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Bei Volley Luzern fehlt noch etwas, um ein Spitzenteam zu sein

Luzern legt einen formidablen ersten Satz hin, doch dann häufen sich die Fehler: 1:3-Niederlage gegen Schönenwerd. Fazit: Es reicht noch nicht ganz gegen einen sogenannt Grossen.
Roland Bucher
Marcin Ernastowicz versucht den Luzerner Block mit Luca Widmer und Nick Amstutz zu überwinden. Bild: Eveline Beerkircher (Luzern, 9.12.2018)

Marcin Ernastowicz versucht den Luzerner Block mit Luca Widmer und Nick Amstutz zu überwinden. Bild: Eveline Beerkircher (Luzern, 9.12.2018)




Es war gute Propaganda für den Volleysport, ja gewiss, und dies mit einem aus Luzerner Sicht sogar grossartigen Startsatz, den Trainer Liam Sketchers Team höchst überzeugend mit 25:20 einstrich. «In dieser Phase», hob Mittelblocker Nick Amstutz das Positive hervor, «haben wir bewiesen, dass wir im Prinzip bei den Leuten sind.» Also bei den «Grossen».

Zu denen Schönenwerd zählt. Der Tabellenzweite lahmte zwar in den Startpflöcken, doch als er einmal erkannt hatte, dass Volley Luzern Grosses vorhat und in der Lage ist, dem Favoriten ein Bein zu stellen, ging’s hurtig: Die Aargauer schalteten zwei Gänge höher, gingen am Netz keine Kompromisse mehr ein, packten ein spielerisches Repertoire aus, an dessen Güte die Luzerner noch einiges zu arbeiten haben. Kurzum: Schönenwerd, ein Titelmitfavorit, war homogener, vielseitiger, cleverer – besser.

Die braucht noch die letzte Überzeugung

Satz eins: Er war das Prunkstück der Luzerner. «Sicher mit die besten 30 Minuten in dieser Saison», sagte Nick Amstutz, «wenn nicht die besten.» Darf man durchaus so behaupten: Die Einheimischen sprühten vor Spielfreude, zeigten im Zweikampf am Netz Muskeln, überzeugten mit hochwertiger Arbeit am Block. Doch Schönenwerds Techniker durchschauten das bis zu diesem Zeitpunkt fast perfekte Luzerner Angriffsspiel schnell: «Sie sind sehr konsequent auf zwei Smasher am Netz konzen­triert», befand Schönenwerds Luca Ulrich, «und wenn man diese Waffen neutralisiert, dann hat man schnell einmal Vorteile.» Ulrich, 21 Jahre jung, stand letzte Saison noch in Luzerner Diensten, gilt als einer der grössten Talente im Schweizer Volley. Der Wechsel zur Aargauer Startruppe hatte einerseits Gründe aus Sicht seines Studiums in Zürichs, andererseits: «Ich sehe eine gute Chance, mit Schönenwerd den Titel zu holen. Das ist sicher eines meiner grossen Karriereziele.» Der 2-Meter-Aussenspieler, der das Volley-Einmaleins in Luzern erlernte, war im zweiten Satz der Mann, der die Wende einleitete: gegen seine messerscharfen, haargenauen Services fand Luzern lange Zeit kein Rezept. «Das ist mir gut gelungen», freute sich Ulrich – und sei halt zur Hauptsache Übungssache.

Ulrich und Co. kauften Luzern schnell den Schneid ab, gewannen die Sätze zwei und drei locker. Eng wurde es allerdings nochmals in Satz 4, den die Platzherren bis ganz nahe an die Ziellinie aufrecht hielten. «Eigentlich waren wir in diesem Durchgang genau so stark wie Schönenwerd», befand Nick Amstutz, doch die Krux sei: «Uns fehlt, wenn’s dann um Zentimeter und den Sieg geht, die letzte Überzeugung. Deshalb haben wir verloren.» Und daran muss Volley Luzern arbeiten: Das, was man kann und beherrscht, rigoros umsetzen – nicht über diese oder jene Sequenz, sondern über eine ganze Spielzeit. Dann kann auch diese Mannschaft Spitze werden. Gestern war sie es noch nicht ganz.

Männer. NLA. 9. Runde: Volley Luzern – Schönenwerd 1:3 (25:20, 16:25, 20:25, 24:26). – Rangliste (alle 9 Spiele): 1. Amriswil 9/27. 2. Schönenwerd 9/20. 3. Lausanne UC 9/18. 4. Chênois 9/13. 5. Uni Bern 9/9. 6. Volley Luzern 9/8. 7. Näfels 9/8. 8. Jona 9/5.

Volley Luzern – Schönenwerd 1:3

Bahnhofhalle – 250 Zuschauer – SR Sigrist/Becker. – Satzergebnisse: 25:20, 16:25, 20:25, 24:26. – Spieldauer: 112 Minuten. – Luzern: Saar, Gautschi (Libero), Saar, Widmer, Newcombe, Amstutz, Köpfli, Brzakovic, Anagnostopoulos, Perezic, Döös Traagstad.

Frauen. 13. Runde: Düdingen – Franches-Montagnes 3:0 (25:23, 25:23, 25:20). Neuchâtel UC – Volley Lugano 3:2 (25:14, 18:25, 27:25, 27:29, 15:10). – Rangliste: 1. Düdingen 11/27. 2. Aesch-Pfeffingen 10/25. 3. Neuchâtel UC 11/21. 4. Kanti Schaffhausen 10/19. 5. Volley Lugano 10/10. 6. Franches-Montagnes 10/10. 7. Cheseaux 10/6. 8. Genève Volley 10/5.

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