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Volley Luzern ist bereit zur Punktejagd

Ein neuer Trainer, einige neue Spieler: Das NLA- Männerteam von Volley Luzern zeigt sich auf verschiedenen Positionen verändert. Auch ein Youngster aus Sempach bekommt eine Chance.
Theres Bühlmann
Team-Präsentation von Volley Luzern in der Mall of Switzerland. (Bild: Philipp Schmidli (Ebikon, 5. Oktober 2018)

Team-Präsentation von Volley Luzern in der Mall of Switzerland. (Bild: Philipp Schmidli (Ebikon, 5. Oktober 2018)

Die Vorfreude auf die neue Saison ist beim Luzerner NLA-Männerteam, in der letzten Saison auf Platz 5, gross. Auch die Spannung, denn nach Abgängen erfährt die Equipe auf einigen Positionen eine Neuausrichtung. Marcel Häfliger, Jonas Stadelmann und Erik Harksen traten zurück und Frederic Wicki macht eine einjährige Pause. Peer Harksen spielt neu bei Näfels, Luca Müller unterschrieb bei Amriswil, und Luca Ulrich und Christopher Frame wechselten zu Volley Schönenwerd. Als neuer Zuspieler konnte Jeremy Tomasetti von Volley Jona verpflichtet werden, zudem verstärken der kanadisch-britische Doppelbürger Christopher Newcombe (Mitte), der sein erstes Profijahr bestreitet, und der estnische Aussenangreifer Kevin Saar das Luzerner-Team. Stig Döös kehrt von Einsiedeln «zurück zu den Wurzeln», denn er war schon Mitglied der Aufstiegsmannschaft vor drei Jahren.

Nach dem Wegzug von Lauren Bertolacci zum NLA-Frauenteam von Neuchâtel, übernahm der letztjährige Assistenztrainer Liam Sketcher (AUS, 34) das Head-Coaching. In seiner Eigenschaft als Assistenztrainer der australischen Nationalmannschaft war er im Sommer häufig unterwegs und auch an der WM im September in Italien dabei. Er tauschte sich aber mit seinem Luzerner Stellvertreter Daniel Ijsselstein aus, auch mittels Videomaterial von den Trainings, um sich so auf dem neuesten Stand zu halten. Als Ziel hat sich Sketcher für die kommende Meisterschaft ein Platz in den Top 4 gesetzt. Da sich Einsiedeln freiwillig aus der NLA zurückzog, werden lediglich acht Teams die Meisterschaft bestreiten. Somit gibt es wiederum keinen Absteiger.

Der Mann aus Sempach und seine Ziele

Der Vereinsphilosophie entsprechend, will Volley Luzern auch regionale Talente ins NLA-Kader integrieren. Dazu gehört neu auch der 18-jährige Nick Bienz aus Sempach. Vor vier Jahren war es, als ein Kollege ihn in Sursee ins Volleyballtraining mitnahm – und er blieb hängen, spielte dort in verschiedenen Junioren-Teams und in der 2. Liga, dann bei der 1.-Liga-Equipe von Emmen Nord. Nick Bienz gehörte einst auch der Junioren-Nationalmannschaft (99+) an, machte die Trainingslager und die EM-Vorbereitungen mit, musste dann aber auf die EM-Qualifikationsspiele verzichten, da er kurz vor der Matura stand. Diese schloss er im Sommer ab. Ab Januar wird er nun für ein halbes Jahr ein Praktikum im Bauingenieurwesen absolvieren, der Rest gehört dem Volleyball.

