Rad Strasse

Wegen verschärfter Coronavirus-Bestimmungen Absage notwendig

Der Rad-Klassiker Paris-Roubaix vom Sonntag, 25. Oktober 2020, ist abgesagt. Die Organisatoren sehen sich wegen der Coronavirus-Krise zu diesem Entscheid gezwungen.

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Das Feld fährt über die gefürchteten Passagen mit den Pflastersteinen.

Das Feld fährt über die gefürchteten Passagen mit den Pflastersteinen.

KEYSTONE/EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON

Auf Ersuchen der lokalen Behörden und der Ankündigung des französischen Gesundheitsministers Olivier Véran am Donnerstag, die Region mit Lille und Roubaix in höchste Corona-Alarmbereitschaft zu versetzen, entschlossen sich die Organisatoren, die 118. Ausgabe von Paris-Roubaix abzusagen. Auch nicht stattfinden wird somit die Premiere von Paris-Roubaix der Frauen, die gleichfalls am 25. Oktober hätte erfolgen sollen.

Schon am ursprünglichen Termin am 12. April war der Klassiker verschoben worden, nachdem von der französischen Regierung im Frühjahr Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus ergriffen worden waren. Berühmt für seine Passagen über Pflastersteine ist das 1896 erstmals durchgeführte Paris-Roubaix eines der fünf sogenannten Monumente im Radsport, welche die grössten Eintagesrennen ausserhalb von Weltmeisterschaften umfassen. Drei davon fanden heuer mit Mailand-Sanremo, der Lombardei-Rundfahrt und Lüttich-Bastogne-Lüttich bereits statt. Die Flandern-Rundfahrt soll am Sonntag, 18. Oktober, ausgetragen werden.

Die nächste Auflage von Paris-Roubaix ist nun für den 11. April 2021 geplant. Im vergangenen Jahr hatte der Belgier Philippe Gilbert gesiegt, letzter Schweizer Gewinner in der "Hölle des Nordens" war Fabian Cancellara 2013.