KTV Altdorf will den ersten Heimsieg

Der KTV Altdorf ist in dieser Saison zu Hause noch ohne Punkte. Auch gegen Baden dürfte es am Samstagabend schwierig werden, diese Durststrecke zu beenden.

Urs Hanhart
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Kann Kreisläufer Tomas Adamcik seine Torgefährlichkeit gegen Baden morgen Abend in der Feldli-Arena erneut unter Beweis stellen? (Bild: Urs Hanhart, Altdorf, 9. Januar 2018)

Kann Kreisläufer Tomas Adamcik seine Torgefährlichkeit gegen Baden morgen Abend in der Feldli-Arena erneut unter Beweis stellen? (Bild: Urs Hanhart, Altdorf, 9. Januar 2018)

Der KTV Altdorf und der STV Baden kreuzen am Samstag in der Feldli-Arena (Anpfiff 18 Uhr) zum neunten Mal die Klingen. In den bisherigen acht Meisterschaftsduellen konnten sich die Aargauer fünfmal durchsetzen, während die Urner dreimal siegreich blieben. Allerdings hat der momentan sechstplatzierte STV Baden in den letzten Jahren deutlich an Spielqualität zugelegt. Altdorf hingegen stagnierte oder baute sogar etwas ab. In den letzten drei Direktbegegnungen hatte Baden jeweils deutlich das bessere Ende für sich. Die Statistik spricht also für die Gäste, ebenso die bisher in der noch jungen Meisterschaft gezeigten Leistungen. Baden, das zum erweiterten Kreis der Aufstiegsaspiranten gezählt wird, ist mit Siegen über Wädenswil/Horgen und Steffisburg sowie einem Unentschieden gegen Birsfelden solide gestartet. Einzig der knappe 26:27-Taucher gegen Aussenseiter Stans fällt negativ aus der Reihe. Demgegenüber nimmt sich die bisherige Ausbeute von Altdorf mit nur einem Remis aus vier Spielen sehr bescheiden aus. Fairerweise gilt es aber zu bedenken, dass es die KTV-Truppe mit deutlich schwereren Gegnern zu tun bekam als Baden.

Aufwärtstendenz am Kreis

Nach dem harzigen Start ins Meisterschaftsrennen mit den – sicherlich budgetierten – Niederlagen gegen die Spitzenteams Stäfa, Schaffhausen und Solothurn ist der Mannschaft von Neo-Trainer Sebastian Munzert zuletzt zumindest ein halber Befreiungsschlag gelungen. Vor zwei Wochen brachte sie völlig überraschend das Kunststück fertig, dem zu den heissesten Aufstiegsanwärtern gezählten TV Möhlin in dessen Halle einen Punkt abzuluchsen. Mit diesem Coup bewiesen die Altdorfer, dass sie sich auch vor grossen Gegnern nicht zu verstecken brauchen. Ein ähnlicher Exploit ist jetzt sicherlich auch gegen Baden nötig, um endlich auch in der eigenen Halle zu einem Erfolgserlebnis zu kommen.

Kreisläufer Adamcik kommt in Fahrt

Dass es in Möhlin unerwartet mit dem ersten Punktgewinn hinhaute, lag insbesondere auch daran, dass erstmals die Kreisanspiele gut klappten. Dadurch konnte der zuvor etwas blass gebliebene, neu verpflichtete Kreisläufer Tomas Adamcik sein Können zum ersten Mal in dieser Saison so richtig aufblitzen lassen. Er nutzte alle seine sechs Möglichkeiten und münzte diese in Torerfolge um. Man darf gespannt sein, ob es Adamcik auch vor heimischem Publikum gelingt, ähnlich stark aufzutrumpfen. Um gegen Baden bestehen zu können, müssen aber nicht der ehemalige slowakische Internationale, sondern alle Akteure in den Reihen der Gelb-Schwarzen ihr Leistungspotenzial ausschöpfen. Eine Durchschnittsleistung dürfte wohl kaum ausreichen, um die Durststrecke in der Feldli-Halle zu beenden.

5. Runde. Samstag: KTV Altdorf – STV Baden (18.00, Feldli-Arena). – Rangliste (alle 4 Spiele): 1. Endingen 8 (123:85). 2. Kadetten Espoirs Schaffhausen 8 (126:105). 3. Lakers Stäfa 4/8 (130:116). 4. Möhlin 7 (120:105). 5. Solothurn 4/6 (109:99). 6. STV Baden 5 (124:109). 7. Birsfelden 4/5 (113:107). 8. BSV Stans 4 (103:108). 9. Biel 2 (113:121). 10. Emmen 2 (107:127). 11. KTV Altdorf 1 (106:120). 12. SG Wädenswil/Horgen 0 (111:126). 13. SG Yellow/Pfadi Winterthur 0 (106:125). 14. Steffisburg 0 (89:127).