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Der SC Kriens ist zu wenig reif für den Barrage-Platz

Der SC Kriens kommt im Heimspiel gegen Stade Lausanne-Ouchy nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus.

Turi Bucher
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Der Krienser Albin Sadrijaj (grün) gegen Lausannes Marko Maletic.
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Der Krienser Albin Sadrijaj (grün) gegen Lausannes Karim Gazzetta.
Der Krienser Asumah Abubakar (grün).
Der Krienser Albin Sadrijaj (grün) gegen Lausannes Karim Gazzetta.
Der Krienser Asumah Abubakar (grün) gegen Lausannes Lavdrim Hajrulahu.
Der Krienser Daniel Follonier (grün) gegen Lausannes Mickael Perrier (links) und Zeki Amdouni.
Der KrienserLiridon Berisha (grün) gegen Lausannes Dario Ulrich.
Der Krienser Albin Sadrijaj (grün) gegen Lausannes Quentin Gaillard.

Der Krienser Albin Sadrijaj (grün) gegen Lausannes Marko Maletic.

Lz / Boris Bürgisser / LZ / Boris Bürgisser

Nach den Unentschieden der Grasshoppers (gegen Winterthur) und von Vaduz (in Lausanne) wäre für den SC Kriens gestern mit einem Sieg der Sprung auf Rang 2 Realität geworden. Rang 2 bedeutet am Ende der Saison: zwei Aufstiegsspiele zur Super League! Doch Kriens vermochte gegen Stade Lausanne-Ouchy die Chance nicht zu packen: «Wir haben in diesem Spiel Höhen und Tiefen durchlebt», sagte SCK-Trainer Bruno Berner am Schluss. Berner konnte seinen Ärger an der Seitenlinie nicht verbergen. Kriens hatte an diesem Abend im Kleinfeld ganz einfach nicht genug Reife und Klasse, um sich die drei Punkte zu sichern.

Aber: «Wir sind immer noch heiss auf den zweiten Rang», versprach der Krienser FCL-Leihspieler Daniel Follonier, der den SCK in der 55. Minute 2:1 in Führung geschossen hatte. Follonier weiter: «Es ist immer noch alles möglich. Am Samstag wollen wir in Vaduz im Minimum einen Punkt holen.»

Ein unerträgliches Fehlpass-Festival

Der SC Kriens machte gegen Stade Lausanne-Ouchy (SLO) allerdings nicht den Eindruck, als ob er in der Tabelle der Challenge League Vaduz und den Grasshoppers wehtun wollte. Und schon gar nicht dem Gästeteam von SLO auf dem Kleinfeld-Kunstrasen. Kriens spielte schwach, langweilig. Klar, man wollte dem mit cleverem Konterfussball agierenden Gegner aus der Westschweiz nicht ins offene Messer laufen. Aber dieses Fehlpass-Festival des SCK war schon ziemlich unerträglich. Fehlzuspiele, die nicht unter Druck und nicht in Bedrängnis produziert wurden, dafür aber im Dutzend.

Der Krienser Albin Sadrijaj (rechts) im Luftduell gegen Lausannes Marko Maletic.

Der Krienser Albin Sadrijaj (rechts) im Luftduell gegen Lausannes Marko Maletic.

Bild: Boris Bürgisser (Kriens, 24. Juni 2020)

Die Lausanner gaben nach einer halben Stunde einen ersten Warnschuss ab: Quentin Gaillard traf aus 20 Metern die Latte. Nach einem Foul von Albin Sadrijaj an der Krienser Strafraumgrenze lupfte Bijan Dalavan den Freistoss über die Mauer ins SCK-Tor. Das Stellungsspiel von Osigwe-Ersatz Pascal Brügger im SCK-Tor war nicht über alle Zweifel erhaben. Der schöne Freistoss wäre allerdings so oder so schwierig zu halten gewesen. Glücklich ging Kriens trotzdem mit einem Unentschieden in die Pause: Zwei Minuten nach dem Rückstand flankte der starke Follonier in den Ouchy-Strafraum. Der Kopfball von Stürmer Igor Tadic prallte via Gästeverteidiger Steeve Samandjeu zum 1:1 ins gegnerische Tor.

Follonier gelang in der 55. Minute mit einem scharfen Flachschuss die SCK-Führung. Aber Kriens zeigte nun, dass es nicht reif für den Barrage-Platz ist. Das Spiel wurde dem Gegner überlassen, und der sagte in der 87. Minute «Merci beaucoup». Wie der eingewechselte Dylan Tavares in den Krienser Strafraum sprinten und das 2:2 erzielen konnte, war der Schlusspunkt hinter eine Kriens-Leistung, die nicht zufriedenstellte.

Kriens – Lausanne-Ouchy 2:2 (1:1)
Kleinfeld. – 850 Zuschauer. – SR Von Mandach.
Tore: 37. Dalvand 0:1. 39. Tadic 1:1. 55. Follonier 2:1. 87. Tavares 2:2.

Kriens: Brügger; Costa (83. Urtic), Elvedi, Alessandrini, Berisha; Follonier, Bürgisser (66. Yesilçayir), Sadrijaj, Dzonlagic (75 Busset); Tadic (46. Ulrich), Abubakar (83. Hoxha).

Stade Lausanne-Ouchy: Guedes; Dalvand, Hajrulahu, Samandjeu, Perrier; Amdouni (80. Laugeois), Gazzetta (57. Tavares), Gaillard; Deley (57. Parapar), Lahiouel (57. Ndongo), Maletic (57. Oussou).

Bemerkungen: Kriens ohne Teixeira, Mijatovic, Wiget, Fanger, Fäh (alle verletzt), Kukeli (Trainerkurs) und Osigwe (nicht im Aufgebot). SLO ohne Eleouet, Mutombo und Danner (alle verletzt). 30. Lattenschuss Gaillard. Total 8 Verwarnungen (3 Kriens/5 SLO).