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Ad Astra Sarnen ist chancenlos gegen die Topteams der Liga

Ad Astra schlägt sich gegen GC Unihockey wacker, verliert das Heimspiel jedoch mit 3:6. Tags darauf ist der Meister eine Nummer zu gross.
Für den Sarner Marc Dubacher (am Ball) gibt es gegen drei Zürcher kein Durchkommen. Bild: Dominik Wunderli (Sarnen, 28. September 2019)

Für den Sarner Marc Dubacher (am Ball) gibt es gegen drei Zürcher kein Durchkommen. Bild: Dominik Wunderli (Sarnen, 28. September 2019)

GC Unihockey machte am Samstag die Aufwartung in der Sarner Dreifachhalle. Eine happige Aufgabe für den noch punktelosen Aufsteiger Ad Astra Sarnen. Manch einer durfte sich darum die Augen gerieben haben, als sich dem Sarner Captain Roman Schöni in der 27. Spielminute gar die Chance auf die erstmalige Führung für das Heimteam bot. Beim Stand von 2:2 durfte er zu einem Penalty antreten, den er jedoch neben das Tor setzte. Die Führung für Ad Astra wäre zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient gewesen, die Sarner hielten gut mit und verteidigten aufopfernd. Die spielerische Qualität der Zürcher machte sich jedoch nur wenige Sekunden später wieder bemerkbar: Göldi spielte Laely nach einer schönen Ballstafette im Slot frei, dieser liess Britschgi im Tor keine Abwehrchance und traf zum 2:3. Nach einer Druckphase der Gäste traf Graf aus kurzer Distanz einige Minuten später zum 2:4. Diese Führung liessen sich die Zürcher in der Folge nicht mehr nehmen und brachten den Sieg über die Runden.

Ad Astra lässt Chancen aus

Bereits im Startdrittel ärgerten sich die Sarner über ausgelassene Chancen und das bereits im aller ersten Einsatz des Spiels. Die Gäste legten erwartungsgemäss los wie die Feuerwehr und setzten das Heimteam von Beginn weg unter Druck. Die Sarner schienen jedoch darauf vorbereitet und kamen der Führung sehr nahe: Cornel von Wyl und Robin Markström verfehlten jedoch beide aus besten Abschlusspositionen in der Startminute das Tor. GC zog sein Spiel unbeirrt fort und wurde in der sechsten Minute dafür belohnt: Sarnens Hintermannschaft brachte den Ball im Slot nicht weg, GC-Topskorer Riedi reagierte am schnellsten und traf zum 0:1. Einen der wenigen Fehler im Spielaufbau von Ad Astra nützte Nationalspieler Christoph Meier in der 9. Minute eiskalt zum 0:2 aus. «Solche Gegentore, welche aufgrund von vermeidbaren Eigenfehlern entstehen, schmerzen extrem», ärgerte sich Ad Astra-Verteidiger Roger Berchtold. Allerdings muss man den Sarnern zugutehalten, dass sie die Fehlerrate am Samstag tief halten konnten. Die restlichen vier Tore der Zürcher an diesem Abend waren allesamt schön herausgespielt. Und klar, das eine oder andere Mal rettete auch Britschgi im Tor stark für Ad Astra. «Aber dazu ist ein Torhüter ja da», meinte Teamkollege Berchtold augenzwinkernd. «Schade ist, dass wir im Schlussdrittel nicht nochmals herankommen. Ich hatte das Gefühl, dass durchaus etwas drin gelegen wäre», meinte Berchtold nach Spielschluss enttäuscht. Die erneut zahlreich erschienenen Zuschauer in der Sarner Dreifachhalle gaben dem Heimteam trotz der Niederlage nach Spielschluss Standing Ovations – was auch Berchtold auffiel: «Das ist ein schönes Zeichen dafür, dass wir einiges gut gemacht haben. Aber das reicht halt gegen ein Topteam wie GC trotzdem noch nicht. Im Schwingen würde man sagen, dass man auch mal einen Eidgenossen auf den Rücken legen muss, wenn man einen Kranz gewinnen will. Das muss unser nächstes Ziel sein», so Berchtold redegewandt.

