Unihockey
Die Sarner werden auf der Zielgeraden abgefangen

Ad Astra Sarnen unterliegt Rychenberg Winterthur mit 2:3 nach Verlängerung. Ärgerlich: Nur 61 Sekunden fehlten zum Vollerfolg.

Drucken
Teilen
Sarnens Stürmer Cornel von Wyl (links) enteilt dem Winterthurer Daniel Keller.

Sarnens Stürmer Cornel von Wyl (links) enteilt dem Winterthurer Daniel Keller.

André Düsel

58:59 zeigte die Matchuhr, als Jubel durch die mit 826 Zuschauern sehr gut gefüllte AXA Arena in Winterthur brandete. Levin Conrad hatte direkt abgezogen und Ad Astra-Hüter Mario Britschgi zum 2:2-Ausgleich bezwungen. Ein eng umkämpftes Spiel mit wenig zwingenden Chancen ging in die Verlängerung. Dort war es Eyer, der einen Abpraller im Tor versorgte und mit der ersten Gelegenheit das Spiel zu Gunsten des Heimteams entschied. Den Gästen aus Sarnen war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben.

«So zu verlieren, ist sehr ärgerlich. Wir hätten ruhig noch 61 Sekunden länger dichthalten können. Und Schüsse wie beim Ausgleich habe ich auch schon gehalten»,

ärgerte sich Britschgi nach Spielschluss.

Selbstkritik auf sehr hohem Niveau. Britschgi zeigte eine bärenstarke Partie und liess die Rychenberger Stürmer beinahe verzweifeln. Mit seiner Präsenz und Reaktionsschnelligkeit machte er etliche Chancen des Heimteams zu Nichte. «Auf Mario konnten wir uns mehr als nur verlassen», wand Captain Cornel von Wyl seinem Torhüter ein Kränzchen. «An ihm lag es sicher nicht, dass wir den Sieg nicht ins Trockene gebracht haben.»

Ad Astra schiesst zu wenige Tore

Das derzeitige Problem der Sarner ist leicht auszumachen: Sie schiessen zu wenige Tore. Drei waren es gegen Uster, vier gegen St. Gallen, jetzt gar nur zwei gegen Winterthur. Das Resultat: Lediglich ein Punkt konnten die Obwaldner gegen diese Teams einfahren, die grundsätzlich alle in Reichweite wären.

«Weniger als vier Tore reichen in einem Unihockey-Spiel äusserst selten zu Punkten. Insofern können wir sogar froh sein, diesmal zumindest einen Punkt mit nach Hause zu nehmen»,

befand Cornel von Wyl nach Spielschluss. «Hinten sind wir gut gestanden, haben viele Schüsse geblockt und aufopfernd gekämpft. Wir müssen aber wieder einen Weg finden, wie wir einfacher zu Torgelegenheiten kommen. Wir kamen zu selten in gute Abschlusspositionen vor dem gegnerischen Tor. Diese Ladehemmungen müssen wir loswerden.» Immerhin: Nach acht Niederlagen in Serie hat das Punktekonto von Ad Astra endlich wieder Zuwachs erhalten – wenn auch nur ganz kleinen. «Diesen Punkt nehmen wir mit», meinte Britschgi trotzig und machte eine Ansage: «Gegen Thun am nächsten Wochenende gibt es drei Punkte, da bin ich mir sicher.» So viel steht fest: Ein Erfolgserlebnis vor der WM-Pause würde den Sarnern definitiv gut tun. (jh)



Winterthur – Sarnen 3:2 (0:0, 1:1, 1:1, 1:0) n. V.
AXA Arena. – 826 Zuschauer. – SR Colacicco/Röder.
Tore: 22. Boschung (Oweling) 0:1. 30. Eyer (Püntener) 1:1. 42. Durot 1:2. 58:59 Levin Conrad (Nils Conrad) 2:2 (Winterthur ohne Torhüter). 62. Eyer (Püntener) 3:2.
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Sarnen.
Winterthur: Locher; Nils Conrad, Gutknecht, Levin Conrad, Noah Aeschimann, Schaub, Rutz, Foelix; Oesch, Kern, Keller, Tim Aeschimann, Kühl, Püntener, Lutz, Krebs, Eyer, Ott, Kehl.
Sarnen: Britschgi; Cornel von Wyl, Hagert; Burri, Oweling; Höltschi, Läubli; Basil von Wyl, Rudd, Forslind; Eberhardt, Boschung, Odermatt; Dubacher, Furrer, Sommerhalder.
Bemerkungen: Sarnen ohne Amrein, Rottaris, Rüegger, Bitterli (alle Ersatz), Rizzi, Kramelhofer und Lingg (alle abwesend), Durrer (krank) sowie Marco Schöni (verletzt). 58:44 Timeout Winterthur, mehrheitlich mit 6 Feldspielern und ohne Torhüter.

Aktuelle Nachrichten