Unihockey
Auf Ad Astra Sarnen wartet der Rekordmeister

Die Obwaldner NLA-Unihockeyaner empfangen den grossen Favoriten Wiler-Ersigen – sofern Corona das zulässt.

Ruedi Burkart
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Sarnen-Trainer Tomas Chrapek verspricht, dass sein Team alles in die Waagschale werfen wird.

Sarnen-Trainer Tomas Chrapek verspricht, dass sein Team alles in die Waagschale werfen wird.

Bild: Stefan Kaiser (Zug, 21. Dezember 2021):

Findet die Partie statt? Oder wird sie kurzfristig doch noch abgesagt? Ob die Sarner Unihockeyaner gegen Wiler-Ersigen spielen werden, war bei Redaktionsschluss unserer Zeitung noch nicht definitiv sicher. Aber: «Dreifachhalle Sarnen, 19 Uhr, Sonntag» – so steht es aktuell im Programm. Man gehe denn auch davon aus, dass gespielt werden wird, war sowohl aus dem Obwaldner Lager als auch aus jenem der Gegner zu hören.

Die Unsicherheit betreffend der Durchführung hat einen triftigen Grund. Denn am vergangenen Dienstag sagte Thomas Berger, Chefcoach von Wiler-Ersigen auf Anfrage, dass drei seiner Akteure nach den Festtagen positiv auf das Coronavirus getestet worden seien. «Ob wir am Wochenende spielen werden? Das wird man sehen», so Berger. Es sei durchaus möglich, dass sich in der Zwischenzeit noch weitere seiner Spieler angesteckt hätten. Mittlerweile ist klar: Die Cup-Partie der Solothurner gegen Alligator Malans vom Samstagabend musste abgesagt werden – die Bündner sind aktuell von Corona gebeutelt. Das Gastspiel in Sarnen hat Wiler-Ersigen laut einer Mitteilung auf der Klubwebsite allerdings immer noch auf dem Plan.

Ad-Astra-Trainer Chrapek spricht Klartext

Zu den Sarnern: Auch nach dem überraschenden Trainerwechsel (der Tscheche Tomas Chrapek kam für den Anfang November entlassenen Schweden Micke Öhman) macht die Mannschaft das, was sie normalerweise tut: Sie verliert. Beim Einstand von Chrapek zeigte die Mannschaft zwar einige gute Ansätze und lag bei der 2:5-Niederlage gegen Meister Köniz nach 40 Minuten noch in Führung. Doch die folgende 3:11-Pleite im Zentralschweizer Revierderby gegen Zug United zeigte schonungslos auf: Ad Astra treibt immer noch im alten Fahrwasser. «In Köniz waren wir lange Zeit wirklich gut unterwegs. Da war ich zufrieden. Aber das Spiel in Zug war eine Katastrophe, keine Frage», spricht Ad-Astra-Coach Chrapek Tacheles. Die Aktionen dauerten viel zu lange, die Angriffsauslösung, die wenigen Gegenstösse – einfach alles.

Und was dürfen die treuen Fans des Tabellenletzten nun gegen den Tabellendritten und Rekordmeister Wiler-Ersigen erwarten? Eine ansprechende Leistung wie gegen Köniz? Oder eine weitere Ohrfeige wie gegen Zug? «Wir müssen auf Konter lauern und diese dann schnell spielen. Und die wenigen Chancen, die wir erhalten werden, ausnützen», sagt Chrapek. «Unsere Qualität reicht nicht aus, um gegen ein Team wie Wiler-Ersigen offen zu spielen.» Eines könne er aber versprechen: Seine Mannschaft werde 60 Minuten lang alles geben.

Auch die Tigers Langnau vermelden Coronafälle

Klar ist: Punkte gegen den Fall in die Abstiegs-Playouts müssen die Obwaldner nicht gegen Teams wie Wiler-Ersigen oder Zug holen. Nach dem Wiler-Spiel folgt am Freitag, 14. Januar, die Partie im Emmental gegen die Tigers Langnau. Dort ist dann ein positives Resultat gefordert. Ob jene Partie stattfinden wird, steht momentan in den Sternen. Denn die Langnauer meldeten am Donnerstag, dass sie wegen zahlreichen Coronafällen dieses Wochenende voraussichtlich nicht werden spielen können.

Unihockey, NLA. Sonntag. 19.00: Sarnen– Wiler-Ersigen (Dreifachhalle).