Buochser Volleyballer liebäugeln mit den Playoffs

1.-Liga-Leader Emmen-Nord hat den einen Playoff-Platz so gut wie sicher im Sack. Auf den zweiten freien Platz erhebt der VBC Buochs Anspruch, der vor dem brisanten Derby seit acht Spielen ungeschlagen ist.

Ruedi Vollenwyder
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Emmer-Nord-Spieler Jonas Wigger scheitert im Hinspiel am Buochser Doppelblock mit Thomas Heiz und Adrian Zihlmann (rechts). Bild: Pius Amrein (Emmen, 10. November 2018)

Emmer-Nord-Spieler Jonas Wigger scheitert im Hinspiel am Buochser Doppelblock mit Thomas Heiz und Adrian Zihlmann (rechts). Bild: Pius Amrein (Emmen, 10. November 2018)

Das 1.-Liga-Spitzenspiel der Männer zwischen dem Verfolger VBC Buochs (30 Punkte) und dem unangefochtenen Leader Emmen-Nord (37) verspricht – wie schon das Vorrundenspiel – wieder ein Spektakel. Damals gewannen die Luzerner Vorörtler mit 3:1. Besonders der vierte Satz hatte es damals in sich: Diesen holte sich das Team von Trainer Marco Fölmli in einem an Dramatik kaum mehr zu überbietenden Schlagabtausch mit 37:35 Punkten. «Schade, einen Punkt hätten wir schon verdient», kommentierte Buochs-Trainer Peter Schmidiger diese schmerzliche Niederlage in der Gersaghalle. Und Passeur Tobias Kummer haderte: «So gut haben wir noch nie gespielt. Doch in den entscheidenden Momenten war das Glück nicht auf unserer Seite.»

Fernduell gegen Aarau um den zweiten Playoff-Platz

Es war dies die letzte Niederlage, die der VBC Buochs in dieser Saison bisher kassierte hatte. Die Nidwaldner gingen in der Folge in acht Partien als Sieger vom Feld. Der Lohn: Zusammen mit dem punktgleichen BTV Aarau, buhlen die Buochser hinter dem Leader Emmen-Nord um den einen noch freien Playoff-Platz. Gegen die Aargauer schaute für den VBC Buochs eine 1:3-Niederlage und ein 3:2-Sieg heraus.

Fünf Runden vor dem Ende der Qualifikation steht ein Kopf-an-Kopf-Rennen gegen den BTV Aarau an. Konkret bedeutet das, dass auch gegen den Leader Emmen-Nord (Samstag, 15.30 Uhr, Breitli) unbedingt Punkte eingefahren werden müssen. Ein schwieriges, aber kein unmögliches Unterfangen. Denn das Schmidiger-Team strotzt gegenwärtig nur so vor Selbstvertrauen. Und zudem sinnen die Nidwaldner in diesem Spitzenspiel auf Revanche für die Auswärtsniederlage. Für Spannung ist also gesorgt. Pikante Anmerkung am Rande dieser emotionsgeladenen Partie: Emmen-Nord-Trainer Marco Fölmli spielte vor Jahren für den VBC Buochs. Und damals hatte Teamchef Peter Schmidiger bei den Nidwaldnern das Präsidenten-Amt inne.

Aufsteiger SG Obwalden auf Abstiegskurs

Beim zweiten Unterwaldner 1.-Liga-Verein läuft es hingegen gar nicht rund. Doch es war nach dem Aufstieg zu erwarten, dass die SG Obwalden eine harte Saison vor sich hat. Denn die Obwaldner starteten in das 1.-Liga-Abenteuer praktisch mit der gleichen Mannschaft, mit der sie auch den Aufstieg schafften. Das Team um Trainer Oliver Wagner zahlte bis anhin auch viel Lehrgeld und liegt fünf Runden vor dem Ende der Qualifikation mit mageren drei Punkten klar am Tabellenende. Nur ein einziges Mal konnten die Obwaldner über sich hinauswachsen, als sie dem morgigen Buochser Derbygegner und Leader Emmen-Nord bei der 2:3-Niederlage einen Punkt abknöpfen konnten. Verlieren die Obwaldner auch das nächste Auswärtsspiel gegen die drittletzten Dragons aus Lugano, kann die sofortige Rückkehr in die regionale 2. Liga nicht mehr verhindert werden.

Hinweis

Volleyball, 1.-Liga-Männer, Gruppe C. Samstag: VBC Buochs – Emmen-Nord (15.30, Breitli-Halle). Dragons Lugano – SG Obwalden (18.00, Palamondo, Cadempino).