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Ein Auf und Ab: Schötz siegt gegen Luzerns U21 mit 5:2

Schötz schlägt den sehr jungen Luzerner U21-Nachwuchs klar mit 5:2. Unter der Woche gab es aber eine Standpauke vom Trainer.
Stephan Santschi
Der Schötzer Samuel Huber (oranges T-Shirt) gegen Luzerns Luca Tonelli. (Bild: Boris Bürgisser, Schötz, 21. September 2019)

Der Schötzer Samuel Huber (oranges T-Shirt) gegen Luzerns Luca Tonelli. (Bild: Boris Bürgisser, Schötz, 21. September 2019)

Vom 0:5 zum 5:2 innerhalb von nur einer Woche: Die Schötzer 1.-Liga-Fussballer erleben derzeit ein Wechselbad der Gefühle. Am Samstag liessen sie auf die klare Klatsche in Delémont einen deutlichen Heimerfolg gegen die U21-Equipe des FC Luzern folgen. «Wir hatten unter der Woche eine Aussprache, ich habe mich geärgert», erklärte der Schötzer Trainer André Grüter. Auslöser der Diskussionen war nicht nur das 0:5 im Jura, sondern auch die Tatsache, dass er nur mit 14 Akteuren dahin gereist war – ein Ersatzkeeper war sogar überhaupt nicht dabei. Verletzte und Kranke, aber auch Ferien- und Hochzeitsfestabwesende liessen den Kader schrumpfen.

«Wir haben grosse Ziele, wollen uns vorne in der Tabelle klassieren. Aber wir tun nicht alles dafür. In den letzten Runden vor der Winterpause sollten wir dem Fussball wieder alles unterordnen», stellt Grüter klar. Ist die Message bei seiner Mannschaft angekommen? «Heute ja», sagt Grüter nach dem 5:2-Sieg gegen den FCL-Nachwuchs.

Luzern-Trainer Chieffo: «Wir waren wirklich schlecht»

Tatsächlich hatten die Schötzer von Beginn weg alles unter Kontrolle und führten bereits zur Pause mit 3:0. «Wir bewiesen körperliche Präsenz und kamen sehr gut in die Zweikämpfe», fand Mittelfeldspieler Cyrill Gasser, der am Ursprung der ersten beiden Tore stand.

In der 17. Minute köpfelte Labinot Aziri eine Gasser-Flanke aus nächster Nähe ins Netz, in der 22. Minute traf Michael Koch mit einem satten Schuss zum 2:0, nachdem eine Gasser-Hereingabe vom Gegner nur ungenügend abgewehrt worden war. In der 39. Minute sorgte Aziri mit einem Konter bereits für die Vorentscheidung.

«So einfach», meinte FCL-U21-Trainer Sandro Chieffo zu den Gegentoren und setzte sich kopfschüttelnd auf die Trainerbank. Für sein Team ging die emotionale Achterbahnfahrt in die andere Richtung, nach dem 5:1-Heimsieg vor einer Woche gegen den SC Buochs setzte es diesmal eine empfindliche Niederlage für die U21-Auswahl des FCL ab. Ihr Auftritt war so, wie sich der Wissenhusen-Rasen präsentierte – holprig (im Spielaufbau) und löchrig (in der Defensive). «Wir waren wirklich schlecht, es gibt dafür keine anderen Worte», sagte Trainer Chieffo.

Labinot Aziri trifft und trifft und trifft…

Die ältesten Luzerner Junioren mussten erstmals in dieser Saison komplett ohne Hilfe von Kaderspielern des Super-League-Teams auskommen. Goalie Loïc Jacot (zu Chiasso) und Daniel Follonier (Kriens) sind mittlerweile ausgeliehen worden, Eric Tia Chef, David Mistrafovic, Darian Males und Aziz Salah Binous werden im Fanionteam benötigt. Das Durchschnittsalter der Startelf belief sich auf tiefe 18,5 Jahre.

Weder die Jugendlichkeit noch die Platzverhältnisse wollte Chieffo indes als Ausrede für die dürftige Leistung gelten lassen.

«Klar fehlen uns durch die Wechsel eine gewisse Qualität und Stabilität. Jene Spieler, die wir im Aufgebot haben, sind aber auch nicht ohne Grund U21-Spieler des FCL.»

Nach dem Seitenwechsel fanden die Gäste zwar etwas besser ins Spiel, die Hoffnungen auf eine Aufholjagd lösten sich aber in der 61. Minute auf, als Aziri – wieder er – einen Gegenstoss kaltblütig zum 4:0 abschloss. Der 27-jährige Stürmer trifft im Moment wie er will, in sieben Begegnungen hat er neun Mal ins Schwarze getroffen.

Geht die Berg- und Talfahrt weiter?

Am kommenden Samstag geht die sportliche Reise für die beiden Teams weiter. Ob sich auch die Berg- und Talfahrt fortsetzt, wird sich zeigen. Schötz gastiert in Buochs, Luzerns U21 empfängt Muttenz. «Dieses Auf und Ab muss aufhören», fordert Grüter. «Es ist wie mit Kindern», sagt der vierfache Familienvater Chieffo. «Es braucht halt viel Arbeit.»

FC Schötz – FC Luzern II 5:2 (3:0)
Wissenhusen. – 350 Zuschauer. – SR Ovcharov. – Tore: 17. Aziri 1:0, 22. Koch 2:0, 39. Aziri 3:0, 61. Aziri 4:0, 70. Tonelli 4:1, 70. Osaj 5:1, 82. Hermann 5:2. – Schötz: Stadelmann; Boussaha (59. Roth), Rakovan, Huber, Osaj; Stephan, Gasser, Allou (74. Kinis); Aziri (67. Nikmengjaj), Bratanovic, Koch (67. Brzina). FC Luzern II: Berbic; Rüedi, Ajeti (85. Bühler), Freimann, Ukaj; Hermann, Emini, Heric (48. Balaruban); Lang, Tonelli, Molliqaj. –– Bemerkungen: 70. Elfmeter Osaj.

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