Den Aufsteigerinnen aus Entlebuch fehlen die Volleyball-Derbys

Das Frauenteam Volley Region Entlebuch verliert das 1.-Liga-Spiel gegen Wiedikon mit 1:3.

Ruedi Vollenwyder
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Die Entlebucherin Jessica Bieri (links) beim Smash.Bild: Boris Bürgisser (Entlebuch, 9. November 2019)

Die Entlebucherin Jessica Bieri (links) beim Smash.Bild: Boris Bürgisser (Entlebuch, 9. November 2019)

Es war ein nervenaufreibendes und langes Warten bis die Spielerinnen von Region Entlebuch auf den 1.-Liga-Aufstieg anstossen konnten. Nach dem 3:2-Sieg im ersten Aufstiegsspiel gegen Laufen mussten sich die Entlebucher Frauen um Trainer Roland Stalder gegen Baden mit 0:3 geschlagen geben. Die Aufstiegsfelle schienen davon zu schwimmen. Da sich Teams aus der 1. Liga zurückzogen, konnten die Entlebucherinnen den Aufstieg dennoch feiern. Ein grosser Erfolg für die Volley Region Entlebuch. Einziger Wermutstropfen: Die Entlebucherinnen sind das einzige Innerschweizer Team in der 1. Liga. «Die Derbys fehlen uns», befindet Trainer Roland Stalder.

«Dass dieser Aufstieg nicht nur Würde, sondern auch Bürde mit sich bringt, war uns klar», erklärt der Trainer. «Erfahrene Spielerinnen wie die Passeuse Kati Studer traten zurück. Das Ziel, ehemalige Spielerinnen mit 1.-Liga- oder NLB-Erfahung anzuheuern schlugen fehl», bedauert der 48-jährige Übungsleiter, der die Entlebucherinnen in der zweiten Saison betreut. Deshalb ist auch das Saisonziel tief angesetzt. «Primär wollen wir den Ligaerhalt schaffen.» Als Trainer ist es für ihn ebenso wichtig, dass sich die jungen Spielerinnen stetig weiterentwickeln. «Wenn diese Ende der Saison sagen können, wir haben alles gegeben, dann bin ich mehr als zufrieden», nennt Roland Stalder sein persönliches Ziel. Die grösste Herausforderung nach dem Aufstieg: «Ich muss meine Spielerinnen mental so weit bringen, dass sie die Freude am Volleyball auch nach Niederlagen nicht verlieren. So wollen wir immer nur die positiven Aspekte mit in die nächste Partien mitnehmen.»

Erster Sieg in der 1. Liga im dritten Spiel

Nach den Niederlagen gegen Mitaufsteiger Kanti Baden (1:3) und Therwil (0:3) konnte Volley Region Entlebuch schon ein erstes Erfolgserlebnis feiern: 3:2-Sieg gegen den Mitaufsteiger Laufen. Und auch vor der Partie gegen Wiedikon, ebenfalls ein Aufsteiger, war der Trainer zuversichtlich. Im ersten Satz musste er allerdings schon nach 90 Sekunden und einem 0:4-Rückstand das erste Time-out nehmen und seine nervösspielenden Akteurinnen beruhigen. Beim Stande von 20:19 war das junge Entlebucher Team dann erstmals vorne. Doch es reichte trotz zwei Satzbällen (24:23, 25:24) nicht zum Satzgewinn (25:27). Auf schön herausgespielte Punkte folgten postwendend unnötige Fehler.

Im zweiten Set steigerten sich die Entlebucherinnen gegen das nun vermehrt unkonzentriert wirkende Wiedikon. Sie schafften mit 25:21 den Satzausgleich. Diesen Effort konnte die Stalder-Truppe in den beiden nächsten Sätze nicht bestätigen, gingen diese doch diskussionslos mit 12:25 und 15:25 an die sich in jeder Hinsicht stetig wieder steigernden Gegnerinnen. Trotz dieser dritten Niederlage ist man im Entlebuch guten Mutes. «Mein Team zeigte gute Ansätze. Jetzt müssen wir noch mit mehr Konstanz die Sätze fertigspielen. Dann kommt auch der Erfolg zurück», so Stalder.

Frauen, 1. Liga. Gruppe C: Lunkhofen – Kanti Baden 2:3 (25:18, 27:29, 25:16, 16:25, 15:10). Riehen – Gordola 3:0 (27:25, 25:21, 27:25). Region Entlebuch – Wiedikon 1:3. Therwil – Lugano 3:0 (25:22, 25:22, 25:18).
Rangliste: 1. Volley Lugano II 5/12. 2. Riehen 6/12. 3. Therwil II 5/11. 4. Gordola 6/11. 5. Aesch Pfeffingen II 4/9. 6. Lunkhofen 5/6. 7. Wiedikon 5/6. 8. Kanti Baden II 5/4. 9. Laufen 4/2. 10. Region Entlebuch 5/2 (5:14).

Region Entlebuch – Wiedikon 1:3
Farbschachen. – 80 Zuschauer. – SR Süess/Faye. – Spieldauer: 76 Minuten. – Sätze: 25:27, 25:21, 12:25, 15:25. – Region Entlebuch: Unternährer, Bättig, Jessica Bieri, Koch, Noak, Zihlmann, Böbner (Libera); Wigger, Jana Bieri.