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Anna Jurt weiss, was sie will

Anna Jurt betreibt erfolgreich fünf Disziplinen. Die Beckenriederin erkämpft sich an der U19-EM in Polen die Goldmedaille.

«Ich war total erleichtert, als ich nach dem perfekten Laserrun (Laufen/Schiessen) ins Ziel einlaufen und die amtierende Weltmeisterin Alice Rinaudo aus Italien um zwei Punkte hinter mir lassen konnte.» So beschrieb die 17-jährige Anna Jurt aus Beckenried ihre Glücksgefühle. Eine Leistung, die mit dem EM-Titel honoriert wurde. «Im Finalwettkampf hat Anna Jurt eine solide Schwimmleistung absolviert und konnte mehr als die Hälfte der Gefechte gewinnen. Die Goldmedaille sicherte sie sich dank der klaren Bestzeit im Laserrun», freute sich auch Nationalcoach Florence Meyer über die hervorragende Leistung.

Die sehr ehrgeizige Athletin investiert in ihren Sport aber auch sehr viel an Zeit und Energie. 24 bis 25 Trainingsstunden pro Woche wendet sie für ihren vielfältigen Sport auf. «Der Moderne Fünfkampf ist für mich Leidenschaft pur. Er verbindet alle meine Hobbys. Ich geniesse es, wenn es mir gelingt, in den verschiedenen Disziplinen das bestmögliche Resultat herauszukitzeln», ist das Credo der Gymnasiastin.

Wegen dieser Leidenschaft verlegte sie auch den Trainingsmittelpunkt und die schulische Ausbildung von der Innerschweiz nach Bern. «So kann ich von den Erfahrungen und dem enormen Fachwissen meines Trainers Jürg Studer am besten profitieren», begründet die ambitionierte junge Frau den Umzug in die Bundeshauptstadt.

Den Ehrgeiz hat sie von der Mutter geerbt

Den Sportvirus hat die Athletin von ihrer Mutter Barbara eingeimpft bekommen. Während Vater Ueli die «sportverrückte» Familie als ruhender Pol zusammenhält – auch die Schwestern Marlena, Katharina und Florina teilen Annas Leidenschaft –, hat Mutter Barbara als erfolgreiche Läuferin ihrer ältesten Tochter schon im Kindesalter die Bewegungsfreude mitgegeben. «Meine Mutter ist denn auch mein ganz grosses Vorbild. Ihr Ehrgeiz und der Wille, etwas konsequent durchzuziehen, habe ich von ihr geerbt», sagt sie mit einem Schmunzeln auf den Lippen.

Das sind die fünf Disziplinen

Schwimmen: Dort haben Männer und Frauen jeweils eine 200-m-Freistilstrecke zu absolvieren.
Fechten: Es wird mit dem Degen gefochten. Jeder gegen jeden, auf einen Siegtreffer in maximal einer Minute.
Reiten: Der Springparcours mit 12 Hindernissen und maximal 120-Zentimeter-Höhe (Junioren maximal 100 cm) wird mit einem zugelosten Pferd geritten. An internationalen Wettkämpfen kommt Reiten erst ab der Juniorenkategorie (ab 19 Jahren) in die Wertung.
Laufen/Schiessen (Laserrun): Am Wettkampf wird eine Distanz von 4 x 800 Meter gelaufen, pro Runde müssen 5 Treffer mit der Pistole geschossen werden. (yder)

Mit dem EM-Titel hat Anna Jurt, die zum «Herunterfahren» gerne ein spannendes Buch liest, den ersten ganz grossen Erfolg erlebt. Doch schon zuvor, nach dem ersten Podestplatz (3. Rang in Portugal), hat es in ihr «schon einmal gewaltig gekribbelt», wie sie sich ausdrückte. «Die Gefühle, international zum ersten Mal auf dem Podest zu stehen, waren extrem emotional.» Und auch der 10. WM-Rang, ebenfalls in Portugal, sorgte dafür, dass sie mit sehr viel Selbstvertrauen in eben dieses erfolgreiche EM-Abenteuer steigen konnte.

Wenn es im Fechten läuft, ist sie vorne mit dabei

Anna Jurt wäre nicht Anna Jurt, wenn sie sich mit diesem Titel zufriedengibt. «Ich freue mich nun riesig auf die Jugend-Olympia im Oktober in Buenos Aires. Dieser Wettkampf wird zu einem Superevent für mich. Ein absolutes Highlight, da will ich eine Topleistung hinlegen», gibt sie sich kämpferisch. Und auch Florence Meyer äussert sich zuversichtlich: «In ihrer Paradedisziplin Laserrun ist sie weltweit Spitze. Deshalb legen wir den Fokus im Vorfeld auf die Schlüsseldisziplin Fechten, in der noch Steigerungspotenzial möglich ist. Wenn es ihr im Fechten gut läuft, ist Anna in diesem Wettkampf vorne dabei.»

Doch damit nicht genug. Anna Jurt hat noch ein ganz grosses sportliches Ziel vor Augen: «Im Jahr 2020 bin ich zwar noch jung an Jahren. Doch an den Olympischen Spielen in Tokio möchte ich die Schweiz im Modernen Fünfkampf vertreten.» Kein Ding der Unmöglichkeit, wenn man den Ehrgeiz und die Hartnäckigkeit der Beckenriederin, ein anvisiertes Ziel zu erreichen, berücksichtigt.

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