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HC-Kriens-Trainer Ralf Stojan: «Das stinkt mir schon ein wenig»

Dagmersellen schlägt Kriens im 1.-Liga-Derby mit 28:22. Die Gäste verschiessen gleich fünf Penaltys.
Stephan Santschi
Kriens, hier Moritz Studer beim Abschluss, steht in Dagmersellen auf verlorenem Posten. Bild: Boris Bürgisser (Dagmersellen, 28. September 2019)

Kriens, hier Moritz Studer beim Abschluss, steht in Dagmersellen auf verlorenem Posten. Bild: Boris Bürgisser (Dagmersellen, 28. September 2019)

Es war ein historischer Tiefpunkt im Frühling 2018, als die Dagmerseller nach 30 Jahren im interregionalen Handball in die 2. Liga absteigen mussten. Letzte Saison machten sie sich aber umgehend auf den Rückweg und am Ende hatten sie ihn geschafft, den sofortigen Wiederaufstieg. Vier Spieltage sind mittlerweile in der neuen 1.-Liga-Spielzeit absolviert und die Dagmerseller halten gut mit: Nach erwartbaren Auswärtsniederlagen gegen die NLB-Absteiger Emmen und Altdorf resultierten zwei Heimsiege: 33:30 gegen Muri und am vergangenen Samstag ein 28:22-Derbyerfolg gegen den HC Kriens.

So deutlich, wie es das Ergebnis ausdrückt, war der Spielverlauf allerdings nicht. Zur Pause lagen die Krienser 12:9 vorne, nach rund drei Vierteln der Spielzeit stand es 15:15-Unentschieden, selbst in der 56. Minute war bei einer 24:22-Führung der Dagmerseller noch alles offen. Dann aber machten sie mit vier weiteren Treffern in den letzten vier Minuten alles klar. «Unser Angriff mit sieben Feldspielern und der Goalie waren ausschlaggebend», stellte Dagmersellens Trainer Martin Prachar fest. Keeper Ramon Häller kam auf eine starke Abwehrquote von 44 Prozent.

«Dagmersellen ist ein sehr emotionales Team»

So richtig glücklich ist Prachar mit den Auftritten seiner Mannschaft allerdings noch nicht. «Wenn wir mit sechs Feldspielern angreifen, wird es schwierig. Uns mangelt es im Rückraum an Grösse und Wurfkraft.» Er setzt deshalb auf eine starke Abwehr, schnelle Gegenstösse und Kampfgeist. «Wir sind ein sehr emotionales Team», erklärt Prachar. Ob dies zum Ligaerhalt reiche, könne er jetzt noch nicht sagen. «Wir haben ein breites, aber noch nicht so starkes Kader. Ich erwarte eine sehr schwierige Saison.» Der Modus gestaltet sich dabei wie folgt: Die zwei besten Teams jeder 1.-Liga Gruppe schaffen es in die Finalrunde, die restlichen sechs müssen in die Abstiegsrunde. Letztere wird im Frühjahr 2020 aus vier Gruppen à sechs Mannschaften bestehen, wovon der Letzte jeweils absteigt und die Zweitletzten in einem Playout zwei weitere Absteiger eruieren.

HC Kriens nach Fehlstart am Tabellenende

Auch die Krienser werden sich über die Abstiegsrunde den Klassenerhalt sichern müssen. Letzte Saison waren sie als SG Pilatus bereits abgestiegen und blieben nur dank dem Aufstieg des HC Kriens in der 1. Liga. «Die Mannschaft ist praktisch die gleiche geblieben», berichtet Trainer Ralf Stojan, was wiederum bedeutet: sie zählt erneut zu den erstgenannten Abstiegskandidaten. Argumente dagegen hat der HCK in den ersten vier Runden jedenfalls nicht sammeln können. Alle Partien gingen verloren, mehr als der letzte Tabellenplatz schaute bisher nicht heraus. «Das stinkt mir schon ein wenig. Die Resultate sind ernüchternd, ich hätte uns schon etwas besser erwartet», sagt Stojan.

Das Hauptproblem ortet er in den Köpfen seiner Akteure, die Verunsicherung ist spürbar. Gegen Dagmersellen offenbarte sich dies vor allem in einer schwachen Chancenverwertung, nach dem Seitenwechsel ging im Angriff nicht mehr viel. Die Leistungsträger im Rückraum, Moritz Studer und Rico Baumann, erwischten keinen guten Tag, dazu gesellte sich eine kollektive Nervenschwäche vom Penaltypunkt: Insgesamt verschossen die Krienser fünf Siebenmeter. Ein Teil der Niederlage nehme er auch auf sich, sagt der 43-jährige Übungsleiter: «Ich habe alle spielen lassen, die Spieler sollen sich entwickeln.» Dies im Hinblick auf das Frühjahr 2020, wenn für den HC Kriens die Saison mit der Abstiegsrunde erst richtig beginnt.

Männer, 1. Liga

Gruppe 3: Emmen – Altdorf 31:32 (17:16). Wohlen – Muotathal 23:29 (11:12). Dagmersellen – Kriens 28:22 (9:12). Muri – SG Olten 21:24 (7:12). – Rangliste: 1. Altdorf 4/8. 2. SG Olten 4/6. 3. Emmen 5/6. 4. Muotathal 5/6. 5. Dagmersellen 4/4. 6. Muri AG 4/2. 7. Wohlen 4/2. 8. Kriens 4/0.

Dagmersellen – Kriens 28:22 (9:12)
Chrüzmatt. – 230 Zuschauer. – SR Jankevicienè/Petkevicius. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Dagmersellen; 3-mal 2 Minuten gegen Kriens. – Torfolge: 2:4, 4:8 (18.), 6:10, 9:12, 13:13, 15:13, 15:15 (44.), 19:16, 22:18, 22:20, 24:20, 24:22 (56.), 28:22. – Dagmersellen: Häller; Glur (4), Hodel, Fabian Häfliger (3), Pascal Tschupp (1), Kilian Tschupp (2), Peter, Sommer (9/4), Thomas Häfliger (1), Döös (1), Theiler (4), Hofstetter (1), Renggli (2). – Kriens: Iten/Rast; Weingartner (5/1), Bühler (2/1), Wyss, Heller, Timo Baumann (3), Felber, Rico Baumann (3), Kim (2), Stadelmann (3), Studer, Knabl, Wolf (4). – Bemerkung: Verhältnis verschossener Penaltys: 0:5.

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