Fussball: Abstiegskampf in der 2. Liga regional spitzt sich zu

In der regionalen 2. Liga zittert die halbe Liga um den Klassenerhalt. An der Tabellenspitze bleibt einzig die Frage, wer den Aufstiegsfavoriten Emmenbrücke ins Oberhaus begleitet.

Michael Wyss
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Littau mit David Bajor (links) kämpft gegen den Abstieg, während sich Emmen mit Paolo Studer (rechts) als Vierter keine Sorgen mehr machen muss. Bild: Philipp Schmidli (Littau, 15. September 2018)

Littau mit David Bajor (links) kämpft gegen den Abstieg, während sich Emmen mit Paolo Studer (rechts) als Vierter keine Sorgen mehr machen muss. Bild: Philipp Schmidli (Littau, 15. September 2018)

Nervenflattern ist angesagt beim Gros der Zweitligisten, die am Wochenende in die Rückrunde starten. Der Blick auf die Tabelle bestätigt dies. Zwischen Obergeissenstein (5. Rang) und Küssnacht (12.) klafft eine Differenz von lediglich 9 Punkten. Pikant: Es kann bis drei zu Absteiger geben, je nach Anzahl Teams aus der 2. Liga inter, die aus dem IFV-Gebiet runter kommen. Deshalb sagt SCOG-Trainer Micha Egli: «Wir wollen uns möglichst schnell vom Abstiegskampf entfernen und punkten. Wir werden von Beginn weg gefordert sein.» Die Stärke sieht Egli im Kollektiv, Team- und Vereinsspirit. «Zusammen können wir das schaffen. Es benötigt jeden Einzelnen im Verein auf dem Weg zu unseren sportlichen Zielen.» Ein Vorteil: die Kicker von der Wartegg haben in der Winterpause keine Fluktuation erlebt.

Den Mahnfinger hebt Pren Spaqi, Trainer des Luzerner SC: «Die Tabelle ist trügerisch. Wir sind Sechster, aber noch lange nicht aus dem Schneider. Das Abstiegsgespenst sitzt natürlich im Nacken, da die Liga sehr ausgeglichen ist. Ich hoffe, dass wir frühzeitig den Ligaverbleib sichern können.» Nebst Verletzungssorgen muss Spaqi auch die Abgänge von den beiden Routiniers Ivan Procopio und Emanuel Duzmani (beide zu Emmenbrücke) verschmerzen. Das Mittelfeld bekleiden Schattdorf (7.), Stans (8.) und Gunzwil (9.). Dieses Trio muss sich vorerst der hinteren Tabellenregion widmen.

Herbert Baumann ist zurück beim FC Littau

Mitten im Abstiegskampf befindet sich Littau (10.), das neu von Herbert Baumann trainiert wird. Der Littauer hat im Winter Thomas Zwimpfer abgelöst und wechselte zu seinem Stammverein zurück. Wieso steigt Littau nicht ab? «Die Breite des Kaders, der positive Teamgeist, gute und eigene Junioren, die sich aus der Juniorenzeit kennen und hier ihre Wurzeln und Herz haben, sind wichtige Faktoren», glaubt der frühere Profi des FC Luzern.

Auch Hochdorf (11.) zittert, trainiert von Edi von Moos: «Wir wollen schnell aus dem Abstiegssumpf weg und einen guten Mittelfeldplatz anstreben. Ich bin zuversichtlich, dass uns das gelingt, denn wir haben im Team viele junge und hungrige Spieler, die fussballerisch stark sind und ein gutes Kollektiv bilden.» In Abstiegsgefahr ist Küssnacht (12.), das knapp über dem Strich liegt. Auf dem ersten Relegationsplatz befindet sich Sins (13.). Trainiert werden die Oberfreiämter von Moreno Merenda. Der ehemalige Profi sagt: «Unser Ziel kann nur der Ligaerhalt sein, alles andere wäre Unsinn und nicht glaubwürdig. Wir müssen über den Kampf ins Spiel finden. Die Aufgabe im Frühling wird nicht einfach, doch wir können das als Team meistern.» Die Aargauer stehen zusammen mit Sursee II (14.) am Tabellenende.

Im Aufstiegskampf startet Leader Emmenbrücke aus bester Position in die zweite Saisonhälfte. Die Reserve auf Cham II (3.) beträgt sechs Punkte. FCE-Präsident Franco Gulli gibt die Marschrichtung aber bekannt und fordert: «Wir wollen den Aufstieg, das ist klar. Wenn du an erster Stelle stehst, kannst du nur dieses Ziel verfolgen. Zudem gehört der FCE in höhere Sphären.»

Verstärkt haben sich die Gelb-Schwarzen von Jean-Daniel Gross mit Emanuel Duzmani, Ivan Procopio (beide LSC), Shpend Matoshi (Muri) und Gabriel Ranzenberger (Rotkreuz).

Cham II und Emmen lauern hinter der Spitze

Mit einem Spitzenplatz liebäugelt auch der Gemeinde-Rivale Emmen (4.) mit Trainer Dragan Bijorac: «Die Weiterentwicklung meiner Spieler und der Einbau eigener Nachwuchsspieler geniesst Priorität. Sportlich wünsche ich mir, dass wir so lange wie möglich an der Tabellenspitze mitmischen und die Grossen ärgern können.» Rotkreuz (2.) und Cham II komplettieren das Spitzenquartett und gehören zu den Aufstiegskandidaten.