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Ad Astra Sarnen rüstet sich für die NLA

Rund einen Monat nach dem Aufstieg ins Oberhaus steht das Grundgerüst des Kaders von Ad Astra Sarnen für die erste NLA-Saison. Vier Abgängen stehen bislang ebenso viele Zuzüge gegenüber.
Der Finne Tatu Eronen erzielte in seinen vier Saisons für Ad Astra über 100 Meisterschaftstore. (Bild: Corinne Glanzmann (Sarnen, 9. Januar 2019))

Der Finne Tatu Eronen erzielte in seinen vier Saisons für Ad Astra über 100 Meisterschaftstore. (Bild: Corinne Glanzmann (Sarnen, 9. Januar 2019))

Gross war der Jubel in Obwalden nach dem erstmaligen NLA-Aufstieg von Ad Astra Sarnen in der Vereinsgeschichte von. Nur sechs Wochen später hat das Team von Cheftrainer Eetu Vehanen die Vorbereitung für die nächste Spielzeit in Angriff genommen – mit einigen Veränderungen im Kader. «Schon vor den Playoffs stand fest, dass der Kern des Teams beisammenbleiben wird – unabhängig von der Liga-Zugehörigkeit», lässt Vehanen wissen. Trotzdem hat sich die Ausgangslage nach dem Aufstieg etwas verändert. «Gegenüber dem Vorjahr möchten wir das Kader breiter abstützen», so Vehanen.

Drei verdiente Spieler aus den Reihen von Ad Astra haben sich nach dem Aufstieg entschieden, den Stock an den Nagel zu hängen. Markus Abegg war im Jahr 1992 Teil der ersten Juniorenmannschaft von Ad Astra und blieb seinem Stammverein mit Ausnahme von sechs Wanderjahren bei den Grasshoppers und Luzern immer treu. Der Entscheid zurückzutreten, fiel dem 35-Jährigen keinesfalls leicht: «Ad Astra und Unihockey bedeuten mir extrem viel. Aber die Zeit steht nicht still. Mittlerweile bin ich ins Alter gekommen, der Körper zeigt Abnützungserscheinungen und mit der Geburt meiner Tochter haben sich die Prioritäten etwas verschoben.» Ebenfalls auf dem Höhepunkt tritt Roman Zurmühle ab. Der bald 30-jährige Kägiswiler hat bereits den Aufstieg von Ad Astra in die NLB vor sieben Jahren entscheidend mitgeprägt und will nun den Aufwand etwas reduzieren.

Zwei neue Finnen und zwei Rückkehrer

Während vier Jahren streifte der Finne Tatu Eronen (32) das rot-schwarze Ad Astra-Shirt über. In dieser Zeit fiel der gross gewachsen Finne vor allem durch seine Torgefährlichkeit auf, er erzielte er über 100 Meisterschaftstore. Trotz des Rücktritts wird Eronen seine Zelte in der Schweiz aber nicht abbrechen. Ebenfalls nicht mehr für Sarnen spielen wird Roman Pass (35). Der langjährige estnische Nationalspieler war während der letzten beiden Saisons Bestandteil der Ad Astra-­Defensive. Wohin der Weg des Routiniers führt, ist noch unklar.

Zumindest anzahlmässig konnten die Sarner die vier Abgänge wettmachen. Von Luzern kehren Marcel Kramelhofer und Daniel Gnos zurück. Der 26-jährige Kramelhofer spielte bereits vor seinem Transfer nach Luzern während zwei Jahren in Sarnen. Der bald 21-jährige Gnos ist ein Sarner Eigengewächs, welches seine Chance in der ersten Mannschaft von Ad Astra packen will.

Heraus ragt bei den Zuzügen jedoch Kaapo Savinainen. Der 26-jährige Finne spielte in der vergangenen Saison für Uster in der NLA und erzielte im Schnitt einen Skorerpunkt pro Partie. Mit Jaska Kunelius (33) zieht es einen weiteren Finnen nach Obwalden. Kunelius wechselt aus der höchsten finnischen Liga zu Ad Astra. Bei Sarnen treffen Kunelius und Savinainen auf einen ehemaligen Teamkollegen: Mit Lauri Liikanen spielten die beiden bei Happee Jyväskylä zusammen. Den Zuzug von Savinainen bezeichnet er als absoluten Wunschtransfer: «Mit seiner Spielintelligenz und seinem Leadership soll er als Mittelstürmer von Beginn weg eine zentrale Rolle einnehmen.»

Kunelius wechselt in einer Doppelrolle nach Sarnen. Einerseits wird der routinierte Finne mit der Erfahrung von fast einem Dutzend Saisons in der «Salibandyliiga» die Sarner Hintermannschaft verstärken. Andererseits wird der 33-Jährige als Juniorencoach (U14/U16) engagiert. «Kunelius bietet uns ein optimales Paket. Er ergänzt das Fanionteam auf dem Feld mit seiner Erfahrung und ist im Juniorenbereich jener Fachmann, den wir benötigen für die Betreuung unserer Nachwuchstalente», sagt Präsident André Küchler. Beide Finnen unterschrieben für vorerst eine Saison mit Option auf eine Zweite bei Ad Astra. «Die Vorfreude auf einen speziellen Klub und die wunderschöne Gegend wächst von Tag zu Tag», so Kunelius. Im Gegensatz zu Savinainen, der bereits mit seinen neuen Teamkollegen in den Trainingsbetrieb eingestiegen ist, wird Kunelius aller Voraussicht nach erst Anfang ­August in Sarnen eintreffen.

Kaderplanung noch nicht ganz abgeschlossen

Mit den vier Zuzügen steht das Grundgerüst. Ganz abgeschlossen ist die Kaderplanung noch nicht: «Wir noch mit Spielern im Gespräch und werden diese in Probetrainings beobachten. Gut möglich, dass wir unser Kader noch gezielt ergänzen werden», so Vehanen. Klar ist, dass kein Ausländer mehr nach Sarnen kommen wird: Aufgrund der neuen Ausländer-Regelung vom Verband dürfen maximal vier Ausländer pro Team auf dem Matchblatt notiert werden. (jh)

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