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Krienser Fussballer siegen spektakulär

Der SC Kriens gewinnt das Challenge-League-Heimspiel gegen den FC Winterthur 3:2 (2:0).
Turi Bucher
Der Krienser Nico Siegrist (links) ist nach seiner Verletzung zurück. Bild: Nadia Schärli (Kriens, 31. August 2019)

Der Krienser Nico Siegrist (links) ist nach seiner Verletzung zurück. Bild: Nadia Schärli (Kriens, 31. August 2019)

Aufsteiger Stade Lausanne-Ouchy hatte es am Freitagabend vorgemacht und den Super-League-Kandidaten Lausanne-Sport mit einer 3:0-Klatsche auf den kurzen Heimweg geschickt. Die Krienser zogen einen Tag später nach, gingen gegen das klar favorisierte Winterthur nach etwas mehr als einer Stunde 3:0 in Führung. Am Schluss musste Kriens allerdings noch zittern.

Der SC Kriens bot seinen Fans und dem Publikum gegen Winterthur eine hervorragende, begeisternde erste Halbzeit. Ein Spiel auf ein Tor, auf das der Gäste also, Torchancen fast im Fünfminutentakt, Applaus in noch kürzeren Zeitabständen. Winterthur hatte dem nichts, aber auch gar nichts entgegenzusetzen, es gab keine eine einzige Möglichkeit im Strafraum der Krienser. Das lag einerseits am lethargischen Auftritt der Zürcher, andererseits und vor allem am SCK. Kurz gesagt: Kriens bot Challenge-League-Fussball vom Besten und muss – mit solchen Auftritten – keinen Gegner fürchten. Man möchte fast sagen: umgekehrt.

Siegrist und Dzonlagic schiessen die Krienser Tore

Eine weitere wichtige Erfolgsmeldung von Seiten der Krienser: Siegrist ist zurück! Der beste Torschütze der Challenge League in der vergangenen Saison hatte sich kurz vor der Sommerpause eine Bänderverletzung im Fuss zugezogen und beim Saisonstart noch pausieren müssen. Gegen Winterthur war Nico Siegrist in der ersten Halbzeit Doppeltorschütze für Kriens. Der ehemalige Super-League-Profi stand zweimal am richtigen Ort. Er schoss beim 1:0 (17.) aus 10 Metern Distanz souverän halbhoch ins Netz und köpfelte beim 2:0 (29.) den Ball aus zwei Metern über die Torlinie. Grossartig war jeweils die Vorarbeit: Omer Dzonlagic hatte beim 1:0 trickreich und mit einem Querpass in den Strafraum Siegrist bedient. Dario Ulrich hatte beim 2:0 nach einem Sprint in den Strafraum und einer frechen Flanke über Winterthur-Torhüter Raphael Spiegel den Ball milimetergenau Siegrist zugespielt.

Dass es mit dieser krassen Überlegenheit in der zweiten Halbzeit nicht weitergehen konnte, war zu erwarten. Doch zunächst ging die Show dank Kriens weiter. Und zwar mit einem spektakulären Glanzstück: Omer Dzonlagics 3:0 ist ein Kandidat für das «Tor des Jahres», nachzusehen in den Kurzvideos auf der Homepage des Schweizerischen Fussballverbandes. Und für jene, die das Tor lieber lesend «sehen» wollen: Dzonlagic nahm aus 40 Metern Distanz Anlauf zu einem Freistoss – Winterthur-Goalie Spiegel rechnete wie jeder im Stadion mit einem Ball in Richtung Strafraummitte, doch Dzonlagic drehte den Ball raffiniert und wuchtig nach links direkt ins Tor.

Goalie Osigwe rettet in der 92. Minute auf der Linie

Kriens hatte mehr als eine Stunde für Spektakel gesorgt. Und plötzlich musste der SCK doch noch zittern. Ex-Super-League-Profi Romano Buess erzielte in der 74. Minute den ersten Winterthur-Treffer. Eine Minute später reklamierten die Gäste Penalty, stattdessen gab’s eine gelbe Karte für Anas Mahamid. Begründung: Schwalbe. Doch der Winterthurer Anschlusstreffer kam noch - in der 92. Minute durch Luka Sliskovic. Und zum Schluss musste Kriens-Torhüter Sebastian Osigwe noch einen Ball auf der Torlinie erhechten. Dann waren die drei Punkte gesichert.

«Ich freue mich riesig, für uns ist das ein grosser Sieg», sagte Kriens-Trainer Bruno Berner nach dem Abpfiff. «Drei Heimspiele, drei Siege, das gibt uns allen ein gutes Gefühl. Und die beiden Gegentor halten uns für die kommenden Aufgaben wach.» Doppeltorschütze Siegrist meinte: «Wir haben 75 Minuten Vollgas gegeben und gekämpft. Genau das hat Kriens zu bieten. Die letzte Viertelstunde hat uns gezeigt, dass ein Spiel auch bei 3:0 nicht fertig ist und dass wir nur das performen sollen, was wir können.»

Nach der «Nati-Pause» folgt für Kriens das Cup-Heimspiel gegen Liga-Konkurrent Stade Lausanne-Ouchy. In der Meisterschaft geht’s für Kriens erst am Freitag, 20. September weiter. Dann kommen die Grasshoppers aufs Kleinfeld.

Kriens – Winterthur 3:2 (2:0)

Kleinfeld. – 1300 Zuschauer. – SR Jancevski.

Tore: 17. Siegrist 1:0. 29. Siegrist 2:0. 62. Dzonlagic 3:0. 74. Buess 3:1. 92. Sliskovic 3:2.

Kriens: Osigwe; Alessandrini, Elvedi, Berisha; Kukeli; Ulrich, Sadrijaj (92. Fäh), Wiget (64. Yesilçayir), Dzonlagic (70. Costa), Siegrist, Abubakar (82. Hoxha).

Winterthur: Spiegel; Isik (38. von Niederhäusern), Lekaj, Hajrovic, Schättin (71. Hamdiu); Radice (58. Liechti), Taipi, Doumbia, Da Silva (71. Mahamid); Sliskovic, Buess.

Bemerkungen: Kriens ohne Mijatovic, Urtic, Bürgisser und Fanger; Winterthur ohne Callà, Hamdiu und Roth (alle verletzt). 77. Tor von Abubakar wegen Abseits aberkannt. 80. Pfostenschuss Buess.

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