Den Sarner Unihockeyanern droht der Gang in die Abstiegsspiele

Nach drei Spielen in der Unihockey-Playout-Serie gegen den UHC Uster steht Ad Astra Sarnen mit dem Rücken zur Wand.

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Mit Verteidigungsarbeit beschäftigt: Sarnens Jaska Kunelius (Mitte) und Goalie Pascal Amrein.

Mit Verteidigungsarbeit beschäftigt: Sarnens Jaska Kunelius (Mitte) und Goalie Pascal Amrein.

Bild: Veronica Amorim (Sarnen, 1. März 2020)

Es war den Sarnern schon vor Beginn der Playouts gegen den UHC Uster bewusst, dass ein Sieg in der Serie eine schwierig zu lösende Angelegenheit wird – aber keine unlösbare. Als Schlusslicht nach der Qualifikation schöpfte Ad Astra den Mut, in den Playouts, wo quasi wieder alles bei null beginnt, die Saison zu retten und mit dem Ligaerhalt das Saisonziel doch noch auf schnellst möglichem Weg zu erreichen. Mittlerweile sind drei Spiele der Best-of-7-Serie gegen den UHC Uster absolviert und drei Mal mussten die Obwaldner das Feld nach einer Niederlage mit hängenden Köpfen verlassen. «Es war überhaupt nicht so, dass wir in den drei Partien chancenlos waren. Wir haben Uster gefordert, aber schliesslich hat in jedem Spiel etwas gefehlt, darum stehen wir jetzt mit leeren Händen da», blickt Torhüter Pascal Amrein ernüchtert zurück auf den bisherigen Verlauf der Serie. Statt dem baldigen Saisonende sieht es somit viel mehr danach aus, als ob Ad Astra dem Gegner zum Ligaerhalt gratulieren muss und selbst den schwierigen Gang in die Abstiegsspiele gegen einen Vertreter der NLB anzutreten hat.

Woran es am vergangenen Sonntag gelegen hat, dass Uster mit einem Sieg die Heimreise antreten konnte, war offensichtlich: Ad Astra verpatzte das Startdrittel komplett und lag nach 20 Minuten scheinbar vorentscheidend mit 1:5 zurück. «In diesem Drittel ist so ziemlich alles in die Hose gegangen, was in die Hose gehen kann», meint Amrein. «Immerhin haben wir uns nachher eindrücklich zurückmelden können. Die Krönung in Form des Siegtreffers in der Verlängerung gelang uns jedoch leider nicht.»

Verlieren verboten, sonst geht Saison weiter

An Amrein selbst hat dies definitiv nicht gelegen. Der Sachsler wurde beim Stand von 1:4 für den Start-Torhüter Mario Britschgi eingewechselt und zeigte in der Folge eine starke Partie. Der Torhüterwechsel zeigte die gewünschte Wirkung und liess auch den Rest der Mannschaft erstarken. «Ein solcher Wechsel wird von den Trainern getätigt, um ein Signal an das Team zu geben. Der alleinige Grund für den Aufschwung im Rest der Partie war dies jedoch nicht. Viel schlechter als im Startdrittel konnte es ja fast nicht laufen», so Amrein.

Weil Ad Astra Sarnen das Comeback schliesslich nicht ganz glückte, steht das Team nun mit dem Rücken zur Wand. Dem UHC Uster genügt ein weiterer Sieg, um die Serie zu beenden und sich den Ligaerhalt zu sichern. «Jetzt nehmen wir Spiel für Spiel. Das ist zwar eine doofe Floskel, aber etwas anderes bleibt uns gar nicht übrig», meint Amrein. Ob er im nächsten Spiel das Tor der Sarner von Anfang an hüten darf, weiss der 26-Jährige noch nicht: «Das erfahren wir in der Regel nach dem Abschlusstraining oder sogar erst am Spieltag. Mario hat die ersten beiden Spiele sehr gut gehalten. Wir pushen uns gegenseitig und wollen selbstverständlich beide spielen. Trotzdem freuen wir uns, wenn der andere eine starke Leistung zeigt. Schliesslich geht es ja um den Erfolg des Teams.»

Welcher der beiden Schlussmänner am Samstag von Beginn an spielen wird, lässt sich auch der Sarner Coach Eetu Vehanen auf Anfrage noch nicht entlocken: «Sowohl Mario als auch Pascal haben ihre Leistung bislang gebracht. Um zu gewinnen, müssen wir aber in jeder Hinsicht eine Top-Leistung aufs Feld legen – nicht nur auf der hintersten Position auf dem Feld.» Eines ist jetzt schon klar: Gelingt den Sarnern im Heimspiel am Samstag erneut kein Sieg, wird es ungemütlich. (jh)

Playout-Serie

4. Runde. Samstag, 19.00: Sarnen – Uster. – Eventuell. 5. Runde. Sonntag. 17.00: Uster – Sarnen.

Zuschauer dürfen rein

Der Unihockey-Verband hat in einer ausserordentlichen Nationalliga-Versammlung am Mittwochabend entschieden, dass der Spielbetrieb im Schweizer Unihockey unter Einhaltung der Auflagen des Bundes und der Kantone weitergeführt wird. Somit ist davon auszugehen, dass die Spiele in Sarnen und Uster wie gewohnt vor Zuschauern durchgeführt werden dürfen. In jedem Fall können die Spiele im Livestream verfolgt werden. Das Spiel vom Samstag wird ab 19.00 Uhr auf www.luzernerzeitung.ch gestreamt. Sollte es am Sonntag zu einem fünften Spiel kommen, wird dieses ab 17.00 Uhr live auf www.swissunihockey.ch gestreamt. (jh)