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RADBALL: Urner Cracks feiern Heimsieg

Beim Weltcup-Turnier landet das Altdorfer Fanionteam einen fulminanten Heimerfolg. Aber auch Altdorf II vermochte mit Rang fünf vollauf zu überzeugen.
Urs Hanhart
Dominik Planzer (links) und Roman Schneider bei ihrem Heim-Weltcup-Turnier. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 26. August 2017))

Dominik Planzer (links) und Roman Schneider bei ihrem Heim-Weltcup-Turnier. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 26. August 2017))

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

Besser hätte die zweite Saisonhälfte für die beiden NLA-Vertreter von Radsport Altdorf nicht beginnen können. Zur Freude der in Scharen in die erst kürzlich eröffnete Radballhalle gepilgerten Fans lieferten sie in heimischen Gefilden erstklassige Leistungen ab, allen voran das Fanionteam mit Torhüter Roman Schneider und Feldspieler Dominik Planzer. «Da wir uns nach einer längeren Pause erst wieder seit drei Wochen im Training befinden, sind wir selber überrascht, dass es uns so gut gelaufen ist. Aber unsere Fans haben uns sensationell unterstützt und dadurch richtiggehend zum Sieg getragen. Die Stimmung in der Halle war absolut grandios», sagte Schneider nach dem dramatisch verlaufenen Finalspiel, bei dem die Schlachtenbummler die Halle in einen wahren Hexenkessel verwandelten. Altdorf I bekam es dort überraschenderweise nicht mit dem amtierenden Weltmeister Höchst I (Patrick Schnetzer/Markus Bröll) zu tun, sondern mit dem anderen österreichischen Weltklasseteam Höchst II (Simon König/Florian Fischer). Dieses hatte in einem überaus dramatischen Halbfinalmatch den grossen Turnierfavoriten mit 4:3 ausgebootet. Sehr knapp verlief auch das andere Vorschlussrundenspiel. Altdorf I setzte sich dort denkbar knapp mit 3:2 gegen den letztjährigen WM-Dritten Stein (Gerhard und Bernd Mlady) aus Deutschland durch.

Der Showdown gegen Höchst II verlief zunächst ganz nach dem Geschmack der einheimischen Fans. Bereits nach knapp einer Minute erzielte Planzer mit einem platzierten Weitschuss die Führung. Doch dann schlichen sich bei den Altdorfern immer mehr Fehler ein. Dadurch gerieten sie bis zur Pause mit 1:3 ins Hintertreffen.

Die Felle schienen den Publikumslieblingen davonzuschwimmen, zumal die Vorarlberger sehr effizient und gradlinig agierten. Dank einer Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel kämpften sich die Lokalmatadoren jedoch wieder heran. Den Sieg­treffer in dieser dramatischen und hochklassigen Partie zum 5:4-Schlussresultat markierte schliesslich Schneider 25 Sekunden vor dem Abpfiff mit einem knallharten Gewaltsschuss. Altdorf 1 und Höchst II hatten bereits in der Vorrunde die Klingen gekreuzt. In diesem Duell um den Gruppensieg behielten ebenfalls die Innerschweizer mit 5:3 die Oberhand.

Der Fahrplan Richtung WM stimmt

Schneider zeigte sich mit dem Verlauf des Turniers sehr zufrieden, abgesehen vom Vorrundenmatch gegen den tschechischen Vertreter Pilsen, der mit einem 4:4-Remis endete. Der weiteren Saison sieht er nun optimistisch entgegen, wie er verriet: «Der Fahrplan in Richtung WM stimmt. Nun müssen wir weiterhin konzentriert und hart arbeiten, damit wir unser grosses Ziel erreichen können. Zunächst gilt es jetzt, die WM-Qualifikation ins Trockene zu bringen. Das wird keineswegs einfach.» Schneider und Planzer peilen im November in Dornbirn ihren zweiten WM-Titel an. Zuletzt stand ihnen immer wieder ihr Erzrivale Höchst I vor der Sonne. Die Regenbogentrikotträger mussten sich übrigens im Urner Hauptort mit dem für sie ungewohnten vierten Rang begnügen. Im Spiel um Platz drei zogen sie gegen Stein mit 9:10 den Kürzeren.

Eine hervorragende Leistung zauberte auch Altdorf II mit Torhüter Claudio Zotter und Feldspieler Simon Marty auf den nagelneuen Parkettbelag. Zwar blieben sie in der Vorrunde gegen Stein und Höchst I wie erwartet chancenlos. Dafür bezwangen sie das belgische Team aus Beringen und verblüfften mit ihrem 4:3-Erfolg über Pfungen – notabene ein Team, das in der laufenden Meisterschaft deutlich vor den Urnern klassiert ist. Zotter und Marty beendeten die Gruppenphase auf dem hervorragenden dritten Platz. Im Spiel um den fünften Platz behielten sie gegen das an sich höher kotierte deutsche Team Iserlohn mit 8:5 deutlich die Oberhand. Damit holten Zotter und Marty sicherlich das Maximum heraus. Das Topquartett lag für sie ausser Reichweite.

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