Tour de France

Kasache triumphiert als Ausreisser - Yates verteidigt Leadertrikot

Der Kasache Alexej Luzenko gewinnt als Solist und Mitglied einer ursprünglich achtköpfigen Ausreissergruppe die 6. Etappe der Tour de France. Das Leadertrikot bleibt auf den Schultern von Adam Yates.

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Alexej Luzenko bewies in der 6. Etappe seine Qualitäten als Ausreisser. Der Kasache freut sich auf dem Mont Aigoual über seinen ersten Etappensieg an der Tour de France

Alexej Luzenko bewies in der 6. Etappe seine Qualitäten als Ausreisser. Der Kasache freut sich auf dem Mont Aigoual über seinen ersten Etappensieg an der Tour de France

KEYSTONE/AP/Christophe Ena

Luzenko schüttelte knapp 17 km vor dem Ziel im letzten kategorisierten Anstieg des Tages hinauf zum Col de la Lusette seinen letzten Fluchtgefährten ab. Im Ziel auf dem 1559 Meter über Meer gelegenen Mont Aigoual verwies der 27-Jährige aus dem kasachischen Team Astana den Spanier Jesus Herrada um 55 Sekunden auf Platz 2. Dritter wurde mit einem Rückstand von etwas mehr als zwei Minuten der Olympiasieger Greg Van Avermaet aus Belgien.

Luzenko sicherte sich mit dem Sieg seinen bisher grössten Erfolg. 2017 feierte er an der Vuelta bereits einmal einen Tagessieg in einer dreiwöchigen Rundfahrt. Seinen ersten Sieg auf Stufe World Tour feierte der Kasache aber in der Schweiz, als er vor fünf Jahren in Bern die 8. Etappe der Tour de Suisse für sich entschied.

Leader Adam Yates ungefährdet

An der Spitze des Gesamtklassements gab es bei der zweiten Bergankunft der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt keine Veränderungen. Es führt weiterhin der Brite Adam Yates, der das Leadertrikot am Vortag nach einer Zeitstrafe gegen den bisherigen Gesamtführenden Julian Alaphilippe übernommen hatte. Yates und alle Anwärter auf den Gesamtsieg erreichten das Ziel mit einem Rückstand von gut drei Minuten auf Luzenko.

Bevor die erste Tour-Woche am Wochenende mit zwei Bergetappen zu Ende geht, erhalten am Freitag die Sprinter nochmals Auslauf. Im 168 km langen Teilstück von Millau nach Lavaur sind lediglich drei kleinere Bergpreise zu bewältigen. Auf den letzten 70 km warten aber keine Hindernisse mehr, so dass die endschnellen Leute wie Caleb Ewan oder Sam Bennett zuschlagen könnten.