Am Ende fehlt dem Grossdietwiler Fabian Steffen der krönende Abschluss

Fabian Steffen kann auf seine bisher erfolgreichste Zehnkampf-Saison zurückblicken.

Stefanie Barmet
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Fabian Steffen aus Grossdietwil beim Hürdensprint. Bild: Hanspeter Roos

Fabian Steffen aus Grossdietwil beim Hürdensprint. Bild: Hanspeter Roos

In seiner ersten U23-Saison erhöhte der Grossdietwiler Fabian Steffen seine Zehnkampfbestleistung auf 7014 Punkte. Dank dieser Steigerung kann er die Schweiz am Mehrkampf-Europacup in der Ukraine vertreten. An den Schweizer U23-Meisterschaften in Winterthur gewann er im Weitsprung sowie im Stabhochsprung Bronze und im Speerwerfen die Silbermedaille.

Die Mehrkampf-SM in Hochdorf sollten den Abschluss dieser starken Saison bilden. «Gemeinsam mit meinem Trainer Rolf Bättig war die Planung auf diesen Wettkampf ausgerichtet. Ich hatte mir im Vorfeld zwar keine konkrete Punktzahl vorgenommen, jedoch mit einer Leistung im Bereich meiner persönlichen Bestleistung geliebäugelt.» Wider Erwarten gelang dem Grossdietwiler, der zurzeit Teilzeit die Berufsmatura absolviert und nebenbei in einem 30-Prozent-Pensum an der PH Luzern arbeitet, nicht der beste Wettkampf. «Ich war extrem motiviert, aber der letzte Zehnkampf der Saison verlief gar nicht zufriedenstellend. In allen Disziplinen fehlte das gewisse Etwas.» Die Leistungen über 100 m (11,59), im Weitsprung (6,82 m) sowie im Kugelstossen (12,32 m) waren alle noch im Rahmen. «Einen richtigen Abschiffer bildete aber der Hochsprung, wo ich mit 1,80 m deutlich unter meiner persönlichen Bestleistung von 1,90 m blieb.» Auch der Tagesabschluss über 400 m gelang nicht wunschgemäss. Der 20-Jährige blieb mit 53,36 Sekunden auch hier über 1,3 Sekunden hinter seiner Bestleistung zurück.

Persönliche Bestleistung im Diskuswerfen

Auch der Start in den zweiten Tag misslang Fabian Steffen. «16,51 Sekunden benötigte ich über die Kurzhürden, womit ich meine persönliche Bestleistung um 1,3 Sekunden verpasste. Ab dem Winter werde ich in dieser Disziplin mit Nationaltrainer Raphael Monachon zusammenarbeiten und einige Änderungen vornehmen.» Mit dem Stab folgten 4,30 m. Auch in dieser Disziplin ist der Athlet des STV Altbüron schon höher gesprungen. Ein kleiner Befreiungsschlag gelang im Diskuswerfen. Mit 35,99 m steigerte er seine bisherige Bestleistung um 24 Zentimeter. «Dies zeigt, dass sich das Training gelohnt hat.» Nicht ganz nach Wunsch lief es danach im Speerwerfen, wo er eine Weite von 54,54 m erreichte. «Im Training warf ich schon deutlich weiter, leider konnte ich dies noch nicht im Wettkampf umsetzen.» Den abschliessenden 1500-Meter-Lauf galt es danach noch durchzustehen. In 4.52,27 Minuten blieb der Grossdietwiler auch da deutlich über seiner Bestleistung, die bei 4.37,88 Minuten steht.

«Sich nach zwei schlechten Wettkampftagen dafür zu motivieren, fällt nicht einfach. Der 1500-Meter-Lauf zeigt meistens auf, wie die anderen Disziplinen verliefen.» Mit 6647 Punkten verpasste er seine persönliche Bestleistung klar. Im Feld der Aktiven klassierte sich Steffen dennoch auf dem guten 5. Rang. In der U23-Wertung gewann er hinter U20-Europameister Simon Ehammer (Teufen/7735) und U23-EM-Teilnehmer Finley Gaio (Liestal/7497) Bronze. «Dass ich doch noch eine Medaille gewinnen konnte, freut mich natürlich.» Über die ganze Saison fällt das Fazit positiv aus. «Es gab sehr viele Highlights. Unter anderem bildete die Teilnahme am Mehrkampf-Europacup ein einmaliges Erlebnis. Ich werde alles daran setzen.»

Nino Portmann siegt bei den Junioren

Eine Kategorie tiefer zeichnete sich Nino Portmann für einen Innerschweizer Sieg verantwortlich. Der Athlet der LA Nidwalden war als Mitfavorit in den Wettkampf gestiegen. Im Hinterkopf hatte er neben dem möglichen SM-Titel auch die Marke von 7000 Punkten. Mit 6834 Zählern verpasste er diesen Wert und seine persönliche Bestleistung (6967) zwar. Er setzte sich aber mit 142 Punkten Vorsprung klar vor seinem stärksten Konkurrenten Nik Mathys (Turicum) durch. Über 400 m (51,17), die Kurzhürden (14,97), im Kugelstossen (13,21 m) sowie im 1500-Meter-Lauf (5.11,45) realisierte der 19-Jährige persönliche Bestleistungen. «Über den Gewinn des Titels freue ich mich sehr. Im Grossen und Ganzen gelang mir ein guter Wettkampf. Keine Disziplin war überragend oder richtig schlecht.» Eine weitere SM-Medaille gewann Fabio Küchler (TSV Rothenburg) im Sechskampf der U16 mit Rang 3.