag besonders gefordert. (Bild: Urs Hanhart (Schattdorf, 17. Juni 2017))

Dominik Planzer (links) und Roman Schneider sind heute Samstag besonders gefordert. (Bild: Urs Hanhart (Schattdorf, 17. Juni 2017))

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

Nach zweijährigem Unterbruch führt Radsport Altdorf morgen wieder einmal ein Weltcupturnier durch. Einiges ist neu im Vergleich zu den vorangegangenen Auflagen. So wird das Turnier in der kürzlich neu eröffneten Radballhalle in Altdorf ausgetragen. Vor zwei Jahren gastierte man noch in der Rollhockeyhalle in Seedorf. Am Start sind zehn Teams aus sechs verschiedenen Nationen, darunter das Fanionteam von Radsport Altdorf mit Torhüter Roman Schneider und Feldspieler Dominik Planzer sowie Altdorf II mit Keeper Claudio Zotter und Feldspieler Simon Marty. Ab 11 Uhr werden die Vorrundenspiele ausgetragen. Die mit grosser Spannung erwarteten Finalspiele beginnen um 18 Uhr.

Zum ersten Mal überhaupt ist im Urner Hauptort die absolute Crème de la Crème am Start. Die weltbesten Teams sind lückenlos vertreten. Als Topfavorit steigt der amtierende Weltmeister Höchst mit Patrick Schnetzer und Markus Bröll ins Rennen. Die Ausnahmekönner aus dem Vorarlberg haben in den letzten Jahren fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gab. Gleich mehrfach schnappten sie Schneider und Planzer den WM-Titel vor der Nase weg, wobei die Endspiele stets sehr ausgeglichen verliefen. Zuletzt kreuzten die beiden Erzrivalen an der Europameisterschaft vor drei Monaten die Klingen. Dort behielten die Österreicher im Halbfinal hauchdünn mit 5:4 die Oberhand.

Trauben für einen Heimsieg hängen hoch

Schneider und Planzer haben die Qualifikationsphase der nationalen Meisterschaft beinahe nach Belieben dominiert. Vergleiche auf internationaler Ebene gab es in dieser Saison nur ganz wenige, weil der Weltcupkalender im Vergleich zu den Vorjahren ziemlich ausgedünnt worden ist. In Altdorf greift das Urner Vorzeigeduo daher erstmals in dieser Saison ins Weltcupgeschehen ein. Die Trauben für einen Heimsieg hängen diesmal extrem hoch.

Nebst Schnetzer/Bröll ist auch der letztjährige WM-Dritte Stein aus Deutschland mit Gerhard und Bernd Mlady am Start. Zu beachten gilt es auch Höchst II mit Simon König und Florian Fischer, das sich an der EM die silberne Auszeichnung gesichert hatte und damit in Altdorf auch zu den Siegesanwärtern gezählt werden muss. Den Turniersieg und die Podestplätze dürften wohl Schneider/Planzer, die beiden österreichischen Teams und das deutsche Duo unter sich ausmachen. Alle anderen Mannschaften haben nur Aussenseiterchancen. Für alle Teams ist das Stelldichein ein erster Formtest nach der mehrwöchigen Sommerpause. Man darf gespannt sein, wer in der langen Phase ohne Wettkämpfe am besten gearbeitet hat. «Der Formaufbau stimmt. Wir sind auf Kurs», das hatte der Trainer von Schneider/Planzer, Thomas Marty, nach Abschluss der SM-Qualifikation verkündet. Morgen nun wird sich zeigen, ob dies auch nach dem langen Break noch zutrifft.

Hartes Brot für Zotter/Marty

Altdorf II, das die SM-Qualifikation an fünfter Stelle abgeschlossen hat, dürfte trotz Heimvorteil in diesem überaus hochkarätig besetzten Weltcupfeld einen schweren Stand haben. Die Vorrundengegner Höchst und Stein liegen für Zotter und Marty wohl ausser Reichweite. Gegen Beringen (Belgien) und Pfungen, das in der SM-Zwischenwertung auf Position drei liegt, haben die beiden Urner aber durchaus Siegchancen. Zotter und Marty haben nichts zu verlieren und können dadurch unbeschwert antreten. Vielleicht gelingt ihnen dadurch der eine oder andere Coup.

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