Das Experiment des SC Kriens ist geglückt: 0:0 in Winterthur

Der SC Kriens bleibt weiter erfolgreich: Das 0:0 beim drittplatzierten Winterthur ist ein wichtiger Punkt, ein hoch verdienter zudem.

Turi Bucher
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Kriens-Verteidiger Jan Elvedi holt mit der Defensivleistung das Maximum heraus. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus)

Kriens-Verteidiger Jan Elvedi holt mit der Defensivleistung das Maximum heraus. 
(Bild: Martin Meienberger/Freshfocus)

Punkt um Punkt zum Ligaerhalt: Der SC Kriens holte sich gegen den haushohen Favoriten Winterthur in einem torlosen Spiel einmal mehr einen wichtigen Punkt. Kriens-Trainer Bruno Berner sagte nach dem 0:0: «Diesen Punkt haben wir uns verdient. Und es ist unser sechstes Spiel in Folge, das wir ungeschlagen beendet haben.»

Der SC Kriens war mit einer Aufstellung angetreten, die man durchaus als experimentell bezeichnen durfte. Das Experiment glückte, es funktionierte. Auf Grund der Sperre von Topskorer Nico Siegrist war im Vergleich zum 2:2 gegen Aarau Omer Dzonlagic aus dem Mittelfeld an den linken Flügel vorgerückt; Nikola Mijatovic von der linken Abwehrseite ins Mittelfeld. Dazu kam Abwehrspieler Liridon Berisha in die Startelf. Kriens spielte in der Verteidigung mit einer Dreierkette – richtig frech, denn Gegner Winterthur sieht sich immerhin noch als Kandidat für einen Aufstiegsbarragenplatz.

Ja, es funktionierte. Kriens hatte die erste Halbzeit komplett unter Kontrolle und deutlich mehr Strafraumszenen als Winterthur. Die Zürcher traten erst in der 42. Minute durch einen Schuss von Taulant Seferi gefährlich in Erscheinung. Ansonsten war Kriens das bessere Team.

Kriens nie richtig in Gefahr

Auch in der zweiten Halbzeit holte Kriens zu wenig aus seinen Möglichkeiten heraus. Den einen oder anderen (frechen) Tempowechsel in der Offensivbewegung hätte man sich aus dem Mittelfeld durch Cirelli, Sadrijaj oder Sukacev schon gewünscht.

Nach 70 Minuten schwanden bei den Kriensern die Kräfte. Von Winterthur war lange Zeit nichts, aber auch gar nichts zu sehen gewesen, nun wurde der Druck in der Krienser Platzhälfte grösser. Der SCK schaltete in den Schlussminuten in den Defensivmodus, doch richtig Angst haben musste man um die Innerschweizer nicht. Winterthur spielte schwach, provozierte mit einer enttäuschenden Leistung Pfiffe und Buhrufe aus der eigenen Fankurve. Winterthurs Ex-FC-Luzern-Spieler Remo Arnold sagte nach dem Schlusspfiff: «Wir haben tatsächlich nicht die beste Leistung abgerufen.»

Zufriedenheit insgesamt dafür auf Krienser Seite. «Klar, offensiv hätten wir noch etwas mehr herausholen können, aber defensiv haben wir das Maximum geboten», sagte SCK-Verteidiger Jan Elvedi.

Der FC Winterthur in der Aufstiegsbarrage, das macht keinen Sinn. Der Ligaerhalt für den SC Kriens aber durchaus. Am Sonntag in einer Woche spielt Kriens in Vaduz. Wieder mit Siegrist. Und wieder mit ganz viel Selbstvertrauen.

Challenge League. 28. Runde: Winterthur - Kriens 0:0. - Rangliste: 1. Servette 27/57. 2. Lausanne-Sport 27/44. 3. Winterthur 28/43. 4. Aarau 27/41. 5. Wil 27/36. 6. Kriens 28/34. 7. Vaduz 27/32. 8. Chiasso 27/28. 9. Schaffhausen 27/28. 10. Rapperswil-Jona 27/25.

Winterthur - Kriens 0:0

Schützenwiese. – 3000 Zuschauer. – SR Wolfensberger. Winterthur: Spiegel; Markaj, Isik (46. Cavar), Lekaj, Schättin; Arnold, Doumbia, Alves, Gazzetta (46. Wild), Sliskovic; Seferi. Kriens: Enzler; Elvedi, Fanger, Berisha; Costa, Cirelli (85. Wiget), Sadrijaj, Mijatovic; Sukacev (75. Ulrich); Chihadeh, Dzonlagic (85. Urtic). Bemerkungen: Winterthur ohne Hajrovic, Radice (beide gesperrt), Callà, Lepik und Roth (alle verletzt). Kriens ohne Siegrist (gesperrt) und Selmani (verletzt). Verwarnungen: 7. Sukacev, 72. Fanger (Fouls).