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An die nationale Spitze gestürmt

An den Innerschweizer Einkampfmeisterschaften bleibt Tina Baumgartner bei ihrer Premiere über 400 Meter Hürden deutlich unter der Limite für die U18-EM. Die 16-Jährige räumt zudem fünf Medaillen ab.
Stephanie Barmet
Tina Baumgartners einsames Rennen über 400 m Hürden. (Bild: Hanspeter Roos (Luzern, 27. Mai 2018))

Tina Baumgartners einsames Rennen über 400 m Hürden. (Bild: Hanspeter Roos (Luzern, 27. Mai 2018))

Die Nidwaldnerin Tina Baumgartner kann auf ein erfolgreiches Wochenende zurückblicken. An den Innerschweizer Einkampfmeisterschaften trat sie in sechs Disziplinen an – mit einer U18-EM-Limite, je zweimal Gold und Silber sowie einer Bronzemedaille im Gepäck trat sie die Heimreise an. Am wertvollsten ist dabei die Leistung über 400 Meter Hürden einzustufen.

Gleich beim ersten Start in dieser Disziplin unterbot die 16-Jährige mit 61,18 Sekunden die Limite für die U18-EM um über zwei Sekunden und stürmte an die Spitze der nationalen U18-Bestenliste. Dabei war sie sogar schneller als die Zürcherin Lena Wernli, die im vergangenen Jahr am EYOF – dem «European Youth Olympic Festival» – die Bronzemedaille gewonnen hatte.

Die U18-EM findet vom 5. bis 8. Juli in Györ (Ungarn) statt. «Im Vorjahr bin ich erstmals über 300 Meter Hürden gestartet – die Disziplin gefiel mir auf Anhieb. Nachdem ich an Auffahrt bereits eine gute Zeit über 300 Meter Hürden aufgestellt hatte, wusste ich, dass die Limite möglich war. Mit so einer Zeit habe ich aber nicht gerechnet.» In Luzern lief die Beckenriederin, die seit 2,5 Jahren in der Gruppe von Thomi Rymann in Sarnen trainiert, ein einsames Rennen an der Spitze und siegte mit fast drei Sekunden Vorsprung auf die Zweitplatzierte. «Ich konnte meinen eigenen Rhythmus laufen und mich auf mich konzentrieren.» Diese Zeit ist umso erstaunlicher, weil Tina Baumgartner Mehrkämpferin ist, der 400-Meter-Hürdenlauf jedoch keine Disziplin des Siebenkampfes ist. «Die erste Priorität liegt nach wie vor beim Mehrkampf. Mir gefällt die Vielseitigkeit. Am meisten Punkte hole ich jeweils über 100 Meter Hürden und über 800 Meter, meine Lieblingsdisziplinen sind die Sprünge sowie die Hürden.»

Ihre Vielseitigkeit stellte sie auch in Luzern unter Beweis. Über 200 Meter holte sie Gold, im Hochsprung und über 100 Meter Hürden Silber, im Weitsprung Bronze und auch im Kugelstossen verpasste sie das Podest als Viertplatzierte nur knapp. Momentan absolviert die 16-Jährige, die durch ihre Cousine zur Leichtathletik kam, ein soziales Zwischenjahr in einer Familie. Im Sommer wird sie eine gestreckte 4-jährige Lehre als Gärtnerin Zierpflanzen beginnen. Die Schweiz in Györ gemeinsam mit ihrer Trainingskollegin Nadine Odermatt, die die Limite im Hochsprung erfüllt hat, zu vertreten, würde ihr sehr viel bedeuten. «Das wäre unglaublich. Das Verhältnis in der Trainingsgruppe ist super. Für die Schweiz zu starten und gegen Athletinnen aus anderen Ländern anzutreten, wäre extrem cool.» Ob Tina Baumgartner definitiv dabei sein wird und erstmals die Schweizer Farben vertreten darf, wird am 25. Juni entschieden. Bereits in drei Wochen findet in Tenero die Mehrkampf-SM statt. Für eine EM-Teilnahme im Siebenkampf sind 5000 Punkte gefordert.

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