Allmends Tennis-Männer stehen im NLB-Final

Die Frauen von Luzern Lido und Allmend Luzern kämpfen am Samstag um den Meistertitel.

Albert Krütli
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Raphael Lustenberger und Allmend Luzern treffen am kommenden Sonntag im NLB-Final entweder auf Teufenthal oder Winterthur.

Raphael Lustenberger und Allmend Luzern treffen am kommenden Sonntag im NLB-Final entweder auf Teufenthal oder Winterthur.

Bild: Pius Amrein (Luzern, 19. September 2020)

Mit einer überzeugenden Teamleistung haben die Männer von Allmend Luzern im NLB-Interclub bereits eine Runde vor Schluss den Gruppensieg sicher. Die Mannschaft von Coach Philipp Dillschneider gewann zu Hause gegen Lugano 1903 souverän mit 8:1, realisierte damit den vierten Sieg in Serie, liegt mit 29 Punkten neun Zähler vor Seeblick ZH und kann damit nicht mehr vom Leaderthron gestürzt werden. Denn bei Punktgleichheit würde die Direktbegegnung zählen – und die haben die Luzerner gegen die Zürcher mit 6:3 für sich entschieden. «Zum Abschluss der Gruppenphase wollen wir aber auch gegen Neuchâtel gewinnen, denn Erfolgserlebnisse sind die beste Vorbereitung für den Final», sagt Dillschneider. Heisst: Allmend wird in Bestbesetzung antreten und nur Spieler schonen, die angeschlagen sind.

Einen Tag nach dem Heimspiel vom kommenden Samstag gegen die Neuenburger reist das Allmend-Team nach Biel, wo im Leistungszentrum von Swiss Tennis der NLB-Meister und damit auch der NLA-Aufsteiger ermittelt wird. Luzerns Kontrahent heisst entweder Teufenthal oder Winterthur. Zum Abschluss der Gruppe 2 ist Tabellenführer Teufenthal (25 Punkte) spielfrei. Winterthur (18 Punkte) trifft auswärts auf Horgen und muss 7:2 gewinnen, um sich für den Final zu qualifizieren, denn die Winterthurer gewannen die Direktbegegnung mit 6:3. «Wir wollen NLB-Meister werden, nachdem wir unter meiner Führung bisher zweimal Zweiter geworden sind», sagt der Allmend-Coach. Von den Klassierungen her würde Dillschneider Teufenthal vorziehen, «aber man weiss ja nie im Voraus, mit welchen Akteuren der Gegner antritt. Aber ich traue den starken Winterthurern den Finaleinzug zu, auch wenn sie sich zuletzt beim 5:4-Sieg gegen Büsingen schwertaten.» Die Topspieler von Winterthur heissen Sandro Ehrat (N1.4), Leandro Riedi (N2.12), Raphael Baltensberger (N2.13), Jeffrey Von der Schulenburg (N2.15) und Jerôme Kym (N2.26) – eine geballte Ladung von Klasse also. Teufenthal kann da mit Yannick Steinegger (N2.21), dem Deutschen Frank Wintermantel (N2.28) und Patrik Hartmeier (N3.44) nicht mithalten.

Showdown im Derby der Zentralschweizerinnen

Für Allmend Luzern spricht neben seiner Ausgeglichenheit vor allem der ausgeprägte Teamgeist, der Zusammenhalt: Dillschneider spricht von einer «Familie», in der jeder für jeden bis zum Äussersten kämpft.

Ob Allmends Männer den Titel holen, wird sich zeigen – fest steht, dass bei den Frauen der NLB-Pokal in der Zentralschweiz bleibt. Luzern Lido empfängt am Samstag Allmend Luzern zum Derby. Nach dem 3:3 von Lido gegen Les Iles Sion und dem 4:2-Erfolg von Allmend gegen Dählhölzli Bern ist die Ausgangslage für die NLA-Promotion klar: Leader Lido kann sich zum Abschluss sogar eine 2:4-Niederlage leisten, Allmend muss 5:1 gewinnen.

Dass Luzern Lido gegen Sion nur drei Punkte holte, lag am Einsatz von Ylena In-Albon, die im Duell der beiden Nummern eins Tina-Nadine Smith keine Chance liess. Nach dem ausgeglichenen Startsatz (4:6) und dem 0:2 im zweiten Durchgang musste die Partie in die Halle nach Adligenswil verlegt werden, wo die Walliserin kein Game mehr abgab. Dazu kam, dass Sions zweites Doppel gegen Jessica Crivelletto und Chiara Volejnicek nach dem 0:6 plötzlich gross auftrumpfte, den zweiten Satz 6:4 gewann und schliesslich auch das Champions-Tiebreak mit 10:5 für sich entschied. «Trotzdem freuen wir uns jetzt auf eine spannende Partie gegen Allmend. Wir sind äusserst motiviert», sagte Volejnicek.

