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Die Buochser Fussballer befinden sich nach Standpauke auf Kurs

Trotz Absenzen startet der SC Buochs gut in die 1.-Liga-Saison. Zuhause gegen Langenthal soll der nächste Sieg her.
Stephan Santschi
Buochs-Trainer Thomas Heitzmann hat sein Team nach Fehlstart zurück in die Spur gebracht. Bild: Philipp Schmidli (Buochs, 27. Juli 2019)

Buochs-Trainer Thomas Heitzmann hat sein Team nach Fehlstart zurück in die Spur gebracht. Bild: Philipp Schmidli (Buochs, 27. Juli 2019)

6. Minute, 14. Minute, 2. Minute. In sämtlichen drei Spielen geriet der SC Buochs bisher rasch mit 0:1 in Rückstand. In Zug nach einem Fehlpass, zu Hause gegen die U21 der Grasshoppers durch Tobias Nickel, der den Ball über die eigene Linie bugsierte und in Baden wegen Goran Stojanov, der seinen Rettungsversuch nach einem Freistoss über den eigenen Goalie fliegen sah. Bilanz: Drei Spiele, drei verschlafene Startphasen, zwei produzierte Eigentore.

Ebenso bemerkenswert ist allerdings, wie die Nidwaldner auf das frühe Ungemach reagierten. Mit Ausnahme der Auftaktpartie in Zug, die 0:1 verloren und laut Trainer Thomas Heitzmann «total in die Hosen ging», schafften sie im weiteren Spielverlauf jeweils noch die Wende – gegen GC und Baden resultierten 3:2-Siege. «Der Charakter der Mannschaft», so Heitzmann, «der gefällt mir». Vor allem der Erfolg beim FC Baden, der vergangene Saison erst in der letzten Partie am Aufstieg in die Promotion League gescheitert war, liess aufhorchen. Und so stehen die Buochser trotz den Mühen zu Spielbeginn nach drei Runden auf dem guten fünften Platz.

Buochser verstecken sich zu Beginn

Heitzmann, der seit diesem Sommer neu an der Seitenlinie des SCB steht, verheimlicht allerdings nicht, dass es nach dem schwachen Auftritt in Zug einer klaren Ansage bedurfte, um das Team in die richtige Spur zu bringen. «Wir wollen Leidenschaft, früh pressen und nach vorne spielen», erklärt der 46-Jährige aus Malters. Gegen Zug sei davon aber kaum etwas zu sehen gewesen. «Vielmehr waren wir nervös, passiv und zurückhaltend.» Was ihm besonders missfiel: Die ferienbedingten Absenzen von Augustin Tanushaj und Joel Sousa wurden von den Spielern als Gründe für den Fehlstart vorgeschoben. «Klar sind das zwei Leader, doch hinter ihnen darf sich keiner verstecken», betont der Trainer.

Seither tritt sein Team wie verwandelt auf und hat schon viel von Heitzmanns Spielidee verinnerlicht. Wenn er die Auftritte schildert, erwähnt er oft den Begriff «Präsenz», damit sei er bisher sehr zufrieden. Gut eingefügt haben sich die Neuzuzüge – angefangen von Goalie Kevin Epp über Rechtsverteidiger Leond Kqira und Mittelfeldspieler Lorenzo Di Michelangeli bis hin zu Flügel Leonardo Würmli und Joker Anton Marku. Mit seinem Kader sei er rundum glücklich, erklärt Heitzmann, sagt aber auch: «Ich freue mich darauf, wenn alle fit sind.»

Tanushaj fällt lange aus, Lambert wird Vater

Länger ausfallen, wird Tanushaj, der sich gegen GC am Knie verletzte. Bei der Operation im Oktober wird sich zeigen, ob sogar das Kreuzband in Mitleidenschaft gezogen worden ist. «Mindestens für den Rest der Vorrunde wird er fehlen», bedauert Heitzmann. Für das Heimspiel von heute Samstag gegen Langenthal werden auch Jérôme Bühler (Meniskus), der dreifache Torschütze Patrick Gjidoda, Linksverteidiger Stefan Trajkovik (beide Zerrung) und Di Michelangeli (Wade) wegen Blessuren passen müssen.

Die Muskelverletzungen lassen dabei eine zu hohe Dosierung in den Übungseinheiten vermuten. «Sind wir in den Montagstrainings zu hart rein gegangen? Diese Gedanken haben wir uns gemacht», gibt Heitzmann zu. «Ich denke aber nicht, dass dies so ist. Wir brauchen pro Woche zwei harte Trainings, das finden auch die Verletzten.» Zurück im Team ist Christophe Lambert, der zuletzt wegen erstmaliger Vaterfreuden gefehlt hatte. Trotz der Absenzen ist Trainer Thomas Heitzmann für das heutige Duell mit dem Zwölftklassierten, der zuletzt die U21-Auswahl des FC Luzern 1:0 schlug, zuversichtlich: «Langenthal ist ein sehr unangenehmer Gegner mit sehr schnellen Spielern auf den Seiten. Wenn wir aber unser Spiel aufziehen, werden wir gewinnen.» Und der Auftakt in die neue 1.-Liga-Saison wäre trotz Fehlstarts in den Spielen vorzüglich gelungen.

Fussball. 1. Liga, Gruppe 2. Heute, 17.00: Buochs – Langenthal (Seefeld).

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