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Altdorfer Handballer beenden lange Durststrecke

Im zehnten Anlauf hat es endlich geklappt: Der KTV Altdorf holt seinen ersten NLB-Saisonsieg und liefert beim 28:25-Heimerfolg über die SG Wädenswil/Horgen erst noch eine überzeugende Vorstellung ab.
Urs Hanhart
Der Altdorfer Keeper Christian Amrein pariert zwei Siebenmeter gegen die SG Wädenswil-Horgen und hält 53 Prozent aller Abschlüsse der Gäste. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 24. November 2018)

Der Altdorfer Keeper Christian Amrein pariert zwei Siebenmeter gegen die SG Wädenswil-Horgen und hält 53 Prozent aller Abschlüsse der Gäste. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 24. November 2018)

Die Erleichterung bei Spielern, Staff und Fans des vormaligen Tabellenvorletzten Altdorf war riesengross, als der erste Saisonsieg nach neun vergeblichen, zum Teil knapp gescheiterten Versuchen unter Dach war. «Das Team hat eine tolle Reaktion gezeigt. Ich war schon vor diesem Spiel sehr zuversichtlich, dass es hinhauen wird. Unsere Akteure sind mit Vorfreude und Überzeugung aufs Spielfeld gegangen, so wie noch nie in dieser Saison», sagte KTV-Trainer Sebastian Munzert nach dem Schlusspfiff.

Tatsächlich war der unbedingte Siegeswillen in diesem immens wichtigen Kellerduell gegen den vormaligen Ranglistenneunten Wädenswil/Horgen schon von der ersten Sekunde an zu erkennen. Die Platzherren starteten überaus fulminant und schlossen in den ersten acht Minuten jeden Angriff mit einem Torerfolg ab, wobei sich vor allem Rechtsaussen Fabian Auf der Maur, der in der Startphase gleich dreimal skorte, und Rückraumhüne Marius Kasmauskas, der zweimal traf, speziell hervortaten. Gleichzeitig glänzte Keeper Christian Amrein mit starken Paraden. Er machte zu Beginn alles unschädlich, was auf seinen Kasten zugeflogen kam, darunter einen Siebenmeter. Altdorf führte schnell mit 5:0 und baute den Vorsprung bis zur elften Minute sogar auf sechs Längen (8:2) aus. Im Gegensatz zu einigen anderen Partien in dieser Saison, in denen ähnlich grosse Polster wieder verspielt wurden, blieben die Gastgeber konzentriert und hielten den Gegner auf Distanz. Zumindest in der ersten Halbzeit gab es diesmal keine Schwächephase zu sehen. Den zweiten Durchgang konnten die nicht nur offensiv, sondern auch defensiv – nicht zuletzt dank der Rückkehr von Abwehrspezialist Kevin Ledermann ins Team – überzeugenden Urner mit einem relativ beruhigenden Abstand (Pausenstand 15:10) in Angriff nehmen.

Einen möglichen Kantersieg vergeben

Nach dem Seitenwechsel bäumten sich die von einer grossen mitgereisten Fangruppe nach vorne gepeitschten Zürcher energisch gegen die drohende Niederlage auf. Zunächst mit Erfolg, denn sie kamen etwas näher heran. Doch die KTV-Truppe gab Gegensteuer und kaufte so dem Gegner den Schneid sichtlich etwas ab. Zwischenzeitlich schienen die nun völlig entfesselten Hausherren sogar einem Kantersieg entgegen zu steuern. Zwölf Minuten vor Schluss wurde die Reserve erstmals zweistellig (24:14). Mit dem sicheren Sieg vor Augen schlichen sich bei den Urschweizern aber wieder altbekannte Mängel ein. Es kam zu mehreren leichtsinnigen Ballverlusten, die von den Gästen postwendend mit Gegentreffern bestraft wurden. Letztlich retteten die Gelb-Schwarzen einen relativ knappen Vorsprung von drei Toren (28:25) über die Ziellinie. Allerdings gerieten sie nie in Gefahr, den ersten Vollerfolg in der laufenden Saison noch aus der Hand geben zu müssen.

«In der Schlussphase ist in unseren Reihen etwas Nervosität aufgekommen. Dadurch haben wir noch einige unnötige Treffer kassiert», erklärte Munzert, fügte aber gleich noch an: «Wenn man bedenkt, dass wir in der Vorbereitungsphase ein Testspiel gegen Wädenswil/Horgen mit 15 Toren Unterschied verloren haben, dürfen wir durchaus stolz sein auf diesen Sieg. Wir haben ein super Zeichen gesetzt.» Herausragende Akteure in den Reihen der Urner waren der rechte Flügel Fabian Auf der Maur, der sieben Bälle im Netz versenkte, und insbesondere auch Schlussmann Christian Amrein, der sich in absoluter Hochform präsentierte und nicht weniger als 53 Prozent der gegnerischen Würfe unschädlich machte.

Durch die ergatterten zwei Punkte ist Altdorf vom vorletzten auf den 12. Tabellenplatz vorgerückt. Allerdings beträgt der Abstand auf Schlusslicht Pfadi/Yellow Winterthur, das völlig überraschend den Tabellenvierten Stans in die Schranken wies, noch immer nur gerade einen Zähler.

NLB. 10. Runde: Altdorf – SG Wädenswil/Horgen 28:25. Emmen - Möhlin 26:28. SG Yellow/Pfadi Winterthur – Stans 33:28. HS Biel – Steffisburg 26:29. Lakers Stäfa – Birsfelden 32:28. STV Baden – Solothurn 21:23. Endingen – Kadetten Espoirs SH 38:27.

Rangliste: 1. Endingen 20. 2. Lakers Stäfa 18. 3. Möhlin 16. 4. Stans 14. 5. Kadetten Espoirs SH 12. 6. Solothurn 11. 7. Birsfelden 11. 8. STV Baden 10. 9. Steffisburg 7. 10. SG Wädenswil/Horgen 5. 11. Emmen 5. 12. Altdorf 4. 13. HS Biel 4. 14. SG Yellow/Pfadi Winterthur 3.

Altdorf – Wädenswil/Horgen 28:25 (15:10)

Feldli. – 280 Zuschauer. – SR Hitz, Lämmler.

Altdorf: Amrein (1), Fabio Arnold; Kasmauskas (4), Gisler, Ivan Fallegger (3), Aschwanden, David Arnold (2), Szabo, Flavio Fallegger, Ledermann, Auf der Maur (7), Henrich (5), Adamcik (1), Zildzic (5).

Wädenswil/Horgen: Schäfer, Steiner; Affentranger (3), Sandro Gantner (4), Daniel Gantner (2), Pospisil (3), Pascal Gantner (5), Kälin (1), Christian Gantner, Kummer (1), Wolfer (3), Karlen (3), Gretler.

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