Eine Lehrstunde vom Meister erhalten

Die nächste Chance dazu bot sich Ad Astra bereits am Sonntag. Mit dem SV Wiler Ersigen wartete jedoch der amtierende Schweizer Meister auf die Sarner und somit erneut ein richtig schwerer Brocken. Und die Berner waren für die Obwaldner mindestens eine Nummer zu gross. Zehn Minuten waren gespielt, als die mit zwei Weltmeistern gespickte Paradeformation des Heimteams bereits drei Mal zugeschlagen hatte. Das Spiel war damit schon früh entschieden. Wiler Ersigen hielt das Tempo in der Folge hoch, die Sarner waren oft überfordert. Am Ende resultierte eine brutale 0:11-Niederlage und die Sarner konnten sich bei Torhüter Amrein bedanken, dass sie nicht noch mehr Gegentore kassierten. Das einzig Positive nach diesem Sonntagabend: Eine schwierigere Aufgabe als auswärts beim Meister antreten zu müssen, wird die Sarner nicht mehr erwarten. (jh)


Sarnen – GC Unihockey 3:6 (1:2, 1:2, 1:2)
Dreifachhalle. – 462 Zuschauer. – SR Leholk/Pauli. – Tore: 6. Riedi (Zürcher) 0:1. 9. C. Meier 0:2. 18. M. Schöni (Durot) 1:2. 26:21 R. Schöni (Markström/Ausschluss Rüegger) 2:2. 27:45 Laely (Göldi) 2:3. 35. Graf (Rüegger) 2:4. 45. Graf (Johnsson/Ausschluss B. von Wyl) 2:5. 58. Zürcher (Riedi) 2:6. 59:45 Markström 3:6. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Sarnen; 2-mal 2 Minuten gegen GC. – Sarnen: Britschgi; Höltschi, Markström; Kunelius, Berchtold; Läubli, Kramelhofer; Dubacher, R. Schöni, C. von Wyl; B. von Wyl, M. Schöni, Durot; Eberhardt, J. von Wyl, Gnos. – GC: Unternährer; Dürler, Graf; Maurer, Bier; Kindler, Zürcher; Laely, Göldi, Rüegger; Johnsson, Zolliker, Stocker; Riedi, Meier, Steiger. – Bemerkungen: Sarnen ohne Amrein, Furrer und Bitterli (alle Ersatz), Boschung, Liikanen und Savinainen (alle verletzt). 27:09 R. Schöni verschiesst Penalty. 47. Timeout Sarnen. Sarnen ab 54. teilweise ohne Torhüter und mit 6. Feldspieler.

Wiler Ersigen – Sarnen 11:0 (3:0, 3:0, 5:0)
Grossmatt, Kirchberg. – 424 Zuschauer. – SR Schädler/Preisig. – Tore: 4. Dudovic (Pylsy) 1:0. 7. Pylsy (Bürki) 2:0. 10. Pylsy (Dudovic) 3:0. 24. Rentsch (C. Mutter) 4:0. 37. Pylsy (Dudovic) 5:0. 39:59 Dudovic (Bürki/Ausschluss Höltschi) 6:0. 42. Alder (Ziehli) 7:0. 44. Rentsch (Bischofberger) 8:0. 46. Affolter (Rentsch) 9:0. 53:25 Rentsch 10:0. 53:33 Alder (Hofbauer) 11:0. – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Wiler Ersigen; 3-mal 2 Minuten gegen Sarnen. – Wiler Ersigen: Flury; Bürki, Savonen; Bischofberger, Ziehli; Hollenstein, Moser; Louis, Pylsy, Dudovic; Rentsch, C. Mutter, Affolter; Alder, Hofbauer, Wälchli. – Sarnen: Amrein; Höltschi, Markström; Kunelius, Berchtold; Läubli, Kramelhofer; Dubacher, R. Schöni, C. von Wyl; B. von Wyl, M. Schöni, Durot; Eberhardt, Bitterli, J. von Wyl; Gnos. – Bemerkungen: Sarnen ohne Britschgi (Ersatz), sowie Boschung, Liikanen und Savinainen (alle verletzt). 43. Rentsch verschiesst Penalty. 44. Timeout Sarnen. 51. C. von Wyl verletzt ausgeschieden.

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