Den Willisauer Ringern glückt der Saisonauftakt

Titelverteidiger Willisau bezwingt die Ringer aus Kriessern mit 19:15. Ein 16-Jähriger setzt den Grundstein für den Sieg der Luzerner.

Simon Gerber
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Willisau-Lions-Trainer Thomas Bucheli spricht Lukas Bossert gut zu.

Willisau-Lions-Trainer Thomas Bucheli spricht Lukas Bossert gut zu.

Philipp Schmidli / PHILIPP SCHMIDLI | Fotografie

Beim Start in die durch die Corona-Pandemie verkürzte NLA-Teammeisterschaft der Ringer setzten sich die Willisau Lions gegen den früheren Meister Kriessern wie erwartet durch. In beiden Mannschaften fehlten noch verschiedene Leistungsträger. Die Luzerner starteten mit viel Elan, zeigten eine abgeklärte Leistung und buchten im ersten Kampfabschnitt vier von fünf möglichen Siegen auf ihr Konto. Wegweisend für den Triumph war in der leichtesten Gewichtsklasse zum Auftakt der überraschende Erfolg des erst 16-jährigen Florian Bissig. Dank seiner ausgeprägten Ausdauer gelang es dem grossen Talent den eingehandelten Rückstand gegen den routinierten Patrick Bättig noch in einen 6:4-Punktesieg umzumünzen.

Ebenfalls imponierend war der Auftritt von Delian Alishahi in der schweren Kategorie. Sein junger Kontrahent Noel Hutter war chancenlos. Zu überzeugen vermochte mit einer konzentrierten Leistung auch Samuel Scherrer. Ein 13:0-Punktesieg war seine Ausbeute. Nach fünf Duellen lagen die Gäste schon mit 12:4-Punkten in Führung.

Nach der Pause kam mit drei Niederlagen in Serie zwar etwas Sand ins Getriebe der Zentralschweizer. Allerdings stand der Sieg zu keiner Zeit in Gefahr. Für den krönenden Abschluss sorgte ein erfolgsverwöhntes Brüderpaar. Der 21-jährige Tobias Portmann gab gegen den Ungaren Benedenz Lagzi-Kovacs dank seinen konzentrierten Beinangriffen von Beginn an den Tarif bekannt. Der international erfahrene Portmann zermürbte damit seinen Gegner förmlich. Dank seinen mentalen und technischen Vorteilen sorgte sein zwei Jahre jüngerer Bruder Michael Portmann mit dem Triumph gegen Marc Dietsche für einen weiteren Farbtupfer.

Spezielle Stimmung ohne Gästefans

«Nach der langen Pause müssen wir uns erst wieder an den Wettkampfmodus gewöhnen. Dies ist uns gut gelungen. Ein Auswärtssieg zum Saisonstart stärkt das Selbstvertrauen der Athleten. Den Grundstein zum Erfolg gegen den früheren Meister legten wir bereits in den ersten fünf Duellen. Der gelungene Startsieg von Florian Bissig sorgte für viel Auftrieb im ganzen Team. Ich sehe aber auch noch einiges Verbesserungspotenzial. Gleich in vier Kämpfen holten wir keinen einzigen Punkt. Hier müssen wir den Hebel ansetzten», resümiert Thomas Bucheli, der Willisauer-Cheftrainer. Die Stimmung in der grossen Halle sei speziell gewesen. Gästefans wurden nicht zugelassen. «Kriessern hat das Schutzkonzept vorbildlich umgesetzt», findet Bucheli.

Premium League. 1. Runde: Kriessern – Willisau Lions 15:19. Einsiedeln – Freiamt 12:24.

Kriessern – Willisau 15:19
57 kg: Patrick Bättig v. Florian Bissig 1:2. – 61 kg: Dorien Hutter v. Timon Zeder 0:3. – 65 kg: Dominik Laritz s. Lukas Bossert 3:0. – 70 kg: Sergiy Sirenko s. Roger Heiniger 2:0. – 75 kg: Benedenz Lagzi-Kovacs v. Tobias Portmann 1:4. Marc Dietsche v. Michael Portmann 1:3. – 80 kg: Tobias Betschart s. Andreas Reichmuth 3:0. – 86 kg: Fabio Dietsche s. Florian Bernet 4:0. – 97 kg: Damian Dietsche v. Samuel Scherrer 0:3. – 130 kg: Noel Hutter v. Delian Alishahi 0:4.

Einsiedeln – Freiamt 12:24
57 kg: Dany Kälin s. Flurin Meier 3:1. – 61 kg: Kay Neyer v. Nils Leutert 1:2. – 65 kg: Michael Schönbächler v. Nino Leutert 1:2. – 70 kg: Jan Neyer v. Michael Bucher 1:2. – 74 kg: Yves Neyer v. Randy Vock 1:2. Adrian Marzan v. Pascal Strebel 0:4. – 79 kg: Andreas Burkard s. Kimi Käppeli 4:0. – 86 kg: Mathias Käser v. Christian Zemp 0:4. – 97 kg: Sven Neyer v. Magomed Ayskhanov 0:4. – 130 kg: Boris Illenseer v. Roman Zurfluh 1:2.