Das trifft selbstredend auch auf Allmend Luzern zu, das am Samstag krankheitshalber auf seine Nummer eins, Kristina Milenkovic, verzichten musste. Zudem stand Coach Corinne Erni, auch im Doppel ein sicherer Wert, nur im Einzel zu Verfügung. Die Rollenverteilung ist klar: Lido ist der grosse Favorit, Allmend der klare Aussenseiter.

Tennis

Interclub. NLB. Männer. Gruppe 1. 4. Runde: Allmend Luzern – Lugano 8:1. Rapperswil – Seeblick ZH 4:5. Neuchâtel – Thun 7:2. – Rangliste (alle 4 Spiele): 1. Allmend Luzern 29. 2. Seeblick ZH 20. 3. Lugano 19. 4. Neuchâtel 18. 5. Rapperswil 15. 6. Thun 7. – Bemerkung: Bei Punktgleichheit entscheidet die Direktbegegnung, Allmend Luzern damit vorzeitig Gruppensieger. – 5. und letzte Runde. Samstag, 12.00: Allmend Luzern – Neuchâtel, Thun – Rapperswil, Lugano – Seeblick ZH.

Allmend Luzern – Lugano 1903 8:1
Adam Moundir (N1.7) s. Riccardo Maiga (N2.16) 6:3, 6:4. Jonas Schär (N2.18) s. Gabriele Moghini (N3.36) 4:6, 6:2, 6:3. Mischa Lanz (N2.24) s. Luca Margaroli (N3.37) 6:1, 6:7, 6:3. Raphael Lustenberger (N2.28) s. Giulio Sassi (N4.79) 6:1, 6:1. Noah López (N3.47) s. Christian Kühne (N4.96) 6:3, 6:3. Timo Lanz (N3.66) s. Carlo Venturini (N4.120) 6:1, 6:3. Moundir/Lustenberger v. Maiga/Margaroli 6:7, 2:6. Mischa Lanz/Schär s. Sassi/Kühne 6:1, 7:6. López/Timo Lanz s. Moghini/Pietro Pellanda (R1) 7:5, 6:2.

Gruppe 2. 4. Runde: Winterthur – Büsingen 5:4. Horgen – Teufenthal 0:9. Belvoir ZH spielfrei. – Rangliste: 1. Teufenthal 4/25. 2. Winterthur 3/18. 3. Büsingen 3/14. 4. Horgen 3/11. 5. Belvoir ZH 3/4.– 5. und letzte Runde. Samstag, 12.00: Horgen – Winterthur, Büsingen – Belvoir ZH, Teufenthal ist spielfrei. – Modus: Sieger Final der beiden Gruppenersten (Allmend Luzern – Teufenthal oder Winterthur) vom Sonntag, 27. September, 12.00 im Leistungszentrum von Swiss Tennis in Biel steigt in die NLA auf, keine Absteiger.

NLB. Frauen. 4. Runde: Luzern Lido – Les Iles Sion 3:3. Allmend Luzern – Dählhölzli BE 4:2. Zug spielfrei. – Rangliste: 1. Luzern Lido 3/15. 2. Allmend Luzern 3/12. 3. Zug 3/9. 4. Dählhölzli BE 3/7. 5. Les Iles Sion 4/5. – 5. und letzte Runde. Samstag, 26. September, 12.00: Luzern Lido – Allmend Luzern, Dählhölzli BE – Zug. Les Iles Sion spielfrei. – Modus: Gruppensieger steigt in die NLA auf, kein Absteiger.

Luzern Lido – Les Iles Sion 3:3
Tina Nadine Smith (N2.19) v. Ylena In-Albon (N2.11) 4:6, 0:6. Sandy Marti (N3.34) s. Julie Schalch (N4.52) 6:3, 6:1. Jessica Crivelletto (N4.55) s. Mélanie Bornet (R1) 6:0, 6:2. Chiara Volejnicek (N4.57) s. Jessica Morisod (R1) 6:0, 6:1. Smith/Samira Giger (N4.72) v. In-Albon/Schalch 2:6, 2:6. Crivelletto/Volejnicek v. Morisod (R1)/Magali Chételat (R2) 6:0, 4:6, 5:10.

Allmend Luzern – Dählhölzli BE 4:2
Sina Amrhein (N4.63) v. Yaëlle Rosina Etter (R2) 1:6, 6:7. Corinne Erni (R1) s. Eveline Egger (R2) 6:4, 7:5. Florence Fischer (R1) s. Jori Lenting (R3) 6:1, 7:5. Lea Amrhein (R3) s. Fabienne Egger (R5) 6:1, 6:0. Sina Amrhein/Lea Amrhein v. Etter/Egger 5:7, 6:2, 6:10. Fischer/Joëlle Aimée Condrau (R5) s. Lenting/Egger 5:7, 6:4, 10:8.

