Europameisterschaft
Linus Bolzerns Gold beflügelt Schweizer Kanu-Team

An der U23- und Junioren-Europameisterschaft im Kanu überzeugen die Innerschweizer.

Heinz Wyss
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U23-Europameister Linus Bolzern sorgte für eine Premiere.

U23-Europameister Linus Bolzern sorgte für eine Premiere.

Vergangene Woche fand im slowenischen Solkan die Junioren- und U23-Europameisterschaft in der Wildwasserabfahrt statt. Im fünfzehnköpfigen Schweizer Team war die Innerschweiz mit neun Athletinnen und Athleten aus dem Leistungszentrum Buochs vertreten. Die grosse Nummer an dieser EM war zweifellos der 22-jährige Adligenswiler Linus Bolzern. Der Vizeweltmeister der Junioren 2017 zeigte allen den Meister und gewann das Classic-Rennen (4 km) deutlich mit mehr als 16 Sekunden Vorsprung. Damit gewann erstmals ein Schweizer einen EM-Titel. Die Nidwaldner Geschwister Jonah Müller im Einer-Kanadier (6. Rang) und Hannah Müller im Kajak-Einer (5.) erreichten Top-Ten-Plätze.

Im Junioren-Nationalteam waren sechs Nidwaldner am Start. Die erst 16-jährige Mona Clavadetscher klassierte sich an ihrem ersten internationalen Grossanlass auf dem guten 14. Rang. Ihre Teamkolleginnen Nora Zeder und Glenys Ettlin folgten auf den Plätzen 18 und 25. Weniger gut lief es den männlichen Junioren Luis Clavadetscher, Aaron Schmitter und Janis Amstad. Sie kamen mit der ungewohnt flachen Strecke und den hohen Temperaturen nicht optimal zurecht und belegten die Ränge 25 bis 27.

In den anschliessenden Sprintrennen schien es, als habe die Goldmedaille das Schweizer Team beflügelt. Alle drei U23-Athleten schafften den Finaleinzug – Linus Bolzern und Hannah Müller holten Rang 9, Jonah Müller Platz 7. Bei den Junioren setzte Luis Clavadetscher mit dem 8. Platz ein Ausrufezeichen. Ebenfalls stark zeigten sich Nora Zeder und Mona Clavadetscher, welche die Ränge 13 und 14 belegten. Für den fulminanten Schlusspunkt sorgte aber das Junioren-Team mit Luis Clavadetscher, Aaron Schmitter und Patrick Gutknecht (Solothurn). Dem erfahrenen Clavadetscher und den beiden EM-Neulingen gelang eine perfekte Fahrt, die ihnen am Ende die Silbermedaille einbrachte – nur 23 Hundertstel hinter den siegreichen Tschechen und zwei vor den favorisierten Franzosen. Die Juniorinnen landeten wie bereits im Teamrennen über die klassische Distanz auf dem guten 5. Rang.

Im richtigen Moment geliefert

Nationaltrainerin Kuttenberger zeigte sich denn auch mit den Innerschweizer Resultaten sehr zufrieden. Dem sehr jungen und auf dem internationalen Parkett noch wenig erfahrenen Team gelang es, im richtigen Moment über sich hinauszuwachsen und nahtlos an die Erfolge der Vergangenheit anzuknüpfen.

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