«Über das Engagement bei Luzern freue ich mich sehr», sagt er. «Ich bin sehr gut ins Team aufgenommen worden, bekomme grosse Unterstützung und die Mitspieler haben viel Verständnis», so der Mittelblocker. Er ist sich bewusst, dass seine Einsätze in der NLA-Mannschaft eher sporadisch sein werden, denn mit Nick Amstutz und Christopher Newcombe nimmt ein arriviertes Duo diese Position ein. «Ich bin die Nummer 3, aber wenn ich Glück habe, bekomme auch ich Einsatzzeit.» Und schiebt nach: «Ich bin sehr stolz, mit dieser Mannschaft zu trainieren.» 16 Stunden sind es in der Woche, für ein Hobby bleibt nicht mehr viel Zeit. Der 197 Zentimeter grosse Nick Bienz wird auch die Reihen beim 1.-Liga-Team von Volley Luzern verstärken. Die Faszination für diesen Sport umschreibt er so: «Volleyball ist stark von der Taktik geprägt. Und es gibt wohl wenige Sportarten, bei denen der Teamgeist so greifen muss. Denn bei nur sechs Akteuren auf dem Feld, da müssen sich alle bestens verstehen.» Sein persönliches Ziel: «Ich will Fortschritte erzielen, und mich an das NLA-Niveau gewöhnen. Und dann eventuell irgendeinmal einen Stammplatz erobern.» Ob bei Luzern oder bei einem anderen Verein, das werde die Zeit bringen. «Schön wäre es, einst vom Volleyball zu leben.» Er legt aber auch ein grosses Augenmerk auf seine berufliche Zukunft und plant im nächsten Jahr ein Studium als Bau- oder Maschinenbauingenieur. Ob dann einst Volleyball, Beruf oder beides: «Ich lasse mir alle Wege offen», sagt der Sempacher, der auch ab-und zu beim Beachvolley anzutreffen ist, aber mehr zum Spass.

Den Kontakt zu seinen ehemaligen Surseer Mitspielern ist nach wie vor vorhanden. «Diesen möchte ich auch nicht verlieren.» So kann es schon mal vorkommen, dass er ein Spiel der Surentaler besucht. «In Sursee wurde ich in diesem Sport ausgebildet, dort sind meine volleyballerische Wurzeln.»

Kader

Nick Amstutz (Nationalität SUI, Jahrgang 1993, Grösse 194 Zentimeter, Position Mitte). Nick Bienz (SUI, 2000, 197, Mitte). Strahinja Brzakovic (SRB, 1994, 205, Diagonal). Stig Döös Traagstad (SUI, 1996, 190, Aussen). Jörg Gautschi (SUI, 1984, 163, Libero). Tim Köpfli (SUI, 1996, 192, Aussen). Darko Mladenovic (SUI/SRB, 2001, 190, Aussen/Libero). Christopher Newcombe (CAN/GBR, 1993 203, Mitte). Anes Perezic (SUI, 1999, 202, Diagonal). Kevin Sarr (EST, 1995, 190, Aussen). Jeremy Tomasetti (SUI, 1992 194, Passeur). Luca Widmer (SUI, 1997, 192, Passeur). Reto Willimann (SUI, 1991, 192, Aussen). Trainer: Liam Sketcher (AUS). Assistent: Daniel Ijsselstein (NED).

Abgänge

Peer Harksen (Näfels), Luca Müller (Amriswil). Luca Ulrich (Schönenwerd), Christopher Frame (Schönenwerd). Marcel Häfliger, Jonas Stadelmann, Erik Harksen (alle Rücktritt). Frederic Wicki (Pause). Lauren Bertolacci, Trainerin (Neuchâtel).

Zuzüge

Tomasetti (Jona), Mladenovic (eigener Nachwuchs), Bienz (VBC Sursee), Döös Traagstad (Einsiedeln), Köpfli (Schönenwerd), Newcombe (Mustang University Ontario, Kanada). Saar (Pärnu VC, Estland).

Budget

330 000 Franken.

Modus

Gespielt werden drei Qualifikationsrunden, die Playoffs-Viertelfinals für alle Teams (Best of 3), Playoff-Halbfinals (Best of 3). Final (Best of 5). Ausgespielt werden die Ränge 3–4, 5–6 und 7–8). Da es keinen Absteiger gibt, entfallen die NLA/NLB Auf/Abstiegsspiele).

1. Runde

Samstag: Lausanne – Schönenwerd (17.30). Jona – Amriswil (18.00). Chênois Genève – Näfels (18.00). – Sonntag: Volley Luzern – Uni Bern (17.00, Sporthalle Bahnhof, Luzern).

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