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Beeindruckender Leistungsausweis eines Jungschwingers aus Ibach

Severin Steiner aus Ibach siegt am Innerschweizer Nachwuchsschwingertag in Sachseln. Das nächste Highlight des 18-jährigen Schwyzers steigt am Sonntag beim Innerschweizer Schwingfest in Flüelen.
Simon Gerber
Severin Steiners gewohnte Jubelpose. Bild: Tobias Meyer (Sachseln, 30. Juni 2019)

Severin Steiners gewohnte Jubelpose. Bild: Tobias Meyer (Sachseln, 30. Juni 2019)

Severin Steiner holte sich in Sachseln zum vierten Mal einen Kategoriensieg am Innerschweizer Nachwuchsschwingertag. Ein solcher Leistungsausweis gelang bisher nur wenigen Talenten wie Joel Wicki oder zuletzt seinem Trainingskameraden Michael Gwerder. Wie gross die Genugtuung beim Schwyzer war, zeigte sich nach dem Schlussgang. Der 18-Jährige strahlte trotz den tropischen Temperaturen über das ganze Gesicht und liess sich auf den Schultern seiner Klubkameraden vom Publikum feiern.

Er sei am Morgen mit einem guten Gefühl aufgestanden, obwohl er wusste, dass es kein einfacher Tag werden wird. Denn die Konkurrenz schlafe nicht und werde immer stärker. Der Auftakt im Sägemehlring gelang Severin Steiner mit einem Gestellten gegen den Luzerner Kranzschwinger Sven Wyss nicht nach seinen Vorstellungen. Er liess sich dadurch nicht verunsichern und tauchte die nächsten vier Gegnern, drei davon mit der Maximalnote, ins Sägemehl. Im Schlussgang kam es erneut zum Duell gegen den Offensivschwinger Sven Wyss. Die Taktik für Steiner war klar. Er war in der komfortablen Ausgangslage, dass ihm ein Gestellter für den Tagessieg genügte. Dieses Resultat stellte sich nach einem intensiven Kampf denn auch ein.

Erfolgserlebnis bei den Aktiven fehlt noch

«Mir wäre ein Sieg zwar lieber gewesen, aber ich wollte den Festsieg nicht mit zuviel Risiko aufs Spiel setzen», gab Steiner unumwunden zu. Er sei extrem glücklich, dass er den vierten Kategoriensieg in Serie habe einfahren können. «Ein spezieller Moment war für mich, als Erster zur Rangverkündigung in die Arena einmarschieren zu können», erzählt Steiner. Ein solches Erfolgserlebnis fehlte dem Jungspund bisher bei den Aktiven. Sowohl am diesjährigen Urner als auch am Schwyzer Kantonalfest fehlten ihm winzige 0,25 Punkte für den Kranz. Eine weitere Chance erhält der Zimmermann-Lehrling am Sonntag am Innerschweizer Schwingfest in Flüelen. «Nichts ist unmöglich, aber für den ersten Kranzgewinn müsste schon alles optimal aufgehen», weiss der Hobby-Skifahrer aus Erfahrung.

Ungeachtet dessen, wie sein Notenblatt am Sonntagabend aussehen wird, sein Fernziel sei die Teilnahme am Eidgenössischen Schwingfest 2022 in Pratteln. Die Faszination für den Schwingsport packte den stets gut gelaunten und liebenswürdigen Junior im Alter von zehn Jahren. Seine Tante Astrid Steiner machte ihn auf den Schnuppertag des Schwingerverbandes am Mythen aufmerksam. Im Sägemehl fühlte sich Klein-Severin auf Anhieb pudelwohl, und das Schwingen wurde inzwischen zu seiner grossen Leidenschaft, in die er viel Zeit investiert. Wer im Sägemehlsport bestehen will, bei dem müssen nebst dem Talent viele andere Komponenten wie Ehrgeiz, Wille, Geduld und die mentale Einstellung stimmen. Diese Eigenschaften zeichnen Severin Steiner aus.