NLC. Männer. 4. Runde. Gruppe 4: Meggen – Aarau 4:5. Wohlen Niedermatten – Horgen 3:6. Wettswil – Basler LTC 6:3. – Nachtragsspiel 1. Runde: Meggen – Wettswil 9:0. – Rangliste (alle 4 Spiele): 1. Meggen 26. 2. Horgen 19. 3. Basler LTC 12. 4. Aarau 11. 5. Wettswil 11 6. Wohlen Niedermatten 10. – 5. Runde und letzte Runde. Sonntag, 17. September, 9.00: Horgen – Meggen.

Meggen – Aarau 4:5
Yanis Moundir (N4.71) v. Kevin Jordi (N4.104) 4:6, 6:4, 4:6. Tim Srkala (N4.120) v. Noè Cavallini (R1) 6:3, 2:6, 3:6. Andrin Casanova (N4.142) s. Arturo Roth (R3) 4:6, 6:4, 6:3. Urs-Florian Widow (R1) s. Olivier Meyer (R3) 6:3, 6:4. Sinan Kasap (R5) v. Michael Frey (R6) 4:6, 7:5, 5:7. 6. Einzel gewinnt Meggen wo. Srkala/Widow v. Jordi/Roth 4:6, 6:4, 14:16. Moundir/Meo Trinkler (R2) v. Cavallini/Meyer 4:6, 4:6. 3. Doppel gewinnt Meggen wo.

Meggen – Wettswil 9:0 (Nachtragsspiel)
Moundir s. Dominique Gilli (R1) 6:1, 6:0. Srkala s. Darius Elia Kuster (R3) 6:4, 6:3. Casanova s. Adrian Schalbetter (R4) 6:0, 6:0. Moritz Bernhoerster (R1) s. Kevin Urech (R4) 6:4, 4:6, 6:1. Widow s. Felix Möhle (R6) 6:2, 6:0. Moundir/Srkala s. Kuster/Schalbetter 6:2, 6:2. Casanova/Trinkler s. Gilli/Möhle 6:2, 6:1. 3. Doppel gewinnt Meggen wo.

Gruppe 6: St. Gallen – Allmend Luzern nicht gemeldet. Weinfelden – Niederurnen 2:6. Thalwil – Uster nicht gemeldet. – Rangliste: 1. St.Gallen 3/19. 2. Uster 3/16. 3. Niederurnen 4/15. 4. Thalwil 3/9. 5. Allmend Luzern 3/8. 6. Weinfelden 4/7. – 5. und letzte Runde. Samstag, 14.00: Allmend Luzern – Weinfelden.

Gruppe 7: Scheuren – Horw 7:2. Genève E.V. 1 – Herzogenbuchsee 6:3. Sporting BE – Lutry 7:2. – Nachtrag 3. Runde: Horw – Genève E.V. 1 0:0*. – Rangliste (alle 4 Spiele): 1. Genève E.V. 1 23. 2. Herzogenbuchsee 21. 3. Scheuren 17. 4. Lutry 12. 5. Sporting BE 10. 6. Horw 7. – 5. und letzte Runde. Samstag, 14.00: Horw – Herzogenbuchsee.

Scheuren – Horw 7:2
Luis Löffler (N4.100) s. David Limacher (N4.110) 6:1, 6:3. Patrick Steinmetz (N4.111) s. Maximilian Müller (R1) 6:2, 6:0. Albin Marovci (R1) v. Jakob Bodziony (R3) 3:6, 2:6. Plüm Thitikorn Stähli (R2) s. David Suma (R4) 6:0, 6:0. Noa Ballaman (R3) s. Markus Mike Winiger (R4) 6:0, 6:0. 6. Einzel gewinnt Scheuren wo. Löffler/Marovci v. Limacher/Müller 3:6, 6:4, 5:10. Steinmetz/Stähli s. Bodziony/Suma 6:0, 6:2. 3. Doppel gewinnt Scheuren wo.

Gruppe 8: Morges – Zug nicht gemeldet. Kleinbasel – Pully 4:5. Brugg – Old Boys BS nicht gemeldet.– Rangliste: 1. Pully 4/21. 2. Old Boys BS 3/12. 3. Kleinbasel 4/11. 4. Morges 3/8. 5. Zug 3/6. 6. Brugg 3/5. – 5. und letzte Runde. Samstag, 12.00: Zug – Brugg. Modus: Keine Aufsteiger, keine Absteiger.

NLC. Frauen. 4. Runde. Gruppe 2: Lancy-Fraisiers – Luzern Lido 0:0*. Wohlensee – Dufour II 3:3. Horgen spielfrei. – Rangliste: 1. Luzern Lido 4/8. 2. Horgen 3/6. 3. Wohlensee w/5. 4. Dufour 2 3/5. 5. Lancy-Fraisiers 3/2. – 5. und letzte Runde: Luzern Lido spielfrei.– Modus: Keine Aufsteiger, keine Absteiger. * Eine Begegnung wird 0:0 gewertet, wenn bei schlechtem Wetter nicht in eine Halle ausgewichen werden kann, es zu viele Spielerabsenzen gibt oder kein Ersatzdatum gefunden werden kann.