Biker kämpfen um Meisterehren

Beim Silener Crosscountry-Race werden die meisten Urner Cracks wahrscheinlich fehlen.

Urs Hanhart
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Lokalmatadorin Linda Indergand wird wohl auf einen Start in Silenen verzichten.

Lokalmatadorin Linda Indergand wird wohl auf einen Start in Silenen verzichten.

Bild: Roland Jauch (Vallnord Pal Arinsa, 7. Juli 2019)

Nach der coronabedingten Absage des traditionellen Bergrennens hinauf nach Bristen im Mai gibt es in Silenen nun doch noch ein radsportliches Highlight. Morgen wird auf dem bewährten Rundkurs mit Start und Ziel auf dem Sportplatz Selderboden die 18. Auflage des von der IG Radsport Uri organisierten Crosscountry-Race ausgetragen. Der Wettkampf gilt gleichzeitig als Innerschweizer Bike-Meisterschaft. Insgesamt stehen zehn Kategorien auf dem Programm, wobei der erste Startschuss (Kategorie Soft) um 10 Uhr fällt. Die Elitefahrer werden um 13.30 Uhr auf die Strecke geschickt.

Zur Durchführung gelangt ein Kombinationsrennen aus einem kurzen Zeitfahren und einem Handicaprennen. Letzteres führt über sieben Runden à 2,12 Kilometer, was eine Gesamtdistanz von rund 15 Kilometern ergibt. Im Vergleich zu anderen Crosscountry-Prüfungen ist die Renndauer sehr kurz. Sie dürfte für die Schnellsten deutlich unter einer Stunde liegen. Aufgrund des Sprintcharakters sind spannende Wettkämpfe zu erwarten.

Starke Niederschläge sind vorausgesagt

Bei einer geschickten Wahl des Standortes können die Zuschauer einen Grossteil der Runde gut überblicken. Besonders attraktiv sind für Zaungäste die Passagen im Bachbett des Selderbaches. Sie verlangen von den Aktiven in fahrtechnischer Hinsicht einiges ab. Auf Samstag sind allerdings von den Wetterfröschen starke Niederschläge vorausgesagt. Deshalb könnte der Selderbach zu einem Problem werden, falls er stark anschwellen sollte. Dazu sagt OK-Chef Walti Tresch: «Allenfalls müssten wir kurzfristig eine Streckenanpassung vornehmen. Ich bin zuversichtlich, dass wir so um eine Absage herumkommen würden. Das Rennen sollte sicherlich ausgetragen werden können.»

Mehr Anmeldungen als in den Vorjahren

Mit dem Anmeldeergebnis ist Tresch sehr zufrieden. Bislang haben sich rund 90 Fahrer eingeschrieben, darüber über 50 Prozent Auswärtige. Bei den Nachmeldungen dürften noch etliche hinzukommen. «Wir spüren, dass die Rennfahrer nach der Coronapause ein Nachholbedürfnis haben. Es gibt deutlich mehr Anmeldungen als in den Vorjahren», so der OK-Präsident. Tresch geht davon aus, dass die beiden Lokalmatadoren Linda Indergand und deren Bruder Reto Indergand voraussichtlich bei ihrem Heimrennen nicht antreten werden, da die zwei Ausnahmecracks am Sonntag einen wichtigen Einsatz haben. «Beide haben mir signalisiert, dass sie wohl verzichten werden. Aber das ist noch nicht ganz definitiv», so Tresch.

Aufstrebender Jungspund Fabio Püntener am Start

Gleiches gilt übrigens auch für Fabio Püntener, den aufstrebenden Jungspund aus Silenen. Sicher antreten wird hingegen Melanie Tresch. Sie hat dem OK-Präsidenten bereits eine entsprechende Startzusage erteilt.

Um keine unnötigen Risiken einzugehen, kommt während des Wettkampfs ein Covid-19-Schutzkonzept zur Anwendung. So tragen die Personen an der Startnummernausgabe eine Maske und die Startnummern werden bei der Rücknahme desinfiziert. Auch im Start- und Vorstartbereich werden Schutzmasken getragen. Dies gilt für Betreuer und Helfer, die innerhalb der Markierungen im Einsatz sind. Zur Siegerehrung werden jeweils nur die ersten fünf Fahrer pro Kategorie aufgerufen. Dadurch sollen grössere Personenansammlungen verhindert werden.