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2. Liga inter: Der FC Altdorf heizt dem Leader aus Paradiso tüchtig ein

Zum Rückrundenauftakt unterliegt der FC Altdorf dem Spitzenreiter Paradiso unglücklich mit 0:1. Für die phasenweise stark spielenden Urner wäre ein Punkgewinn durchaus in Reichweite gelegen.
Urs Hanhart
Altdorfs linker Flügelspieler Pirmin Baumann klärt hier vor einem Tessiner Spieler. (Bild: Urs Hanhart, Altdorf, 17. März 2019)

Altdorfs linker Flügelspieler Pirmin Baumann klärt hier vor einem Tessiner Spieler. (Bild: Urs Hanhart, Altdorf, 17. März 2019)

Nach der fast fünfmonatigen Winterpause bekam der FC Altdorf gestern auf der heimischen Schützenmatte mit dem noch ungeschlagenen Tabellenführer Paradiso einen echten Gradmesser vorgesetzt. Zunächst dominierten die klar favorisierten Tessiner das Geschehen. Sie erarbeiteten sich in den ersten 20 Minuten zwei Topchancen und waren nahe am Führungstreffer dran. Ein knapp verzogener Schlenzer aus mittlerer Distanz und ein vom Föhn begünstigter Lobball, den Altdorf-Keeper Kevin Epp nur mit viel Mühe und Not über die Latte lenken konnte, waren die offensiven Highlights des ersten Spielviertels. Ab Mitte der ersten Halbzeit kamen die etwas zaghaft gestarteten Platzherren dann immer besser ins Spiel. Sie boten den Tessinern nun Paroli und wurden offensiv immer gefährlicher.

In der 32. Minute wurde Altdorfs Mittelfeldakteuer Cédric Gisler im Strafraum in aussichtreicher Abschlussposition regelwidrig vom Ball getrennt. Den fälligen Penalty verschoss jedoch Calderon Mavembo, beziehungsweise der Pardiso-Goalie Gabriele Bernasconi ahnte die richtige Ecke. Unmittelbar vor der Pause verzeichneten die Gäste nochmals eine Grosschance. Gian Luca Iaconis dribbelte sich durch die gesamte Altdorfer Hintermannschaft und liess zum Schluss auch noch Torhüter Epp aussteigen. Die Kugel brachte er aber nicht im Gehäuse unter.

Paradiso spielte cleverer

Der zweite Durchgang begann ziemlich frustrierend für die Gastgeber. Ein Befreiungsschlag nach einem Eckball in der 55. Minute landete genau in den Füssen von Iaconis. Der Sturmtank konnte anschliessend von der Strafraumgrenze ungehindert abziehen und traf unhaltbar für Epp zum 1:0 im rechten Eck. Zehn Minuten nach diesem Führungstreffer mussten die Gelb-Schwarzen noch einen weiteren Tiefschlag wegstecken. Neuverpflichtung Tobias Kirschenhofer sah nach einer Unsportlichkeit die rote Karte. Damit standen sich in der restlichen Spielzeit nur hoch je zehn Mann gegenüber. Wenige Minuten vor Kirschhofer hatte ein Paradiso-Spieler die zweite gelbe Karte erhalten und musste vorzeitig unter die Dusche. Immerhin liessen sich die Urschweizer durch die entgangene Überzahl-Möglichkeit keineswegs entmutigen. Sie lancierten in den letzten zehn Minuten eine sehenswerte Schlussoffensive, bei der zweimal nur ganz wenig zum Ausgleich fehlte. Roko Urlic bezwang den Paradiso-Keeper beinahe mit einem Lob und Markus Zurfluh, der sich mit einer geschickten Körpertäuschung freispielte, schoss nur wenige Zentimeter übers Tor. Weil die Altdorfer alles auf eine Karte setzten, kamen die Südschweizer in den Schlussminuten noch zu zwei brandgefährlichen Konteraktionen, ohne jedoch zu reüssieren. Unter dem Strich war der Auswärtssieg zwar recht glücklich, aber aufgrund der Spielanteile und Chancenverteilung nicht unverdient.

Das sah auch Altdorfs Assistenztrainer Dominic Herger so. «Paradiso hat die feinere Klinge geführt. Punkto Cleverness und Raffinesse konnten wir nicht mithalten. Das hat den Ausschlag gegeben. Immerhin ist es uns gelungen, dagegen zu halten und Torchancen herauszuspielen. Leider mangelte es bei uns an der nötigen Abschlusseffizienz. Aber auf der gezeigten Leistung kann man aufbauen. Die für den Ligaerhalt benötigen Punkte müssen wir gegen andere Gegner holen.»

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