Drei Sieger aus drei Kantonen

Für Schwingerverhältnisse ist sein momentanes Körpergewicht von 85 Kilogramm allerdings ein Nachteil. Er zählt deshalb eher zur Kategorie der Konterschwinger. Er arbeite aber daran, in Zukunft auch aus der Offensive öfters zum Erfolg zu kommen. Sein Paradeschwung ist der Übersprung. Severin Steiner ist nicht nur ein talentierter Schwinger, er kümmert sich auch um eine gute berufliche Ausbildung und ist im dritten Lehrjahr als Zimmermann. Er habe sich diesen Berufswunsch erfüllt, weil ihm die handwerkliche Arbeit mit Holz am besten zusagte. Die tropischen Verhältnisse hinterliessen in Sachseln auch bei Severin Steiner ihre Spuren. Sein Vorteil war, dass er bei der Arbeit im Freien oft auch hohe Temperaturen aushalten muss.

Die 207 Teilnehmer aus fünf Innerschweizer Kantonalverbänden verwöhnten das Publikum mit beachtlichen Leistungen. Nach dem gestellten Luzerner Schlussgang zwischen dem favorisierten Roman Wandeler und Urs Riebli erbte der am Luzerner Fest frisch gekrönte Kranzschwinger Reto Kaufmann den Sieg bei den 17-Jährigen. Der Nidwaldner Renato Barmettler machte bei den 16-Jährigen im Schlussgang kurzen Prozess und besiegte seinen Kontrahenten Leon Riebli. Bei den 15-Jährigen liess sich der Obwaldner Philipp Rohrer als Sieger feiern. Er bodigte im Schlussgang den Schwyzer David Solenthaler in der 8. Minute mit Übersprung.

Jahrgang 2001. Schlussgang: Severin Steiner (Ibach) und Sven Wyss (Römerswil) stellen. – Rangliste: 1. Severin Steiner 57,25. 2. Sven Wyss 56,50. 3. Ueli Hürlimann (Walchwil) und Dario Bucheli (Ruswil), je 56,25. 4. Samuel Schwyzer (Kottwil) und Maurus Fischer (Malters), je 56,00. 5. Jonas Gisler (Spiringen) und André Bucher (Finstersee), je 55,50. 6. Timo Rohrer (Finstersee) 55,25. 7. Matthias Banz (Dagmersellen) 55,00.

Jahrgang 2002. Schlussgang: Roman Wandeler (Buttisholz) und Urs Riebli (Schüpfheim) stellen. – Rangliste: 1. Reto Kaufmann (Wilihof) 58,25. 2. Roman Wandeler 58,00. 3. Urs Riebli 57,75. 4. Bruno Suter (Rickenbach SZ) 57,00. 5. Florian Lustenberger (Rickenbach SZ) 56,50. 6. David Waser (Luzern), Marco Hürlimann (Walchwil), Noah Gisler (Spiringen), Lars Odermatt (Buochs), Lars Mehr (Wolfenschiessen) und Adrian Egli (Steinhuserberg), je 55,75.

Jahrgang 2003. Schlussgang: Renato Barmettler (Ennetmoos) besiegt Leon Riebli (Schüpfheim). – Rangliste: 1. Renato Bamettler 58,00. 2. Leon Riebli und Marc Lustenberger (Hasle), je 57,25. 3. Robin Arnold (Spiringen) und Roger Betschart (Attinghausen), je 56,50. 4. Michael Ulrich (Ibach), Simon Bürgi (Feusisberg) und Alex Styger (Schindellegi), je 56,25. 5. Curdin Portmann (Steinhuserberg), Jonas Durrer (Wolfenschiessen) und Marco Schöpfer (Wiggen), je 56,00.

Jahrgang 2004. Schlussgang: Philipp Rohrer (Melchtal) besiegt David Solenthaler (Wilen bei Wollerau). – Rangliste: 1. Philipp Rohrer 58,25. 2. Alexander Schnellmann (Schübelbach) 58,00. 3. David Solenthaler 57,75. 4. Christian Zemp (Kerns) 57,50. 5. Ivan Wiss (Walchwil) 57,25. 6. Fabian Krieg (Buttikon) 57,00. 7. Kevin von Wyl (Sachseln), Luca Müller (Unterägeri), Ronnie Blättler (Oberarth), je 56,75. 8. Robin Zimmermann (Eich) und Peter Zberg (Bristen), je 56,50.

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