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3:0-Sieg gegen Schaffhausen – Krienser Fussballer lassen sich nicht abschütteln

Der SC Kriens bestreitet sein erstes Challenge-League-Spiel nach der Corona-Pause gegen den FC Schaffhausen erfolgreich und siegt deutlich.

Turi Bucher
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Der Krienser Asumah Abubakar traf mit einem Kopfball zum 3:0.

Der Krienser Asumah Abubakar traf mit einem Kopfball zum 3:0.

Bild: Pius Amrein (Kriens, 20. Juni 2020)

Vaduz und die Grasshoppers siegten am Freitagabend im Rennen um den Barrageplatz deutlich. Der SC Kriens machte es den beiden Klubs und Lausanne-Verfolgern am Samstagabend im ersten Heimspiel seit Februar eindrücklich nach: Kriens besiegte Schaffhausen verdient mit 3:0 (2:0). Die Krienser lassen sich im spannenden Kampf um Rang 2 vorerst nicht abschütteln, bleiben an der Barrage dran.

Eine herrliche und wegen des Coronavirus auf dem Krienser Kleinfeld wochenlang vermisste Krienser Kombination über die (rechte) Seite brachte dem SCK in der 13. Minute die 1:0-Führung ein: Aussenverteidiger Diogo Costa schickte Daniel Follonier in die Tiefe und spurtete gleich selber mit nach vorn. Costa wurde rechts aussen auf Schaffhauser Strafraumhöhe wieder schön von Follonier bedient - Costa passte flach in den Strafraum, wo Stürmer Igor Tadic herbeisprintete und ebenso flach aus sechs Metern Distanz zum 1:0 einschieben konnte.

Kriens setzte gleich aggressiv nach. Stürmer Asumah Abubakar hätte in der 22. Minute im gegnerischen Strafraum besser aufs Tor geschossen als quer zu passen. Aber in derselben Minute noch schickte Albin Sadrijaj seinen WG-Partner Omer Dzonlagic in den Strafraum. Dieser überlupfte Schaffhausen-Torhüter Amir Saipi zum 2:0.

Schutzmasken auf der Bank der Krienser Spieler.
9 Bilder
Der Krienser Igor Tadic beim 1:0.
Der Torschütze zum 2:0, Omer Dzonlagic.
Asumah Abubakar beim Kopfballtor zum 3:0.
Der Krienser Asumah Abubakar.
Der Krienser Daniel Follonier im Zweikampf mit dem Schaffhauser Jan Kronig.
Krienser Stimmung auf den Rängen.
Trainer des SC Kriens, Bruno Berner.
Impressionen aus dem Stadion.

Schutzmasken auf der Bank der Krienser Spieler.

Bilder: Pius Amrein (Kriens, 20. Juni 2020)

Yakin-Elf ziemlich brotlos

Was für ein Krienser Start in die … fast möchte man sagen: Nach-Corona-Spielzeit! Doch genauso wie das Virus noch da ist, blieb auch der FC Schaffhausen im Kleinfeld am Leben. Die Mannschaft von Trainer Murat Yakin war und blieb durchaus angriffig und war viel im Ballbesitz. Aber: insgesamt ziemlich brotlos. Zwei etwas billige Penalty-Reklamationen (35./45.); ein gefährlicher Schlenzer von Gjelbrim Taipi (36.) und ein ungenügender Flachschuss von Yves Kaiser (39.) – das konnten die Gäste aus der Nordschweiz verbuchen.

Der SC Kriens ging verdient mit 2:0 in die Pause. Kriens zeigte sich in der Abwehr stabiler als der Gegner und schlug vorne eiskalt zu: zwei Tore aus drei Chancen.

Kriens baut nach der Pause ab

Kriens hätte bald nach der Pause (49.) das 3:0 erzielen können, ja müssen. Follonier belohnte sich nach einem Solo nicht, schoss darüber. Auf der anderen Seite versuchte Taipi, Schaffhausens Bester, das Spiel des Gästeteams anzukurbeln. Der Anschlusstreffer lag in der Luft. Denn von Kriens kam lange Zeit nichts mehr, der SCK war nur noch mit Defensivarbeit beschäftigt und öffnete bei Ballbesitz dem Schlendrian die Tür. Statt vehementer das 3:0 zu suchen, baute Kriens den Gegner auf. Nur: Die Yakin-Elf vermochte die Offerten nicht anzunehmen, verstrickte sich in harmloses Ballgeschiebe.

Dann, in der 81. Minute, die definitive Entscheidung: Asumah Abubakar köpfelte einen Corner von Dzonlagic zum 3:0 ein. Jetzt resignierten die Schaffhauser endgültig. Kriens-Trainer Bruno Berner meinte nach dem Schlusspfiff: «Ich habe in meinem Team den unbedingten Siegeswillen gespürt. Wir haben dem Gegner nicht viel erlaubt.»

«Wenn auch nur wenige Fans ins Stadion durften, die Unterstützung war einfach herrlich.»

Aber auch Berner wird wissen, dass die Leistung der zweiten Halbzeit keineswegs überzeugend war. Schon am kommenden Mittwoch muss der SC Kriens im nächsten Heimspiel (18.15) gegen Stade Lausanne-Ouchy wieder sein Bestes abrufen.

Kriens – Schaffhausen 3:0 (2:0)

Kleinfeld. – 150 Zuschauer. – SR Wolfensberger.

Tore: 13. Tadic 1:0. 22. Dzonlagic 2:0. 81. Abubakar 3:0.

Kriens: Brügger; Costa (80. Urtic), Alessandrini, Elvedi, Berisha; Follonier, Bürgisser (80. Yesilçayir), Sadrijaj, Dzonlagic (90. Hoxha); Tadic (67. Busset), Abubakar (90. Ulrich).

Schaffhausen: Saipi; Lika (85. Talic), Kaiser (46. Qollaku), Mujcic, Kronig; Imeri (46. Barry); Müller, Taipi (81. Tanzillo). Bislimi (67. Bajrami); Del Toro, Sessolo.

Bemerkungen: Kriens ohne Teixeira, Mijatovic, Wiget, Fanger, Fäh (alle verletzt), Kukeli (Trainerkurs in Albanien) und Osigwe (nicht im Aufgebot). Schaffhausen ohne Krasniqi, Paulinho (beide verletzt) und Bunjaku (gesperrt). Verwarnungen: 50. Berisha, 69. Busset, 79. Taipi (Fouls).