Vuelta

Etappensieg für Roglic, Carapaz bleibt in Rot

Vorjahressieger Primoz Roglic gewinnt in der 8. Etappe der Vuelta mit der Bergankunft in Alto de Moncalvillo das Duell mit Leader Richard Carapaz und verbessert sich vom 4. auf den 2. Platz.

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Sieg in der Etappe und neu Zweiter im Gesamtklassement: Primoz Roglic bleibt der Topfavorit auf den Sieg an der Vuelta

Sieg in der Etappe und neu Zweiter im Gesamtklassement: Primoz Roglic bleibt der Topfavorit auf den Sieg an der Vuelta

KEYSTONE/EPA/Kiko Huesca

Der Slowene Roglic und der Ecuadorianer Carapaz lieferten sich auf dem letzten der 164 km ein hochstehendes Duell um den Tagessieg. Der ehemalige Skispringer Roglic konterte auf dem fast 1500 Meter über Meer gelegenen Pass im Norden Spaniens einen Angriff des Südamerikaners und fuhr noch stattliche 13 Sekunden Vorsprung heraus. 13 Sekunden beträgt neu auch sein Rückstand auf den Ineos-Fahrer Carapaz, der Roglic am Sonntag das rote Leadertrikot entrissen hatte.

Von den Schweizern konnte keiner in den Kampf um die vorderen Plätze eingreifen. Bester war Gino Mäder, der als 34. knapp siebeneinhalb Minuten auf den Tagessieger verlor. Der Oberaargauer rutschte im Gesamtklassement um drei Positionen zurück und belegt neu den 21. Platz.

Roglic verlor mit Tom Dumoulin, der wegen Müdigkeit nicht zur 8. Etappe startete, zwar einen seiner wichtigsten Helfer, doch sein Team Jumbo-Visma zeigte eine taktische Meisterleistung. Während des ganzen Tages liessen sie andere Mannschaften die Arbeit machen, dann griff Sepp Kuss 3,5 km vor dem Ziel an. Carapaz musste nachführen, während sich Roglic an dessen Hinterrad heften und am Ende mit den grösseren Kraftreserven kontern konnte.

Den 3. Platz in der Etappe und in der Gesamtwertung belegt der Ire Dan Martin, 28 Sekunden hinter Roglic. Verlierer des Tages war der Engländer Hugh Carthy, der sich beim Angriff von Kuss übernahm und im Gesamtklassement vom 2. in den 4. Rang zurückfiel.

Die 9. Etappe am Donnerstag über 157,7 flache Kilometer ist nach den vielen Höhenmetern der letzten Tage eine willkommene Erholung und dürfte eine der wenigen Chancen für die Sprinter an der diesjährigen Vuelta sein.