Denis Faccenda verzichtet nach gewichtigen Abgängen auf das Traineramt beim FC Altdorf

Der Zweitligist FC Altdorf muss erneut auf Trainersuche. Denis Faccenda, der für die nächste Saison schon zugesagt hatte, tritt das Amt nicht an. Die Gespräche für eine Nachfolgelösung sind im Gang.

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Denis Faccenda.

Denis Faccenda.

Bild: PD

(ars) Denis Faccenda war der Wunschkandidat für den Trainerposten beim regionalen Zweitligisten Altdorf. Entsprechend gross war die Freude im Club, als das 32-jährige FCA-Urgestein seine Zusage für die nächste Saison gab. Er sollte Nachfolger von Spielertrainer Samuel Lustenberger werden. Doch daraus wir nun nichts: Faccenda, der in den vergangenen drei Jahren als Assistenztrainer beim FC Hergiswil in der 2. Liga interregional tätig war, springt vor dem ersten Mannschaftstraining wieder ab. Sportchef André Lussmann sagt: «Für uns ist das natürlich sehr schade und enttäuschend. Aber das ist Fussball, wir wollen ihm den Entscheid bestimmt nicht verübeln.»

Grund für Faccendas Rückzieher sind die teilweise unerwarteten Abgänge in den vergangenen Wochen. Gleich vier auswärtige Schlüsselspieler verlassen den Verein. Stürmer Calderon Mavembo und Flügel Ali Mourad folgen Lustenberger nach Sins (3. Liga), Mittelfeldspieler Jessy Nimi wechselt zum Erstligisten Schötz. Schwer wiegt vor allem, dass die einheimischen Hoffnungsträger Cédric Gisler und Marco Asaro, die für die kommende Saison als Führungsspieler eingeplant waren, beim SC Goldau in der 1. Liga unterschrieben.

Suche nach interner Lösung

Für den ambitionierten Faccenda war dieser Aderlass zu gross, er wollte mit Altdorf vorne in der Tabelle mitspielen. Die sportliche Zielsetzung des Clubs dürfte nun zumindest vorläufig korrigiert werden, auch wenn sich Sportchef Lussmann dazu nicht äussern will, bevor die Kaderplanung abgeschlossen und der neue Trainer bekannt ist. Lussmann schaut sich derzeit nach zwei bis drei Zuzügen um. Für das Traineramt wird nach einer internen Lösung gesucht. Assistenzcoach ist aktuell Dominic Herger.

Der FC Altdorf verfolgt die langfristige Strategie, in der 2. Liga eine Mannschaft mit jungen Eigengewächsen und maximal zwei auswärtigen Verstärkungen zu stellen. André Lussmann sagt: «Wir strebten einen sanften Umbruch an. Jetzt ist es leider ein radikaler Umbruch geworden.» Denis Faccenda war am Donnerstag für eine Stellungnahme nicht erreichbar.