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Francesco Gärtner ist auf dem Weg zum Eishockey-Profi

Francesco Gärtner (18) wusste schon mit sechs Jahren, dass er Hockeyprofi werden möchte. Seither verfolgt der Rainer dieses Ziel mit aller Konsequenz – zuerst beim EV Zug, ab Sommer beim HC Davos.
Daniel Schwab
Francesco Gärtner zu Hause im Garten. Bild: Dominik Wunderli (Rain, 27. April 2019)

Francesco Gärtner zu Hause im Garten. Bild: Dominik Wunderli (Rain, 27. April 2019)

Während die Profis des EV Zug bis vor einer Woche um den Meisterkübel spielten, ist die Saison für den 18-jährigen Elite-A-Junior Francesco Gärtner schon seit längerem abgeschlossen. Sein Team verpasste überraschend die Playoffs. Doch für den Rainer blieb keine Zeit, um mit dem Schicksal zu hadern. Der junge Mann aus Rain, der wie jeder Hockeycrack von einer Karriere in der nordamerikanischen NHL träumt, plant gerade den nächsten Karriereschritt. Im Mai wird er einen Vertrag beim HC Davos unterschreiben, wo er sich fortan bei den Elite-Junioren für NLB-Einsätze mit den Ticino Rockets empfehlen will. Mittelfristig will er in der NLA Fuss fassen und mit Eishockey sein Geld verdienen. Das war schon immer so.

Als 6-jähriger Knirps besuchte Francesco die Fussballschule des FC Eschenbach. Dort fragte er seine Mutter: «Was mache ich eigentlich hier? Ich will doch Eishockey spielen.» Dies vor allem wegen seinem Nachbar Reto Burkart, der heute noch als Captain beim HC Luzern spielt. So besuchte Francesco die Hockeyschule in Sursee und war dort seinen Alterskollegen schon bald überlegen. Im Alter von 10 Jahren wechselte er in den Nachwuchs des EV Zug und steht seither fast täglich auf dem Eis. Mit dem Schulleiter von Rain konnte er aushandeln, dass er zweimal am Morgen trainieren durfte. Auch in der Lehre zum Elektroinstallateur bei Elektro Burkart in Rain hatte er einen kulanten Chef, der ihm wo immer möglich entgegenkam. Doch dann bot ihm der EVZ einen Drei-Jahres-Vertrag für die U20 an, wodurch der Trainingsaufwand nochmals gesteigert wurde. So beschloss er, die Lehre abzubrechen und stattdessen eine KV-Ausbildung bei Bénédict zu starten. Hier drücken die Lernenden zuerst zwei Jahre Vollzeit die Schulbank und absolvieren dann ein einjähriges Betriebspraktikum.

Mit persönlichem Ernährungsberater

Demnächst wird Francesco Gärtner den schulischen Teil seiner KV-Lehre abschliessen. Schon jetzt freut er sich auf den Praktikumsstart diesen Sommer in Davos. Überhaupt hat er bei Bénédict nur gute Erfahrungen gemacht. Dank einem auf ihn zugeschnittenen Stundenplan erhielt er genug Zeit fürs Training. Und er ist glücklich, bald über einen Berufsabschluss zu verfügen: «Das gibt mir Sicherheit für den Fall, dass es mit dem Profisport nicht klappen sollte.» Daran will er aber gar nicht denken. Für seinen Traum unternimmt er alles. Selbst beim Essen. Dank einem persönlichen Ernährungsberater will er bis zu den Sommerferien fünf Kilo zulegen. Was andere locker schaffen würden, ist für den Rainer hartes Brot: «Nach dem Frühstück bereits um 10 Uhr einen Teigwarensalat zu essen, braucht Disziplin und manchmal auch Überwindung», erzählt er.

Rückennummer 44 wegen Forrest Gump

Francescos Vorbild ist übrigens der schwedische Verteidiger Erik Karlsson von den San José Sharks. «Er überzeugt nicht durch physische Härte, sondern durch eine gute Schlittschuhtechnik, präzise Angriffsauslösung und Übersicht.» Wie er selber. Die Rückennummer 44 ist aber keine Anlehnung an diesen Karlsson, sondern vielmehr an Francescos Lieblingsfilm Forrest Gump. In einer Szene mimt Tom Hanks einen Footballspieler mit dieser Nummer. Und bringt es auch hier – dank unerschöpflichem Ehrgeiz – zu nationalem Ruhm.

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