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Krienser Fussballer scheiden im Cup nach einer schlechten 2. Halbzeit aus

Im Sechzehntelfinal des Schweizer Cup scheidet der SC Kriens nach einer 2:0-Führung noch mit einem 2:4 aus.
Arthur Bucher
Der SC Kriens verliert das Cup Spiel gegen Stade Lausanne-Ouchy im Stadion Kleinfeld. Im Bild der Krienser Elia Alessandrini (grün) gegen Lausannes Roland Ndongo. (Bild: Boris Bürgisser, Kriens, 14. September 2019)

Der SC Kriens verliert das Cup Spiel gegen Stade Lausanne-Ouchy im Stadion Kleinfeld. Im Bild der Krienser Elia Alessandrini (grün) gegen Lausannes Roland Ndongo. (Bild: Boris Bürgisser, Kriens, 14. September 2019)

Das wäre wirklich nicht nötig gewesen: Kriens führte nach 40 Minuten 2:0. Doch die Leistung des SCK in der 2. Halbzeit war schlicht untauglich. Gegner Lausanne-Ouchy spielte viel leidenschaftlicher und verdiente sich den Einzug in die Achtelfinals.

Was war das für ein Auftakt in diesen Cup-Fight! Kriens-Stürmer Nico Siegrist hatte schon nach 47 Sekunden die Torchance zum 1:0. Siegrist schloss seinen Sololauf aufs Gäste-Tor nicht rechtzeitig ab, der Ouchy-Verteidiger spitzelte ihm den Ball noch vom Fuss weg. Nur ein paar Sekunden später wäre das 1:0 für die Waadtländer möglich gewesen: Marco Deley stand ebenfalls alleine vor dem Tor, schoss aber knapp daneben.

Siegrist liess die Krienser dann doch jubeln. Und zwar in der 22. Minute: Nach herrlicher Vorarbeit durch Asumah Abubakar und einer Flanke von Omer Dzonlagic stand Siegrist wie schon zuletzt im Meisterschaftsspiel gegen Winterthur im Fünferraum richtig und konnte zum 1:0 einköpfeln. Abubakar hätte in der 25. Minute das 2:0 erzielen müssen. Der 2:0-Treffer gelang fünf Minuten vor der Pause dafür Liridon Berisha. Der Verteidiger, der am Freitag seinen 22. Geburtstag gefeiert hatte, beschenkte Kriens ebenfalls per Kopfball mit dem 2:0. Und zwar nach einem Eckball: Endlich gelang Kriens nach einem Corner einmal etwas Zählbares.

Schwaches Kriens nach der Pause

Doch der SC Kriens ging nicht mit einem Zweitore-Vorsprung in die Pause. Dass Kriens am eigenen Strafraum einige Male viel zu gefährlich beziehungsweise unvorsichtig den Ball zirkulieren liess, rächte sich in der 42. Minute: Der Krienser Burim Kukeli traf einen Ouchy-Spieler im Strafraum am Bein, der Schiedsrichter diktierte einen Penalty. Nur noch 2:1 – jetzt war klar, die Gäste waren noch längst nicht ausgeschieden.

Dass Challenge-League-Aufsteiger Stade Lausanne-Ouchy (SLO) nicht einfach zwecks Wochenendausflug aus dem Westen angereist war, zeigte er auch nach dem Seitenwechsel richtig eindrücklich. SLO hatte in der Meisterschaft zuletzt Lausanne eindrücklich mit 3:0 niedergerungen und warf sich mit viel Leidenschaft, Engagement und Kampfkraft in diese zweite Halbzeit. Kriens stand nun unter Dauerdruck, vermochte sich nicht aus der Lausanner Umklammerung zu lösen. Das 2:2, die Verlängerung dieses Cup-Fights, lag die ganze Zeit über in der Luft. Ballbesitz schien jetzt beim SCK kein Thema mehr, und wenn doch, waren die Grün-Weissen nicht in der Lage dazu. Es gab nichts, wirklich rein gar nichts Positives mehr zum SC Kriens zu notieren. Man liess den Gegner gewähren, Kriens spielte schwach, sehr schwach, auch irgendwie ohne Leidenschaft. Das 2:2 nach einem Corner und einem Kopfball von Zeki Amdouni war hochverdient für die Westschweizer.

Kriens lässt Ouchy starr vor Schreck gewähren

Aber es kam noch schlimmer für die Krienser: Der SCK sah starr vor Schreck zu, wie der Gegner kombinierte, und Ouchy markierte in der 86. Minute – wieder nach einem Corner – durch den eingewechselten Allan Eleout das 3:2. In der Nachspielzeit gelang Eleout sogar noch das 4:2. Kriens-Captain Burim Kukeli sagte hinterher: «Wir haben eine gute erste Halbzeit gezeigt, viel investiert, aber zu wenig herausgeholt. Aber ich muss auch klar festhalten: In der zweiten Halbzeit haben wir viel zu wenig gezeigt, da waren wir richtig mutlos.» Kukeli weiter:

«Wir haben eine Riesenchance verpasst, um eine Cup-Runde weiterzukommen.»

Dieses 2:4 nach einer 2:0-Führung - es ist letztlich ein ärgerliches, schmerzhaftes, blamables Cup-Ausscheiden des SC Kriens.

Kriens – Stade Lausanne Ouchy 2:4 (2:1)

Kleinfeld. – 900 Zuschauer. – SR Schärli.

Tore: 22. Siegrist 1:0. 40. Berisha 2:0. 42. Oussou (Foulpenalty) 2:1. 83. Amdouni 2:2. 86. Eleouet 2:3. 91. Eleouet 2:4.

Kriens: Brügger; Alessandrini, Elvedi, Berisha; Kukeli; Ulrich (62. Follonier), Bürgisser, Sadrijaj, Dzonlagic (81. Teixeira); Siegrist, Abubakar (73. Costa).

Stade Lausanne-Ouchy: Barocca; Danner, Manière, Le Pogam, Samandjeu; Laugeois, Gaillard; Deley (61. Amdouni), Gazzetta (46. Parapar), Ndongo; Oussou (81. Eleouet).

Bemerkungen: Kriens ohne Urtic, Yesilçayir, Fanger; Lausanne-Ochy ohne Hajrulahu, Mutombo, Lahiouel und Matri (alle verletzt). Verwarnungen: 9. Ulrich, 37. Gaillard, 65. Ndongo, 79. Berisha (alle Foul), 92. Follonier (Reklamieren).

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