Ad Astra Sarnen will zurück in die Erfolgsspur

Die Sarner Uniohockeyaner bestreiten am Wochenende die Playout-Spiele zwei und drei. Die Obwaldner den 0:1-Rückstand gegen Uster wettmachen.

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Der 30-jährige Jonas Höltschi ist überzeugt, dass Ad Astra Sarnen den Ligaerhalt sicherstellt.

Der 30-jährige Jonas Höltschi ist überzeugt, dass Ad Astra Sarnen den Ligaerhalt sicherstellt.

Bild: André Düsel (Winterthur, 23. November 2019)

Resultatmässig missglückte Ad Astra Sarnen der Auftakt in die NLA-Playout-Serie gegen den UHC Uster. Mit 3:2 ging Spiel eins an die Zürcher, somit stehen die Obwaldner bereits leicht mit dem Rücken zur Wand. Um die Serie zu entscheiden, werden vier Siege benötigt. Im Lager der Sarner sei man darum noch nicht beunruhigt, sagt Verteidiger Jonas Höltschi: «Ein Sieg im Startspiel wäre definitiv im Bereich des Möglichen gewesen. Umso ärgerlicher, dass wir es nicht gepackt haben. Der Verlauf der Partie hat jedoch gezeigt, dass wir mit Uster absolut mithalten können.

Ziel für das Wochenende ist, mindestens einen Sieg in den beiden Partien einzufahren.» Weil die Halle in Uster am Sonntag belegt ist, haben die beiden Teams das Heimrecht für die Spiele zwei und drei getauscht. Die nächste Begegnung morgen Samstag findet erneut in Uster statt (17.30, Buchholz), ehe am Sonntag das erste Heimspiel der Serie für Ad Astra auf dem Programm steht (19.00, Dreifachhalle). «Klar spielen wir lieber zu Hause in Sarnen als auswärts. Aber ob das nun am Samstag oder am Sonntag ist, spielt absolut keine Rolle. So gesehen, ist das weder ein Vor- noch ein Nachteil», weiss Höltschi.

«Den Schalter im Kopf umlegen»

Vor Jahresfrist spielte sich Ad Astra Sarnen in einen regelrechten Lauf und gewann in den NLB-Playoffs Spiel um Spiel. Heuer sieht die Formkurve und die Erfolgsquote ganz anders aus. Erfolgserlebnisse in Form von Siegen waren in der Premierensaison in der NLA für die Obwaldner eine rare Angelegenheit. «Als ambitionierter Sportler geht man immer mit der Einstellung ins Spiel, gewinnen zu wollen. Auch wenn man sich bewusst ist, dass man Aussenseiter ist, so wie wir das in dieser Saison eigentlich immer war», umschreibt Höltschi die Ausgangslage.

Um in der entscheidenden Phase der Saison wieder auf die Erfolgsstrasse einbiegen zu können, müsse darum «der Schalter im Kopf umgelegt werden können», sagt Höltschi. «Es macht einen grossen Unterschied, ob wir mit der Einstellung ins Spiel gehen, den Platz in der NLA verlieren zu können, oder aber einen Platz in der NLA für die nächste Saison zu sichern.» Diesen mentalen Aspekt hinzukriegen, sei jedoch schwieriger als es tönt, meint der 30-jährige Luzerner: «Was wir jedoch nie aus dem Hinterkopf verlieren dürfen, ist, dass unsere Ausgangslage sogar besser als vor Jahresfrist ist. Wir müssen lediglich eine Serie für uns entscheiden, dann haben wir unser Ziel erreicht. Wir haben daher mehr zu gewinnen als zu verlieren.»

Torproduktion muss gesteigert werden

Neben dem für Aussenstehende nur schwer erkennbaren mentalen Aspekt war am vergangenen Wochenende gut ersichtlich, in welcher Hinsicht sich Ad Astra steigern muss, um Uster besiegen zu können. Die offensive Ausbeute liess mit lediglich zwei erzielten Treffern zu wünschen übrig. Höltschi: «Das Auftaktspiel war beidseitig geprägt von einer risikoarmen Spielweise. Einfach mehr Risiko zu nehmen, um zu Chancen zu gelangen, wäre jedoch nicht der richtige Ansatz. Wir müssen mehr Zug zum Tor an den Tag legen, wenn sich die Chancen dafür bieten. Der letzte Zacken Entschlossenheit hat in unserem Offensivspiel am vergangenen Sonntag gefehlt. Darin können wir uns definitiv steigern», moniert Jonas Höltschi. Können die Obwaldner den offensiven Sparflammen-Modus ablegen und die Torproduktion steigern, stehen die Chancen gut, am Wochenende in der Serie den ersten Sieg einzufahren. (PD/le)

NLA-Männer, Playout

Best-of-seven-Serie. 1. Runde: Uster (9. der Qualifikation) – Ad Astra Sarnen (12.) 3:2 (1:1, 1:0, 1:1); Stand 1:0. – 2. Runde. Samstag. 17.30: Uster – Sarnen (Buchholz). – Livestream auf swissunihockey.tv. – 3. Runde. Sonntag. 19.00: Sarnen – Uster (Vereinshalle). Livestream auf luzernerzeitung.ch