Ad Astra Sarnen geht als klarer Aussenseiter in Playout-Serie

Sarnen unterliegt Waldkirch-St.Gallen 4:14 und muss sich auf einen harten Abstiegskampf gefasst machen.

Melk von Flüe
Hören
Drucken
Teilen
Ad Astra Sarnen hat weiterhin schwierige Aufgaben vor sich.

Ad Astra Sarnen hat weiterhin schwierige Aufgaben vor sich.

Simon Abächerli

Das letzte Qualifikationsspiel von Ad Astra Sarnen war ein Spiegelbild der gesamten Saison. Die Obwaldner erhielten einmal mehr eine Lektion in Sachen Abgebrühtheit, Passgenauigkeit und Abschlussstärke – dieses Mal von Waldkirch-St.Gallen. Besonders hervorzuheben an der 4:14-Heimniederlage: die 24. Minute. Durch einen Doppelschlag innert neun Sekunden kam Ad Astra von 0:4 auf 2:4 heran, nur um 13 Sekunden später das 2:5 und weitere elf Sekunden danach das 2:6 zu kassieren. Davon erholte sich das Heimteam nicht mehr. Weil gleichzeitig Thun gegen Langnau gewann, rutschte Ad Astra ans Tabellenende ab und muss nun im Abstiegskampf gegen die stärksten Gegner antreten – zuerst in einer Best-of-seven-Serie gegen Uster.

Die Ausbeute von sechs Punkten aus 22 Spielen zum Ende der Qualifikation liest sich nicht schön. Nur zwei Partien gewannen die Sarner, zum Teil fielen die Niederlagen haushoch aus. Das Torverhältnis (minus 115) spricht Bände. Die Bilanz von Präsident André Küchler ist entsprechend durchzogen. Man habe eine harte Saison erwartet, aber sie sei dann doch härter gewesen als gedacht. Als Aufsteiger musste sich Sarnen zuerst an das viel höhere Tempo und Spielniveau in der NLA anpassen. «Zieht man unsere Mittel und das Verletzungspech in Betracht, haben wir die Erwartungen erfüllt», resümiert Küchler.

Das Obwaldner Publikum ist ein Lichtblick

Er spricht damit auch auf die langwierigen Verletzungen von Lauri Liikanen, Noah Boschung und Kaapo Saivnainen an. Dadurch fehlte im ohnehin schmalen Kader viel offensive Power. Ad Astra hat von allen NLA-Teams mit Abstand am wenigsten Tore erzielt. Freude bereitete Küchler das Obwaldner Publikum. Obwohl es mit einer Ausnahme – dem Sieg über Thun – zu Hause ausschliesslich Niederlagen absetzte, kamen stets um die 500 Zuschauer an die Spiele. «Das ist grossartig und zeigt, dass Obwalden Freude an Spitzen-Unihockey hat», sagt Küchler. Auf Anhieb weist Ad Astra den vierthöchsten Zuschauerschnitt der NLA auf. Die Unterstützung des Sarner Publikums wird das Team von Eetu Vehanen in der bevorstehenden Playout-Serie gegen Uster, die am Sonntag mit einem Auswärtsspiel beginnt, benötigen. Küchler sieht den Partien gegen den Abstieg realistisch entgegen. «Es wird schwierig und es muss alles für uns laufen. Aber es ist nicht unmöglich, die Serie zu gewinnen.» Küchlers Optimismus kommt nicht von ungefähr: Im Auswärtsspiel gegen Uster holte sich Ad Astra einen Punkt. Dennoch werden die Sarner in der Serie der klare Aussenseiter sein.

Unihockey

NLA. Männer. 22. und letzte Runde: Ad Astra Sarnen – Waldkirch-St.Gallen 4:14. Rychenberg Winterthur – Zug 3:5. Grasshoppers – Malans 8:3. Wiler-Ersigen – Uster 8:1. Köniz – Chur 11:3. Thun – Langnau 5:4. – Rangliste: 1. Wiler-Ersigen 58. 2. Grasshoppers 56. 3. Köniz 46. 4. Malans 43. 5. Zug 43. 6. Waldkirch-St.Gallen 33. 7. Rychenberg Winterthur 33. 8. Chur 27. 9. Uster 23. 10. Langnau 21. 11. Thun 7. 12. Sarnen 6.

Ad Astra Sarnen – Waldkirch-St.Gallen 4:14 (0:3, 2:5, 2:6)
Dreifachhalle. – 480 Zuschauer. – SR Bühler/Bühler. – Tore: 7. Gasparik (Holenstein) 0:1. 16. Gross (Conzett) 0:2. 20. Schiess (Holenstein) 0:3. 21. Jordan (Schiess) 0:4. 24. (23:13) Durot (Furrer) 1:4. 24. (23:22) Cornel von Wyl (Basil von Wyl) 2:4. 24. (23:35) Büsser 2:5. 24. (23:46) Chiplunkar (Schiess) 2:6. 27. Schiess (Jordan) 2:7. 30. Schiess (von Pritzbuer) 2:8. 41. Jordan (Schiess) 2:9. 42. Roman Schöni (Marco Schöni) 3:9. 44. von Pritzbuer (Schiess) 3:10. 49. Chiplunkar (Eschbach/Ausschluss Dubacher) 3:11. 52. Conzett (Eschbach) 3:12. 56. Conzett (Eschbach) 3:13. 58. Liikanen 4:13. 59. Jordan (Schiess) 4:14.
Ad Astra: Britschgi; Kunelius, Markström; Berchtold, Läubli; Höltschi; Cornel von Wyl, Basil von Wyl, Jonas von Wyl; Marco Schöni, Roman Schöni, Liikanen; Dubacher, Durot, Markus Furrer; Gnos.